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Full text of "Der Kinematograph (November 1909)"

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Der Kinematograph 

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No. 14«. DQoseldorf. 3. November. 1909. 


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Schrecken, die in einem Zukunftskrisgs die Luftschilfe mit Ihren entsetzlich wirkenden Geschossen 
auf der Erde verbreiten werden, sondern auch den furchtbaren Krieg der Luftschiffe gegeneinander 
In der Luft. Lufttorpedos zerstören mit wohlgezielten Schüssen die feindlichen Luftschiffe u. In ein 
Flammenmeer eingehüllt etürzen diese brennend In die Tiefe, auch hlerbeiTod u. Verderben verbreitend 

Dieser FUm bedeutet eine Sensation 1. Danses anf dem Filmmarkt! 

Ausgabetag d. Films: Donnerstag, 11. Nov. — No. 2468. Länge 210m. Virage M. 14.60. Tologr.-W.: „Luftkrieg“ 


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Der Kinematograph - Düsseldorf. 


No. 140. 


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No. 140. 


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No. 149 


Düsseldorf, 3. November 1909. Erschein! jeden Mittwoch. 


Nachdruck des Inhalts, auch auszugsweise, verboten 


Was die Schule von der Kinemato¬ 
graphie will. 

Von Hermann Häfker, 

Vors, des Vereins „Bild und Wort“, Dresden. 
Filmfirmen, Kinotheater und Aufsatzschreiber werben 
um die Liebe der Schule. Die Filmverlagsfirmen geben 
'•chulkataloge“ heraus und stellen ganze Serien von Auf- 
n- hmen aus allen Reichen der lebenden und toten Natur und 
| aus den Gebieten der menschlichen Arbeit her, ja sogar 

i ins geschichtlich-kulturgeschichtliche wagen sie sieh. Die 

\ »rworte ihrer Kataloge sind voll von dem Belehrungs- und 
Erziehungswert der Kinematographie, und in «her noch 
I '"Heren Tönen klingt dasselbe aus manchen Aufsätzen der 
j Fachpresse. Die Kinotheater fügen ..aktuelle" Films in ihre 
i Programme ein, und laden Schulleiter zur Besichtigung ein. 

•bi. sie umgehen'sich mit Komitees von wohlwollenden und 
| ' tnfhissreichen Laien, sie bringen schwere Opfer, um die ver¬ 

meintlichen Wünsche der Gebildeten und besonders der 
Pädagogen zu erfüllen, es gelingt ihnen sogar, Anerkennung 
•m ..Vermischten“ der Tagespresse zu erlangen, ja. einmal 
unterm Strich“ erwähnt zu werden — aber der positive 
Erfolg ist gleich Null. Woran liegt das ? r 

Erstens an einem der allgemeinsten menschlichen 
Ehler: dem. was man in der theoretischen Natur das 
•{'f set t der Trägheit“ nennt. Um die vielen 
pädagogischen Geister in Bewegung zu setzen, denen die 
Kinematographie zunächst nichts als „Hekuba“. d. h. 
gleichgültig ist, bedarf es eines Kraftaufwandes, den schwer¬ 
lich ein Einzelner allein, auch beim besten Willen und mit 
Hem besten Rüstzeug, zu leisten vermag. Der Gedanke, 
dass di e Kinematographie jemals eine Ergänzung des münd¬ 
lichen Unterrichts werden könnte, ist vorläufig bei der 
Masse der Lehrer noch nie angeregt worden. 

Ein weiterer Hinderungsgrund sind die Vorurteile, die 
s '* h infolge der sattsam bekannten Uebelstände in den ersten 
«ähren der Kinematographie unausrottbar bei der Mehrzahl 
der feiner Empfindenden eingefressen haben Es ist ein 
unbestreitbares Verdienst des „Kinematograph“, jederzeit 
ltn Interesse der Sache für ein ehrliches Wort gegen 


diese Misstände Platz gehabt zu haben. Das hat wohl mit 
zur Umkehr gewirkt. 

Aber die Gründe, weswegen die Schule die spröde 
Schöne spielt, liegen viel tiefer Sie sind zur Zeit und für die 
Kinomdustrie allein überhaupt unüberwindlich. Das werde 
ich beweisen. 

Ihre E : ndrücke von dem, was der Kinematograph 
leisten kann, erhalten die Lehrer und Schulbehörden wie 
jeder Andere ausschliesslich durch die Programme der Kino¬ 
theater. Was einzelne reisende Schausteller zeigen können, 
ist natürlich ganz dasselbe. Die Programme der Kinotheater 
zeigen typisch. — wenn auch grosse Niveauunterscbiede 
hervortreten, jenes Gemisch von „Dramen“, „Rührstücken“. 
..Komischen Schlagern“, „Aktuellen Films“, d. h. Natur¬ 
aufnahmen, industriellen, Trickfilms und ähnlichem— jenes 
Gemisch, das den Kinobesitzern durch das Angebot auf dem 
Markte vorgeschrieben ist. CNach einer Statistik, die ich 
ln*i Gelegenheit einer Katalogarbeit machte, brachte eine 
fiilirende Firma beispielsweise in einem Monat heraus 
3 Naturaufnahmen. 19 „Komisch". 4 „Trick“, je 1 „Sport" 
und „Historisch“. 7 ..Dramatisch". In anderen Wochen 
kamen gelegentlich ..Militärische Aufnahmen“. „Tänze und 
Ballets“, „Märchen“, „Religiöse“. „Verschiedenes" und 
„Künste und Industrie“ hinzu. Von all diesem durften 
nach den Anforderungen, die die Schule stellt, und mit 
Recht stellen muss (nach der Ausführung, in der jetzt 
solche Films erscheinen, geeignetere wäre denkbar!) alle 
Films pädagogisch unter Iden Tisch fallen, die Phantasie¬ 
darstellungen sind. Diese'Films sind fast ausnahmslos in 
so rohem und olierflächlichem Geschmack gemacht, dass 
sie den dargestellten Gegenstand (z. B. Märchen!) im Sinne 
von Erziehern nur entstellen, ja sic dem gesunden Sinne 
gröblich verekeln müssen. Zum Teil liegt das an der oft 
unglaublichen Sentimentalität, dem frivolen Spiel mit ge¬ 
sunden Begriffen von Recht und Unrecht, der übertriebenen 
Aufreizung der Phantasie sei es durch Romantik sei es durch 
Realismus, dem schlechten Spiel der Schauspieler, der sich 
verratenden Ungewissheit der Regisseure usw„ zum Teil 
liegt es auch an Mängeln der'Kinematographie, die nicht 
ohne weiteres künstlerisch-harmonische Leistungen schaffen 
kann. Diese Ausführungen werden von Manchem heftig 
l>estritten werden, aber es ist nicht meine Absicht, irre¬ 
führende Komplimente zu machen, sondern der Kino 
industrie, die ohne die Sympathien der gebildeten Welt auf 
die Dauer nicht auskommen kann, zu nützen. Ich muss 






No. Wfl. 


Oer Klnematograoh — Düsseldorf. 


deshalb aussprechen, dass seihst das best«-, was auf diesem 
(Jebiete der gestellten Films geleistet wird, vom ernstlichen 
künstlerischen Standpunkte, ja nur vom Durch¬ 
schnittsgeschmack des höher gebildeten Publikums 
aus. nicht viel ül>er der Leistung vo 1 „Schmieren“-Theatern 
steht. Schulen. Kinder- und Volkserzieher aller Art, 
deren Meinung zu vernehmen ich uitürlich iiesonders viel 
Gelegenheit habe, sind für derlei in jetziger Ge¬ 
stalt nie zu haben. 

Ein Kinobesitzer in einer Grosstadt kaufte einen 
Film, den er gewiss für geradezu klassisch hielt, weil das 
Sujet einem berühmten alten'griechischen' Dichter ent¬ 
nommen war. Er lud mehrere Rektoren*von Gymnasien 
ein. den Film anzusehen und ihren Schülern zu empfehlen. 
Ich sprach diesen Rektor später und erzählte^ mir lachend: 
..Ich ging mit der liesten Absicht hin. Als ich’sgesehen hatte, 
sagte ich meinen Primanern: wenn Sie sich mal eine lustige 
Stunde Griechisch machen wollen, so sehen Sie sich dies 
klassische Drama an!" 

Damit ist nicht gesagt, dass nicht gespielte Stücke sehr 
hübsch sein und den vollen Beifall von Pädagogen finden 
könnten. Aber dann müssten die Firmen, die sich so grosse 
Kosten damit machen, sich weniger von in d i e’s e r Hin¬ 
sicht jedenfalls unlierufenen ..Dramatikern" und Mimen be¬ 
dienen lassen, und sich lieber vorher der Begutachtung 
und Mitwirkung von frisch, volkstümlich und gesund 
empfindenden Künstlern und Kunstkennern versichern. An 
antiken Dichtungen und Volksmärchen lässt sich kein 
lebendig fühlender Mensch von Unlierufenen herumspielen. 

Rechne ich demnach nur die ..Natur"-. „Sport“-, 
..Historischen”. ..Militärischen" Films, sowie die ..Künste 
und Industrien" und allenfalls die ..Tänze und Balletts" 
(obgleich unter diesen der Kitsch wieder vorherrscht) als 
diejenigen, unter denen das pädagogisch annehmbare zu 
suchen wäre, so brachte besagte Firma davon in drei Mo¬ 
naten 8, 11, 13, zusammen in einem Vierteljahr 32 heraus, 
gegen 29. 29. 4». zusammen 107 Phantasiefilms. Das ist ein 
Verhältnis von fast 1:4 Bei den meisten andern Firmen 
ist es aber noch viel ungünstiger, so dass ich es insgesamt 
auf vielleicht 1 : « rechne. So ungefähr kommt es auch 
in den üblichen Kinotheater-Programms wieder zum Aus¬ 
druck. 

Ich weiss wohl, dass die Kinotheater zu einer solchen 
Programm-Zusammensetzung g e z’w ungen sind, denn 
es ist ihnen aus Gründen, die ich hier nicht auszuführen 
brauche, die Heranziehung älterer Films so gut wie 
verbarrikadiert — sozusagen von vorne r wie von hinten: 
denn ältere Films können sie nicht kaufen, und neuere 
müssen Bie demnächst in einer gewissen Zeit*zurückgeben. 

Ich weiss aber auch, dass infolge der Eigenart des 
Geschäfts die Filmverlagsfirmen selber absolut nicht anders 
können als sie tun Um im erzieherischen Sinne bessere 
Films zu produzieren brauchten sie^zweierlei: erstens be¬ 
rufene. aber auch geschulte, anpassungsfähige Mitarlieiter, 
zweitens gesicherten grossen Absatz. Beides können 
sie sich selber nicht schaffen, und beides kann ihnen die 
Schule von sich aus auch nicht*schaffen. Da muss eine 
andere Organisation dazwischen treten — und es liegt im 
Interesse der Industrie, eine solche zu begünstigen, sobald 
sie sich zeigt und einen ernsthaften Eindruck macht. 

Denn zunächst mal: der Eindruck von der Leistungs¬ 
fähigkeit der Kinematographie für Belehrungszwecke, den 
die Kinoprogramms durch ihre notgedrungene Zu¬ 
sammensetzung machen, veranlasst die Schulen 
nicht, das nächst liegende zu tun: die Anschaffung von Kino¬ 
apparaten in ernstliche Erwägung zu ziehen. Denn zu 
Apparaten gehören Films.’ und ehe man nicht weiss. dass 
man die kriegt, und zwar so wie man sie braucht,’und fort¬ 
dauernd, kauft man sich keine Apparate! k 

Nun* haben aber^ Kinobesitzery gelegentlichJ ihre* Pro¬ 
gramme besser zusammengesetzt. So sah man z. B. im 


Dresdner Ausstellungs-Theater „auf dringendes Verlangen 
in der zweiten Hälfte der Vorführungszeit an bestimmten 
Wochentagen ein Programm, das wesentlich aus ,,b» 
lehrenden“ Films zusammengestellt war. 

Dies Programm war beim besseren Publikum nicht 
erfolglas. Elien dies Publikum geht ja nie in Kinotheater, 
es hat aber andrerseits Zeit und Laune, ein buntes, eigen: 
lieh „zweckloses" Programm an sich vorüberziehen zu lasser. 
Und da tut denn das technische Wunder, da tun die he 
scheidensten ernst nehmbaren Leistungen das ihrige. Schön« 
«Stellen in Films erregen laute Rufe der Bewunderung. Auf 
diesem Gebiete hemmt nicht das Wort von Goethes Theater 
direktor: „Sie haben schrecklich viel gesehen“ — nein 
sie haben wenig gesehen, und können daher nicht vei 
gleichen, am wenigsten das was ist mit dem was bei 
einigem guten Willen sein könnte. So konnte denn ein 
Auch-Kritiker in der Tagespresse rühmen, dass die Pro 
gramme dieses Theaters auch vorher schon himmelho« 1 
über dem gestanden hätten, was die anderen Theater i> 
Dresden zu zeigen pflegten. Dabei hatten wenigstens di« 
besseren Theater natürlich genau dasselbe längst vorher 
gezeigt. 

Aber man verzeihe diese Abschweifung, veranlag 
durch die auf unserm Gebiete die Arbeit so sehr erschwerend« 
Ungewissheit der Laien. Ich sage, das bessere Publikum 
das ohne besonderen Zweck hinging war von einem haup> 
sächlich aus tielehrenden Films bestehenden E*rogram« i 
zufrieden, es verfehlte seine Wirkung nicht, zu zeigen, wa> 
die Kinematographie könnte. 

Die Pädagogen aber werden keineswegs dadurch g« 
Wonnen. Sie warnten natürlich ihre Kinder nicht vor dem 
Besuch, da ihnen ja nichts „unsittliches“ vorgesetzt wurtl« 
ja sie empfahlen den Besuch zum Teil in diesem !■ 
sonderen Falle, auf den ich nicht weiter eingehen will 
aber das war einmal. 

Der Lehrer erwartet anderes von einer Kinovorführung 
die er seinen Schülern. — wohl gar im Zusammenhang mit 
dem Unterricht — geradezu empfehlen, oder die er gar mit 
seinen «Schülern besuchen will. Er verlangt in diesem Fall« 
«.lass die Vorführung nicht nur eine an sich einwandfrei«* 
Zerstreuung des kindlichen Geistes zur Folge hat 
sondern seine Konzentrierung. 

Dazu gehörte aber vor allen Dingen, dass die vorge¬ 
führten Dinge Beziehungen zu der Geiste ¬ 
welt des Kindes im allgemeinen und 
seinen Unterrichts - Gegenständen im 
besondern haben. Beides mangelt völlig. Films 
die z. B. Deutschland darstellen, gibt’s fast keine. Wir hal«-n 
herrliche Natur- und Volksaufnahmen aus Frankreich, Eng¬ 
land.' Italien, ja aus jedem ßalkanländchen einzeln, aus 
Russland, aus Skandinavien, aus Holland, aus aller Welt 
— nur nicht aus Deutschland! Warum ?! 

Haben es unsere Kinder so dringend nötig zu wissen» 
wie in «Amerika die Bambushüte und in Algier die «Sardim n- 
biiehsen gemacht werden ? Ist das Volksleben der Bretagne 
die Vegetation der Shetland-Islands das wichtigste für sic? 

Ebenso steht’s mit der Beziehung zum Lehrstoff. Vorn 
Standpunkt der Schule aus muss dem Kinde zunächst das 
einfachste, dieses aber in vollkommener Deutlichkeit, 
vorgeführt werden. Schon darum werden also techni* 1 ' M ' 
Gegenstände, wie die Herstellung von Riesenkanonen so 
interessant und in andrer Hinsicht wertvoll sie sind, die 
Lehrer kühl lassen. 

Wenn aber wenigstens das, w as dargestellt wird, 
klar, deutlich und erschöpfend und wo 
nötig vom erläuternden Wort begleitet wäre! Wie aber 
steht’s damit ? 

Erstens hasten fast alle Films viel zu schnell vorbei, 
als dass auch die besten von ihnen belehrenden Wert haben 
könnten. Namentlich wenn nicht irgend eine ablenkende 
„Handlung“ in ihnen ist, so sind die einzelnen Filmteile 




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No. 149. 


Der Klnematogmph — Disseldorf. 


viel zu kurz (ich habe 3, 4, 5 Sekunden gezählt!) als heit oder Absonderlichkeit Ijesonders ausgezeichneten (»egend 
dass man sich in das SpieljPderJ\Vell€n, ,p in'fdie^heimliche' i ®n Hülle und Fülle; die l>eim' Publikum'ja noch immer sich 
Schönheit des Waldes, in die c Einzelheiton"eineri Volkstracht fgrosser Beliebtheit erfreuenden „humoristischen“ Auf¬ 
vertiefen, das Spiel arbeitender Händ- 'oder Maschinen ver- """nahmen kranken im Gründe alle an einer grossen Einförmig 
stehen könnte. Sodann fehlt die besonnene A u s w a h 1 keit, die fraglos in absehbarer Zeit die Wirksamkeit dieses 
der Szenen. Statt,, wenige*, aber gerade das wichtige, für Genres, wenigstens bei den gewohnheitsmässigen Besuchern 
das Verständnis ausschlaggebende in Ruhe zu zeigen, hält der Kinos, herabsetzen muss. Oder gibt es vielleicht viele 
sich* der Operateur an das,.was sich seiner Meinung nach humoristische Films, deren Komik sich nicht im wesent- 
am interessantesten bewegt — wobei denn häufig das liehen auf Massenverfolgungen mit dem obligaten Ueber- 
Augenspiel eine« hübschen Mädels mehr „Meter“ verursacht, einanderstürzen aller Beteiligten, oder auf die übliche Zer- 
als die wunderbarste Erfindung, die sie handhabt. Aber trümmerung von Schaufensterscheiben oder Geschirr durch 
leider ist der diskutable Geschmack bei diesen Unterschieden den komischen Ungeschickten aufbauen ? » Bleibt noch das 
selten; meistens gibt der undiskutabel schlechte Geschmack, seriöse „Drama“. Ich will zugeben, dass das sich hier 
oder gerade heraus gesagt ; der Mangel an Verständnis für bietende Feld ein ungemein grosse«, noch lange nicht 
das Dargestellte den Ausschlag. erschöpftes, vielleicht*, überhaupt ein unerschöpfliches ist, 


Endlich fehlt’« an Begleit Worten. Das ist die allgemeine 
Klage vom Publikum wie von Kino besitzen. Richtige 
Begleit worte wären leicht zu beschaffen; man müsste nur 
dem Operateur regelmässig einen berufenen, wissenschaft¬ 
lich gebildeten und rednerisch erfahrenen Begleiter lieigeben, 
der bei der Aufnahme alle Einzelheiten, die aufs Bild kom¬ 
men, beobachtet und notiert, und nachher die Aufgabe hat, 
solange zu fragen und zu untersuchen, biß er mit wenigen 
Worten das Wesen des Aufgenommenen wiedergeben, das 
wissenswerte ergänzen kann. Ein solcher Notierer müsste 
bei allen Aufnahmen selbstverständlich sein. Und gute 
Begleitworte würden so sehr viel nützen! Nicht« ist ko¬ 
mischer als die Worte, die häufig der „Sprecher“ im Kino¬ 
theater nach der vom Verlag beigegebenen Drucksache 
zugibt. Die wichtigsten Dinge gehen infolgedessen oft 
unbemerkt vorüber, die unwichtigsten Bemerkungen lenken 
ab. Auf jeden Fall ist jede belehrende Wirkung solcher Vor¬ 
führungen hinfällig. 

Vor einiger Zeit versuchte der Verein Bild und Wort, 
aus vorhandenem Filmmaterial nur probeweise ein¬ 
mal ein auf Ergänzung des Schulunterrichts gerichtetes 
Programm zusainmenzustellcn. Massenbesuch war ge¬ 
sichert, mehrere führende Kinotheaterbesitzer und Fachleute 
waren zu allem Entgegenkommen bereit, Lehrerwurden warm 
und stellten ihre Wünsche zusammen, junge Künstler 
wollten bei der Regie und Vorführung mitwirken. Wir 
mussten die Sache zurückstellen. Warum ? Unter den 
noch erreichbaren Films sind, wenn man von einzel¬ 
nen Gebieten abeieht, nur wenige, die überhaupt für Unter¬ 
richtsergänzungszwecke in Betracht kommen. Von diesen 
sind wieder im Einzelfal’e nur Teile zu brauchen. Wenn 
die Kinder im Unterricht den „Fuchs“ haben, so wollen sie 
doch nicht den ganzen zoologischen Garten sehen! Das 
wäre eben Zerstreuung statt Belehrung. Und Teile von Films 
zu kriegen, ist heute eins der schwierigsten Probleme, auf 
das ich ein andermal in einem noch allgemeineren Interesse 
ausführlich eingehen muss. 

Die Kinematographie muss nicht nur ihre Toilette, son¬ 
dern auch ihre Bildung und ihre Manieren einer gründlichen 
Reform unterziehen, um das vertrauenswürdige Aeussere 
zu erlangen, auf das hin ihr eine so solide Schöne aus so 
guter Familie, wie es die Schule ist, in Liebe an den Busen 
sinkt! 


aber gerade diese« sog. Drama trägt die Hauptschuld daran, 
dass Schule und Eltern die heran wachsende Jugend häufig 
vom Be«uch der Kinematographen-Theater zurückzuhalten 
bestrebt'sind; nicht etwa "weil gewisse Pikanterien den 
Kindern gefährlich werden könnten — dieses Genre i«t, 
wenigstens in Breslau, so gut wie gar nicht mehr anzutreffen 
— aber die"dramatischen Stücke halten oft einen so unge¬ 
sunden, lediglich auf die Tränendrüsen der Zuschauer be¬ 
rechneten f’harakter, dass einem das „Wozu ?“ eines solchen 
Stückes beim'kiesten’Willen nicht klar werden kann We¬ 
nigstens verspreche ich mir bei einem Kinde weder für sein 
Gemüt noch^für seinen* Verstand irgend welchen Gewinn 
wenn ich ihm ein Bild zeige, in dem zuerst eine glückliche 
Familie'mit einem niedlichen,4tpuppenspielenden Töchter- 
chen vorgeführt wird,’dessen Tod dann in zwar recht reali¬ 
stischer alter nicht gerade herzerhebender Weise gezeigt wird; 
auch der dann folgenden Darstellung der durch den Schmerz 
verrückt und verblödet gewordenen Mutter kann unmöglich 
irgend "welcher erzieherischer Wert beigemessen werden. 
Auch die" Eifersucht«- und Leidenschafts-Szenen, die da« 
kinematographische Theater mit Vorliebe zum Inhclt ihrer 
Dramen erwählt, sind für Kinder — und die stellen doch nun 
mal das Hauptkontingent aller Kino-Besucher — durchaus 
ungeeignet. Es wäre nun erstaunlich, wenn sich nicht dieser 
oder jener Kinematographen-Theaterbesitzer das alles schon 
selbst gesagt hätte, alter wenn er dann an die Auswahl 
geeigneterer Bilder gehen wollte, ja da haperte es eben 
da blieben schliesslich*ausser einer verschwindend kleinen 
Anzahl gut gespielter und zusammengestellter Dramen nur 
noch Landschaftsaufnahmen, komische Sujets und hier und 
da noch ein sog. „lehrreicher“ Film, der irgend eine Indus rie 
wiedergibt. Hier wüsste ich nun einen Vorschlag, wie man 
diese fraglos etwas dürftige Speisekarte wenigstens um 
noch ein Gericht vermehren könnte, da« sind: Naturwissen¬ 
schaftliche Aufnahmen! Im Laufe der Zeit habe ich hier 
viele hunderte von kinematographischen Aufnahmen ge¬ 
sehen, naturwissenschaftliche Aufnahmen waren alter so 
gut wie nie dabei. Man werfe nicht ein, da.«« dafür zu wenig 
Interesse im Publikum zu finden sei; im Gegenteil, inter¬ 
essante Tier- und Pflanzenaufnahmen werden von Er¬ 
wachsenen und Itesonders von der Jugend stets mit grösster 
Begeisterung aufgenommen. Diese Tieraufnahmen haben 
sich natürlich nicht darauf zu beschränken, irgend eine brave 
Hausziege oder einen ramponierten Löwen im Käfig 
eines zoologischen Gartens zum Gegenstand zu neh¬ 


men. da "müsste vielmehr ein naturwissenschaftlich Ge¬ 


bildeter die Aufnahmen leiten, und da würde fraglo 


Neue Sujets für kinematographische 
Aufnahmen. 

Von -n, Breslau. 

Das fast beispiellose Aufblühen der kinemato¬ 
graphischen Industrie mus« bei der ungeheuren Nachfrage 
nach neuen Aufnahmen naturgemäss über kurz oder lang 
eine gewisse Knappheit des Stoffes nach sieb ziehen. Land¬ 
schaf tsaufnahmen existieren bereits von jeder durch Schön- 


Erspriessliche« geleistet werden. Ich bin mir wohl 
bewusst, dass Aufnahmen von in freier Wildbahn 
lebenden Tieren gewaltige Ansprüche an die Ausdauer und 
Leistungsfähigkeit der Photographen stellen, aber das« es 
nicht unmöglich ist, selbst ganz scheue und versteckt 
lebende Tiere bei der nötigen Ausdauer und dem erforder¬ 
lichen Geschick auf die Platte zu bringen, das beweisen die 
vortrefflichen Publikationen, von denen ich aus den letzten 
Jahren nur die Bücher von den Afrikareisenden Schilling« 
und die Meerwarth’schen unretouchierten Naturaufnahmen 



Der Klnematograph — Düsseldorf. 


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< , . 149 


Der Kinematograph — Düsseldorf. 


erwähnen will. Aber auch einfachere Aufnahmen, die 
bequem im Atelier hergestellt werden können, würden sicher 
ihre Wirkung nicht verfehlen: da konnte z. B. mit Hilfe 
der .Vlikropphotographie ein Film hergestellt werden, 
der das Infusoriengewintmel im Wassert rupfen zeigt- (gibt’s 
liereits. I), Red.), der die durch Teilung erfolgende Fort¬ 
pflanzung dieser Infusorien sichtba- macht, ins ihre Nah¬ 
rungsaufnahme sehen lässt, u. a. m. Warum soll nicht 
auch die nicht Naturwissenschaften der Medizin studierende 
•lugend mal zu sehen liekommen, wie die roten Blutkörper¬ 
chen durch die Adern rollen (in physiologischen Lalxira- 
torien ist das eine der bekannten Demonstrationen^ am 
lebenden Frosch), oder aller die .Strömung des Blattgrüns 
im"'lebenden Blatt lieobachten können? Von grösseren 
Objekten kann die leicht der Beobachtung zugängliche 
Nahrungsaufnahme der Schlangen m t Leichtigkeit zu einem 
lehrreichen und durchaus nicht schwierig herzustellenden 
Film verarbeitet werden, und hierbei — die Assistenz eines 
Naturwissenschaftlers vorausgesetzt — gleich auf gewisse 
lehrreiche Feinheiten Bedacht genommen werden, z. B. die 
typische Verschiedenheit in der Bewältigung der Beute bei 
harmlosen und bei Oiftschlangeu. Die Erläuterungen zu 
solchen Bildern müssten natürlich von faeltkundiger Seite 
geschrieben und von dem lietreffenden Erklärer nur verlesen 
werden, denn wollte man den Herren hier plein pouvoir 
lassen — aber das ist ja gar nicht auszudenken. — Auf¬ 
nahmen in dem Sinne, wie ich es hier zu schildern versucht 
habe, sind übrigens schon gemacht worden und zwar trotz 
grösster Vollkommenheit von — gewissermassen Laien. 
Jedenfalls ist mir bekannt, dass an einigen Universitäten 
die Direktoren der physikalischen Institute im Kapitel 
,.Optik" selbstaufgenommene Naturfilms, das Aufbrechen 
einer Blütenknos|»e etc., dem Auditorium vorgeführt halten 
Selbstverständlich werden auth Aufnahmen aus dem Ge¬ 
biete der Experimental-Physik und Experimental-Uhemie 
w illkommen sein, aller das sind ja schliesslich alles Dinge, 
die sich dann von selbst ergeben, wenn erst einmal die in 
Betracht kommende Industrie das naturwissenschaftliche 
Gebiet mit in ihren Kreis gezogen haben wird. Jedenfalls 
würde das Interesse für die Kinematographie auch in wissen¬ 
schaftlichen und überhaupt in den gebildeten Kreisen durch 
Vorführung derartiger Naturaufnahmen nur zunehmen und 
zu derartigen l*rogramms wird jede Schule die Kinder nicht 
nur hingehen" lassen, sondern vielleicht selbst die Führung 
übernehmen. 


Neue Kino-Theater. Riga. Alexanderstr. 103 w urde 
das Licht- und Illusions-Theater ,.Urania" eröffnet — 
Rendsburg Dahier wurde Mühlenstr. 21 Lieffcring’s 
Biograph-Theater eröffnet. — Göttingen. Im Haust; 
des Herrn Döring wurde Markt 5 ein erstklassiges Kinemato¬ 
graphen-Theater „Eden“ eröffnet. — Frankfurt 
a. M. I nter dem Namen „Metropol-Theater“ ist hier ein 
neues Kinematographen-Theater ins Leben gerufen worden, 
das in der Vilbelerstr. 29 eröffnet wird. — Königs¬ 
berg i. Pr. Neu eröffnet Zeppelin-Bio. — Ham¬ 
burg. Am 30. Oktober öffnete seine Pforten das Water¬ 
loo-Theater. — Mittweida. Ein Etablissement zur 
Demonstration von lebenden Bildern wurde unter dem 
Namen „Wintergarten" eröffnet. — Rathenow. Neu 
Apollo-Theater. 

Düsseldorf. Der bekannte Busch-Rezitator A. Schacht 
veranstaltete am Dienstag, den 26. v. Mts. in der Tonhalle 
einen Rezitationsabend mit Lichtbildern. Die unerschöpf¬ 
lichen Fundgrulien sonnigen, echten Humors, die Werke 
Wilhelm Büschs und Fritz Reuters, bildeten den Mittel¬ 


punkt des Abends. Sehr anerkennenswert war es, dass Herr 
Schacht Busch's weniger bekannte Schöpfungen, wie „Von 
Hernach“, „Die kühne Müllerstochter" etc. wählte; von 
Reuter gab er uns „Hanne Niitte’s Abschied vom Paste; 
(Aus „Ut niine Stromtid“) sowie eine kleine Ausles«' aus dm 
„Läuschens“. Auch die Mixlerne kam zu Wort. Rideain is 
mit 2 Satyren, die eine. ..Der Höhenflug", philosophisch; n, 
die andere. „Der Illegitime", heiteren Inhalts; A. O. Wel- r 
mit „Die kleinen Stiefelchen“ und Bahr mit der „Modern' u 
Einrichtung". Von den Lichtbildern fielen besonders eini 
Illustrationen zu Fritz Reuters Werken durch künstlerischen 
Geschmack auf. Sehr erheiternd wirkten die Bilder zur 
„Modernen Einrichtung“. Mit dem Erfolg des Abeii'i- 
mit dem idealen w.e pekuniären, dürfte der Vorträgen !<• 
zufrieden gewesen sein, denn das erschienene Publikum w ,r 
ebenso zahlreich wie beifallsfreudig. G. St. 

obr. Dresden. Die Kinematographie ist berufen, 
naturgeschichtlichen Unterricht ergänzend und belehn I 
zu wirken. Die in ihr schlummernden Möglichkeiten hat 
jüngst bei uns die Rezitatorin Valerie Waiden u 
den Dienst der Volksbildung und Jugenderziehung gestc 
Sie veranstaltete im Vereinshaus einen rezitatorisch-kii ;- 
inatographischen Abend, der von etwa IOOO Personen 
besucht war. Die Vorführungen des Kin.i besorgt«* Zi\ il- 
ingenieur K a d e. Die Bühne stellte den Herbst itn Waide 
dar In dies«m Rahmen spielten sich reizende kineina - 
graphische Szenen ab, zu denen Frl. Waiden rezitier" 
vom Spatz, der Eintagsfliege, Lehen der Bit nen und Ameism, 
Vögel im Nest, vom Hirsch. Hasen und Spinne. Freundschaft 
zwischen Mensch und Haustier usw Dazu sang Fräulein 
Ottermann passende Kinderlieder, die der Piam-t 
Karl Pretzsch begleitete. Der Erfolg war ein dur> h- 
schlagender: das Publikum spendete reichen B«*ifall und all¬ 
gemein war der Wunsch nach Wiederholung dieser Abende, 
die sich in allen deutschen Städten ohne Schwierigkeit • m- 
richten lassen. 

-b- Hamburg. In dem neu erbauten Riesenpra«;htIwiu, 
dem Bieberhaus, schräg vis-ä-vis dem Hauptbahn!"'!, 
soll, wie ich höre, ein Kinematographen-Theater eröffnet 
werden, doch ist vor «1er Hand noch nichts davon zu Ix¬ 
merken. 

-1. Köln. Die Firma .Welt-Kinematograph' hier, 
Schildergass«', errang auf der Luftschiffbau-Ausstellung ..Ha" 
in Frankfurt a. M. für die vorzügliche Aufnahme des Vogel¬ 
fluges den zweiten und den dritten Preis. Dieser Erfolg i*t 
um so erfreulicher, als eine grosse Konkurrenz des In- und 
Auslandes auf der Ausstellung vertreten war. Bei du -er 
Aufnahme handelte es sich um den fortgesetzten Flug des 
Vogels, aus der seine verschiedenen Schwingungen, Fliigel- 
schläge usw. genau ersichtlich sein mussten, wenn eine solche 
in «len Dk*nst tler Wissenschaft gestellt werden sollte. Auch 
dieser hervorragende Erfolg ist wieder einmal ein beredtes 
Zeugnis, welch weites Tätigkeitsfeld für die Kinemato¬ 
graphie noch vorhanden ist. 

Minsk (Russland). Das im Zentrum der Stadt gelegene 
Kinematographen-Theater von Stromer ist vollständig 
niedergebrannt. 

-1. Oberhausen. Im hiesigen Metropoltheater ist vor 
einigen Tagen während der Wirstellung im Operationsraunt 
durch Kurzschluss ein Brand aungebrochen, der in kurzer 
Zeit vier Films vernichtete. Das Publikum wurde von dem 
Brande kaum etwas gewahr, da er von den Angestellten 
schnell gelöscht wurde. Der Besitzer des Theaters will nun 
das Elektrizitätswerk für den entstandenen Schaden ver¬ 
antwortlich machen, weil trotz wiederholter Reklamationen 
der schadhaft gewordene Zähler nicht durch einen neuen 
ersetzt worden ist. Die Feuerwehr traf, als alles vorüber 
war, ««rat ein. Trotzdem es nichts mehr zu löschen g®“’ 
w urde das Dach des Gebäudes und der Operationsrauin 
ihr mit Wasser überschwemmt, wodurch noch maoe 
Gegenstände verdorben wurden. Ein Protest des Besitzer 



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No. 149. 


Der Ktaematograph — Dlsseldori. 


gegen diese unnütze Massregel half nicht«. Das Schönste 
an der ganzen Sache ist nun noch, dass die Feuerwehr für 
ihre ..Bemühungen' 4 eine Rechnung von etwa 40 Mk. dem 
Inhaber des Theaters zugestellt hat 

Pössneek. Vom 1. Dezember a i wird hier im Ritter¬ 
garten der Kinematograph von Ernst Bauer ständig Vor¬ 
stellung geben. 

Sehlettstadt i. Eis. Im Hotel-Restaurant Luxhof ist 
unter dem Namen ,.Welt-Kinematcgraph“ ein ständiges 
Theater lebender Bilder eingerichtet worden. 

Wald. Ein ständiges Kincmato^raphen-Theater wird 
sich hier niederlassen; als Theaterlokal ist der Hebel’sche 
Saal von dem Unternehmer angemietet worden. Der 
Unternehmer besitzt bereits mehrere erstklassige Kinemato- 
graphen-Theater. 

fl St. Julius F^njes, Besitzer der „Venus ' Kino- und 
Film-Verleih-Unternehmung n Budapest, feierte am 26. Okt. 
sein 10 jähriges Schaustelle! jubiläum. aus welchem Anlass 
ihm seitens seines Personals und des überaus zahlreichen 
Stammpublikums in seinem prächtig dekorierten grossen 
Kinotheater besondere Ovationen dargebracht und reizende 
Blumenarrangements überreicht wurden. Fenyes. der sich 
hier grosser Popularität erfreut, besitzt z. Zt. hier zwei 
vorzüglichst eingeführte Theater (eines in Köb&nya, das 
andere in der Pratergasse), in welchen er die besten und 
neuesten Films der namhaftesten Fabriken in einer Reihen¬ 
folge von 10—15 Bilder pro Vorstellung vorführen lässt. 
Er war auch einer der ersten, der engagementslosen hei¬ 
mischen Artisten im Rahmen der Vorstellungen Verdienst 
gab. 


Zick-Zack 


Kinematographisehe Photographie von Bazillen. Aus 

Paris wird geschrieben: In hiesigen wissenschaftlichen 
Kreisen macht eine.Entdeckung des jungen Gelehrten Jean 
(’omandon grosse« Aufsehen. Es handelt sich um die kine- 
matographische Photographie der Bazillen und Mikroben 
sowie auch die Bewegung der roten und weissen Blutkörper- 
chen. Die von dem jungen Entdecker vorgeführten Bilder 
erregten das grösste Interesse. Die Bedeutung der Ent¬ 
deckung liegt darin, dass man derartige Bewegungen nun 
genau beobachten und studieren kann. Von besonderer Be¬ 
deutung ist die Entdeckung für die Biologie und Physiologie. 
Die Erfindung wurde von Professor Dastre vor der Akademie 
der Wissenschaften erläutert. Sie besteh* aus einer sinn¬ 
reichen Kombination des Ultramikroskops mit einem Kine- 
matographen, durch die es ermöglicht wird, nicht nur sehr 
kleine Körper in der Ruhelage oder bei mässig rascher Be¬ 
wegung zu beobachten, sondern diese kleinen Körper auch 
bei überaus rascher Bewegung genau zu studieren. Professor 
Dastre hatte in einem als Dunkelkammer eingerichteten 
Saale der Akademie die rasche schlängelnde Bewegung von 
Spirochaeten im Blute eines an Spirillose erkrankten Huhnes, 
ferner die gleichfalls schlängelnde Bewegung von Tripano- 
somen, die so gross wie starke Aale aussahen, im Blute eines 
schlafkranken Menschen usw. gezeigt. Sehr klar trat auch 
die kreisende passive Bewegung der Brownschen Körperchen 
zutage, welche die roten Blutzellen beständig umschwärmen. 

| (sSSBgg) | Verkehrswesen | @590659 { 

J Schwedische Ausstellungserfolge. In Schweden zeichnet 
man sich, wie die „Ständige Ausstellungakommission für die 
Deutsche Industrie“ schreibt, durch anerkennenswertes 
Organisationstalent und grosse Geschicklichkeit in der 
finanziellen Handhabung der Ausstellungsgeschäfte aus. 
Während sonst AussteUungsunteraehmungen als solche nicht 
selten ungünstige finanzielle Ergebnisse aufzuweisen haben. 


hat sich bei schwedischen Veranstaltungen wiederholt das 
Gegenteil erwiesen. Gleich der Stockholmer In¬ 
dustrie-Ausstellung vom Jahre 1897 hat auch die in diesem 
Jahre dort veranstaltete „K unstgewerbe-Aus- 
Stellung“ neben ihrem künstlerischen Erfolge mit einem 
sehr beträchtlichen Ueberschuss abgeschlossen und dies 
trotz des grossen Generalstreiks, der einem regeren Besuch 
speziell auch aus dem Auslände hinderlich war. Nach Rück¬ 
zahlung des staatlichen Beitrages von 100 000 Kronen,'des 
Beitrages der Stadt Stockholm in Höhe von 50 000 Kronen 
und aller von den AusstellemTgezahlten Platzmietenjj ist 
nämlich noch die ansehnliche^ Summe von 250 000 Kronen 
verblieben, die dem Slcjdförening (Verein für Hausindustrie) 
überwiesen werden soll. 



Man will sich bessern. (Neujahrs- Szenen.) Dt» Syl¬ 
vesterabend findet unseren Freund Schmidt im Kreise -«einer Freunde, 
den Abschied des alten Jahres feiernd.» Der darau' folgende Weg 
nach seinem Hause fällt ihm sehr schwer und verursacht viele spassig« 
Vorkommnisse. Mit Mühe und Not zu Hause angelangt, wo ihn 
seine Frau am Fenster «ehnsüehtig erwartet, sc h le icht er sich auf 
allen Vieren an einen Sessel und macht es sich in demsellien bequem, 
als ob er bereits lange zu Hause ist. Nachdem er seinen Rausch aus 
geschlafen hat, macht ihn seine Frau darauf aufmerksam, dass es 
1. Januar ist und muss er schriftlich bestätigen, dass er nicht meiir 
trinken und rauchen will, dass er frühzeitig nach Hause kommen, 
sich dortselbst behilflich zeigen will, mit einem Wort gesagt, sein 
Benehmen einem Heiligen entsprechend ändern will. Nachdem er 
sich rasiert und fertig angekleidet hat, begibt er sich ziun Frühstück, 
regt sich sofort über den heissen Tee auf und fällt, als er die Bilder 
in der Stube gerade hängen will, mit dem ganzen Buffet herunter 
Wir sehen ihn dann in einem Zimmer, der Versuchung de« Kauchen- 
widenstehen. Als ihm aller die eben aus dem Fenster geworfene 
Kiste mit Zigarren wieder gebracht wird, steckt er sieh doch ein« 
Zigarre an. Von seiner Frau zur Heue gestellt, ergreift er seinen Hut 
und Kock und eilt wieder zu seinen Freunden. Man beschliesst dort 
ein wenig frische Luft zu gemessen und besteigt zu diesem Zweck« 
einen Sprengwagen, mit dem eine Reise durch die Stadt angewetei. 
wird und bei der einer nach dem anderen in einem Wirtsltause von 
neuem verschwindet. Nach einer tollen Heimfahrt sehen wir dann, 
wie unser Freund von seiner Frau in der gebührenden Weise empfangen 
wird. 

Ein Kind d ei , Wa Iden.’ (Drama). In diesem Bild« 
wird uns das Leben an'der Grenze zwischen den amerikanischen 
Ansiedlungen und den Territorien der Indianer geschildert. Wir 
sehen den edlen Koten neben dem tosenden Gebirgsbach an seinem 
Lagerfeuer sitzen, wie er mit geschickter Hand das Rirkenkam» 
durch die Stromschnellen leitet, und wie die Kundschafter das Lage« 
verlassen, mit stoischer Ruh«' von den Frauen und Kindern beob¬ 
achtet. Es wird uns ferner die indianische sprichwörtliche Schlau 
heit. Grausamkeit und Dankbarkeit gezeigt, unterbrochen von 
Szenen in dem Lager der Auswanderer und von den Heldentat« ) 
der Cowboys. Die allgemeine Geschichte, von der dieser Film handeil 
erzählt uns von einem jungen Indianer. Wir sehen zunächst, wie 
eine Squaw mit ihrem kranken Kinde an den Strom geht, um dem 
selben die fte b er h e ia se Stirn zn kühlen. Da sie aber für das Leben 
des Kindes fürchtet, begibt sie sich in die nächste Ansiedlung, um 
die Hilfe der weissen Männer in Anspruch zu nehmen. Ihr Weg 
führt sie gerade in die Kapelle, in der die Messe abgehaltcu wir«l. 
und legt 4prt ihr Kind zu Füssen des Pri esters nieder. Da dieser di« 
Bewegungen der Frau missversteht, tauft der Priester das Kino 
Befriedigt geht die Frau in dein Gedanken, ihr Kind hätte Medizi«' 
erhalten, wieder zu den ihren, und als das Kind wirklich genesen ist 
kennt ihre Dankbarkeit keine Grenzen. Ein Auswanderorzug, welch« ■ 
jene Ebenen nach 10 oder 12 «fahren passiert, rastet^in der Nah« 
eines Stromes. Die Tochter eines der Auswanderer will Wasser 
schöpfen, wird dabei von einem Uerankomrnenden, mit Indianer; 
besetzten Kanoe überrascht, an Händen und Füssen gebunden un«l 
in das indianische Lager gebracht. Dort wird sie zum Tode am 
Marterpfahl verurteilt und soll am nächsten Morgen sterilen. Jetz' 
Tilgt sich die rechte Dankbarkeit eines Indianers. Die Frau, deren 
Kind durch den Priester gerettet wurde, und welches jetzt zu einem 
niedlichen Knallen herangewaclisen ist, nimmt das Taschentuch d«» 
Gefangenen, steckt es in des Jungen Moocasin, und sendet ihn zu 
den Freunden der Gefangenen. Er stiehlt sich vom Lager fort 
und läuft mit aller Schnelle in der angegebenen Richtung. Wir 
sehen ihn an Abhängen .entlang klettern und durch Verrätern*«'I**' 
Sümpfe dringen. Bei einem Sturz verletzt er seinen Fuss, aber er 
denkt nur an seine Pflicht. Als er einen See erreicht, zögert Uraf 
nur einen Augenblick, dann springt er hinein und durohachwm" 1 
ihn mit kräftigen Stoeeen. Als er das andere Ufer erreicht, bricht 





Der Kfaematograph — Dfaaddorf. 


No. 149. 


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aktuelle Neuerscheinung „Ferrer und 9eiii Schicksal“ den äusserst 
zahlreichen Theatern, «he ihr I'rogramm'* mit «li.-sem Schlager au.-.- 
statteten, glänzende Kasseaerfolge brachte, ist wohl selbst¬ 
verständlich. Wer «len Film noch nicht Jesitzt und zensurbehünl- 
liche Erlaubnis zur Vorführung hat, sollte sofort drahtlich bestellen. 

Die Firma Heinrich Erntmann, A.-G„ Dresden, nebst Zwei 
niederlassung vorm. Emst Herbst & Firl Görlitz, teilt uns in 
dass sie tler Fusion deutscher Kamera-Ft briken nicht In-igetret« 
ist und ihre Geschäfte selbständig in unveränderter Weise nach wie 
vor weiter betreibt. Der Gesclüiftsgang l-ewegte sich auch dieses 
Jahr, wie in früheren, in stets aufsteigender Linie iui«l berechtigt 
bei der immer mehr zunehmenden Beliebtheit ihrer eingeführten 
Spezialfabrikate auch fernerhin zu den beeren Hoffnungen auf gute 
W eiterent Wickelung- 


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No. 149 



Aus dem Reiche der Töne 



- g» - Das Grammophon im Yerkehrsdienst der Eisen- 
bahnen. Das (•rammophou, das sich schon als Hilfsmittel 
für den Sprachenunterricht, als Agitator für Waldreden 
und für viele andere Gelegenheiten bt währte, wurde kürzlich 
auf einigen französischen Provinz bahnhüfen versuchsweise 
für den Verkehrsdienst benutzt. >ls soll den Verkehrs- 
beainten die Arbeit abnehtnen, die sie bisher mit dem Aus¬ 
rufen der abgehenden Eisenbahnzüge hatten. Für diesen 
Zweck wurden von der Eisenbahn Verwaltung des fran¬ 
zösischen Staates Grammophone und Schallplatten zur 
Verfügung gestellt, um den Reisenden die Abfahrtszeiten 
der Züge und ihre Ankunft in den folgenden Stationen 
bekanntzugeben. Auch die Wartezeiten werden genannt. 

Diese originelle Neuerung findet alter nicht überall 
den Beifall des Publikums und der Beamten, die darüber 
ihre Witze machen und gar nicht erfreut sein sollen, dass 
die Regierung auf diese Weise ihre Sparsamkeit betätigen 
will, um an Personal zu sparen. Es ist wahrscheinlich, dass 
diese Neuerung sich nicht lange behaupten wird, weil die 
Beamten das ihre dazu tun, dass die Grammophone nicht 
richtige Angaben machen und nicht ordnungsgemäss funktio¬ 
nieren, so dass dann Konfusionen entstehen. Das Spar¬ 
system mit Hilfe des Grammophons wird wohl kein langes 
Leben haben. 

- gw - Darf man wegen eines Grammophons sehiessen ? 
Diese merkwürdig erscheinende Frage erfuhr ihre Bejahung 
bei einer Gerichtsverhandlung, die im vorigen Monat in 
Wien ihren Abschluss fand. Die Ursache war ganz ab¬ 
sonderlich. Ein Komponist sass stets in seinem Garten- 
häuschen, das sich im 3. Wiener Bezirk, umschlossen von, 
Wohnhäusern in einem geräumigen Luftreservoir, befindet. 
Er arbeitete dort und freute sich seiner Stille, bis auf einmal 
ein Buchbindermeister auf die Idee kam, sich ein Grammo¬ 
phon anzuschaffen, das seine Weisen in die friedlich«' Stille 
hinaussandte. Darob wurde der Tondichter wütend, der 
auf Rache sann, wie er der Störung ein Ende machen könnte. 
Obwohl es ja ein Instrument w r ar, das vielleicht auch seine 
Kompositionen wiedergeben konnte, wollte er sich mit dieser 
Musik nicht befreunden. Er sandte zu dem Besitzer des 
musikalischen Apparates mit dem Ersuchen ihn abzu¬ 
stellen, damit er seine Arbeit ausführen könne. Dieser, 
darüber erbost, spielte erst recht weiter. Nun brütete der 
Komponist Rache. Er holte sein Jagdgewehr und feuerte 
6 Schüsse in die Luft ab, die durch die ’.au«- Sommernacht 
hallten und die Töne des Grammophons jäh unterbrachen. 
Der glückliche Besitzer des Instruments soll in eine Ohn¬ 
macht gefallen und nachher 4 Wochen krank gewesen sein. 
Er brachte gegen den wütenden Schützen eine Klage ein, 
in der er nicht nur dessen Bestrafung wegen Gefährdung 
der körperlichen Sicherheit, sondern auch 3000 Kr. Schmer¬ 
zensgeld und 2526 Kr. Heilungskosten begehrte. Ueber 
diese Klage wurde kürzlich verhandelt. Der Richter fand es 
für notwendig einen Lokalaugenschein abzuhalten, um sich 
davon zu überzeugen, ob der Ort, an dem die Schüsse gegen 
das Grammophon abgegel«en wurden, von solcher Art sei, 
dass dadurch eine Gefährdung möglich wäre. Der ganze 
Gerichtshof begab sich samt Schriftführer, Angeklagten 
und Kläger in den Garten, wo sich die Untat ereignet hatte. 
In dem Gartenhäuschen wurde dann die Gerichtssitzung 
zu Ende geführt. Nach eingehendem Verhör sprach der 
Richter den Angeklagten zum Schrecken des nervösen 
Grammophonbesitzers frei, mit der Begründung, dass der 
Angeklagte, wie aus der Einvernahme hervorging, die 
Schüsse nicht gegen das Grammophon, sondern in die Luft 
abgegeben hals 1 Da der Garten so gross sei, konnte keine 


G«>fährdung der in der Nähe wohnenden Personen eintretci 
Uelierdies haben die Schüsse gewiss keine Erkrankung dt 
Klägers herbeigeführt, weil sonst auch bei militärisch! 
Leichenbegängnissen das Schiessen eine Gefährdung dt i 
Gesundheit einzelner Leute verursachen könnte. Hier ab« r 
sei stets nur ein einziger Schuss gefallen. Deshalb wimi- 
der Angeklagte freigesprochen, der sich nun freut, da.- 
seine Rache gelang. 

Der Phonograph als Lehrer. Die Rolle eines Lehrers fü 
eine grosse Schule in einem Orte Australiens wird augenblirk 
lieh durch einen Phonographen besetzt, ln diesem austi 
lischen Dorfe, in dem mehrere Farmer ansässig sind, di- 
ihren Kindern einen entsprechenden Schulunterricht gel» 
wollen, bleibt kein Lehrer länger als höchstens ein Jalu 
Die Gründe dafür sind zum Teil darin zu suchen, dass <1 
jungen Farmersöhne und Töchter derart ungebärdig sinti 
dass es bis jetzt noch keiner lehrenden Kraft gelungen ist 
sie zu bändigen. Anderseits aber sind die Lebensverhältni- 
derart primitiv und ist die Besoldung derart gering, dass kci 
gebildeter Lehrer die Absicht haben kann, unter diesen Um¬ 
ständen die Jugend heranzubilden. Was sollte man tun 
Die Kinder mussten doch wenigstens einigermassen in Zm i 
und Ordnung erhalten werden und dabei wenigstens mit «1« 
Anfangsgründen einer Schulbildung vertraut gemacht wv 
den. Man kam also auf den Gedanken, «las Schreiben \- 
den Vätern dieser hoffnungsreichen Jugend den Kind« 
abwechselnd beibrmgen zu lassen, und /.war sollte das 
gehandhabt werden, dass stets eine Woche einer der Farm 
anstatt auf seiner Farm in den Köpfen der Jugend Früch' 
säen sollte. Der ander«* Unterricht ab«*r wird durch ein« 
Phonographen erteilt. Man hat zu dem Zwecke in den zi* 
linierten Ländern die verschiedenen Platten mit den vci 
schiedt*nen Vorträgen besprechen lassen. Jede Platt«- fa— 1 
die Lektion zweier Stunden. Die Kinder müssen das Gehö ' 
dann aus dem Gedächtnis aufsehreiben und zu Hause n 
petieren. Ein — Viehtreiber wacht darül»er, dass die Schul¬ 
jugend während der Zeit, in «1er der Phonograph sein«- 
Amtes waltet, sich ruhig verhält, untl er lässt seine Peitsch 
drohend knallen, wenn die ungebärdige Lebenslust diest i 
Schüler wieder einmal durchdringt. Der Viehtreiber hat 
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Photographie, unterstützt durch verschiedenfarbige, wirksame 
Virage unter anderem das Eingeborenen-Viertel mit den male¬ 
rischen, eigenartigen Lehmhäusern, eine Strasse des Eingeborenen- 
Viertels mit dem ebhaften Hin und Her von Negern, Mohame- 
danern, Indiern etc., die Ankunft eines Zuges auf dem kleinen, 
aber sauberen Bahnhof, den interessanten Verkehr auf der Haupt¬ 
strasse mit Trolleys, Riksbas, Kinderwagen, vornehmen Europäern, 
schwarzen Gassenjungen etc. Ja, sogar die Musik kommt (die 
Schalerkapelle der deutschen Schule), freudig umringt von Gross 
und Klein, ganz wie in Deutschland, ein Kinderfest auf dem 
Bismarck-Platz mit dem schönen Bismarckdenkmal, Europäer am 
Kaffeetisch, belustigt von einem äusserst drolligen Schimpansen, 
eine Turnschule der deutschen Schule mit Reigenübungen, Bock¬ 
springen etc., Exerzitien der eingeborenen Schutztruppe der Askaris, 
welche an Strammheit und Schneidigkeit denen der deutschen 
Kameraden kaum etwas nachgeben. Länge 140m. Codewort: Tanga. 


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auf dar Erda varbreiten werden, sondern auch den furchtbaren Krieg der Luftschiff« gegeneinander 
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Flammenmeer etngehüllt stürzen diese brennend in die Tiefe, auch hierbei Ted u. Verdarben verbreitend 


Dieser Film bedeutet eine Sensation I. Danses auf dem Fümmarkt! 


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No. 150. 


Düsseldorf, 10. November 1909. Erscheint jeden Mittwoch. 


Des Busstages 

halber erscheint unsere J nächste Ausgabe bereits am 

Dienstag, den IS. November. 

wir bitten daher um rechtzeitige (Einsendung der 
Inserate. 

Expedition des ..Kinematograph**. 


vachdruck des Inhalts, auch auszugsweise, verboten 


Die Wege der deutschen Kinematographie 

Von CS. Melcher. 

.Schriftführer der ,,Gesellschaft zur Förderung der 

Lacht bildkunst". 

Eigene Wege ist die deutsche Kinematographie bisher 
nicht gegangen. Aber gerade diese Tatsache lässt uns für 
die Zukunft viel hoffen. Wenn wir einmal begriffen haben 
dass die deutsche Kinematograpide von deutscher Art und 
Kunst bisher noch wenig zu melden wusste, dass sie vielmehr 
ganz in der Konvention des Auslandes befangen war und 
noch ist, so werden wir schon für die nächste Zukunft grosse 
Umwandlungen erwarten dürfen. Ich bin zwar nicht der 
Meinung, dass es wie in der deutschen Literatur oder Kunst 
vor allem beim Theater zu grossen literarischen Schlachten 
und ähnlichen die Welt erregenden Sensationen kommen 
wird. Ein Kunstgebiet, dass ausser in der Kunst so voll¬ 
kommen auf der Höhe der Zeit i-.teht, oder besser, wie man 
gewöhnlich sagt „eine Branche“ wie die kinematographische. 
ist durch ihre Betriebsbedingungen zu stabil, um durch 
kühne Neuerungen, durch die Werke genialer Stürmer aus 
der Fassung zu geraten und die Tageszeitungen und die Zeit¬ 
schriften sind nicht streitsüchtig genug, um erbitterte 
Fehden für und wider die eventuelle Reform in der Kine¬ 
matographie zu führen. Wenn es also einmal eine deutsche 
Kinematographie im engeren und entschiedeneren Sinne 
dieses jetzt etwas nebelhaften Wortes geben wird, so ist es 
wahrscheinlich, dass sie die Folge ruhiger und zielbewusster 
Arbeit in den Filmfabriken sein wird. Deshalb möchte auch 
ich hier nicht von einer neuen umstürzlerischen Filmkunst 
sprechen, sondern nur zeigen, inwiefern die deutsche Kine¬ 


matographie sich bis auf den heutigen Tag ohne geistiges 
Eigentun. zu behelfen wusste. Ich glaube das um so mehr 
tun zu dürfen, als die Zeit, in der sich die deutsche Art auch 
im guten Sinne in der Kinematographie bemerkbar machen 
wirr! nicht mehr fern sein kann. 

Was die Erfindung ces Kinematograpl.cn anbetrifft 
so hat die deutsche Wissenschaft und die deutsche Technik 
ehrenvolle Ruhmestitel erworben, obgleich die praktische 
Verwertung der Erfindung zuerst dem Ausland gelang 
Das Ausland, vor allem Frankreich und England bildeten 
dann auch das moderne Kinotheaterwesen aus. Wenn wir 
uns die geschaffene Organisation näher betrachten, so werden 
wir finden, dass ihre Basis gesellschaftlicher Natur ist 
Wir haben es also mit einem Kunstgebiet zu tun, auf dem 
der Geschmack der Menge herrscht. Die Franzosen haben 
ein besonderes Talent, gesellschaftlich zu wirken, und sie 
haben es auf diesem Gebiete so weit gebracht, dass sie zur 
beliebtesten Nation der Welt wurden. Mit ihrem flüssigen 
und leichten Witz bleiben sie an der Oberfläche der Dinge 
und während unser Ernst, unser ehrliches Wollen, vielen 
Nationen langweilig oder orutal erscheint, erobern sie sich 
im Spiel die Sympathien der Völker. 

Die Franzosen mussten in der Eroberung der Welt durch 
die Kinematographie die erste Attacke reiten und sie mussten 
vermöge ihres Temperaments den ersten Sieg mit seiner Glorie 
davontragen. Denn, da das letzte Organ der Kinemato- 
grapliie, das Kinotheater, eben st» wenig Persönlichkeit im 
modernen Sinne also Individualität zu verlangen scheint 
wie der Durchschnittsfranzose besitzt und das internationale 
Publikum wünscht, da die Masse immer nur an der Ober 
fläche, an der witzigen Form oder der Eleganz und dem 
Schick oder an dem Stoffe Gefallen findet, so entsprach da- 
Temperament des Franzosen den Anforderungen der Kine¬ 
matographie. Der erste summarische Sieg gelang ihrem 
an glücklichen Einfällen so reichen beweglichen Geiste der 
vor allem unterhaltsam sein will. Auch die französischen 
Sitten und Formen, deren Kulturwert seit Jahrhunderten 
die Anerkennung aller Nationen findet, sowie die Ausdrucks - 
fähigkeit des französischen Schauspielers erleichterten di« 
allgemeine Verständlichkeit des französischen Films. 

Paris, dem Herzen Europas, gelang es noch einmal 
einen neuen kulturellen Sieg über die Völker davon zu tragen 
und wiederum drang die französische Sprache, die fran¬ 
zösische Sitte und der sichere Geschmack des Parisers in die 
Städte und Dörfer Deutschlands ein, ohne irgendwelche 







No. 150. 


Der Klnematograpti — Düsseldorf. 


nationale Bedenken au erregen, oder auch nur den kulturellen 
Ehrgeiz de« deutschen j Volkes. zu erwecken Seitdem es 
Kinematographentheater gibt, sind die beliebtesten Schau¬ 
spieler inan möchte sagen die „Volksschauspieler" des 
deutschen Michel Franzosen Weiui man vor einigen Jahren 
während eines Monates zehnmal das Kinotheater besuchte, 
war inan ungefähr imstande, sich in Paris zurecht zu finden. 
Aus Paris stammt Deutschlands beeV*s kinematographisehes 
Bildungsmaterial. Aus Paris stammt der gute dramatische 
Film, der humoristische Schlager, der groteske Film, das 
Märchen- und Zauberstück, der religiöse Film und die meisten 
und die reizendsten Weihnachtsenge., die deutsche Kinder¬ 
herzen im deutschen Kino-Volkstheater entzücken, sind in 
Frankreich geboren. 

Nur die Franzosen konnten die Aufgabe, das Kino¬ 
theaterwesen mit der nötigen Fixigkeit zu organisieren 
lösen Der deutschen Sitte, der deutschen Sprache, unserer 
Kunst und unserem Witz wäre derselbe Erfolg nicht be- 
schieden gewesen. Bevor man die Welt erobert, muss man 
sein eigenes Vaterland besitzen. Damit sage ich genau das, 
was die deutsche Kinematographie vor fünfzehn Jahren 
schon wusste. Wenn das Ziel aber Iteutschland heisst, so 
durfte die Kinematographie eigentlich keine von Frankreich 
oder dem übrigen Ausland schon ausgetretene Wege ein- 
sehlagen, wie sie das tat. Die deutsche Kinematographie 
darf nicht versuchen, im plattesten Sinne des Wortes mit 
dem Ausland zu konkurrieren. Sie muss auf eigenen Wegen 
ihr Ziel zu erreichen versuchen und wenn das Ausland durch 
seine Films vornehmlich die Masse zu unterhalten, zu fesseln, 
zu erziehen, zu heben versucht, so muss Deutschlands Licht- 
bildkunst so gut wie die deutsche Literatur in der Vorzüg¬ 
lichkeit des einzelnen Werkes und damit durch die Wirkung 
auf ein kleineres aber reiferes Publikum zu ihrem idealen 
und materiellen Erfolg zu gelangen versuchen. 

Die Literatur, die mit der Kinematographie so manches, 
besonders die Vielseitigkeit, gemeinsam hat, dürfte hier wohl 
den besten Vergleich abgeben. Eine Literatur, die die¬ 
jenigen Kreise des deutschen Publikums interessiert, die das 
Kinotheater mit Vorliebe besuchen, gibt es Ln Deutschland, 
dem Lande der Dichter und Denker, nicht. Der Detektiv¬ 
roman, der Indianerroman, der grosse populäre Roman, der 
in Deutschland am meisten gelesen wird, ist ausländischer 
Herkunft. Unsere Verleger haben genügend Anstrengung 
gemacht, um die Masse des deutschen Volkes für die vater¬ 
ländische Literatur zu gewinnen, unsere Schriftsteller haben 
versucht, es den Franzosen, Engländern und Amerikanern 
gleich zu tun, die Folge dieser Anstrengung ist kaum bemerk¬ 
bar Der ausländische Detektivroman übt noch immer die 
grösste Zugkraft aus und Tausende, die Sherlock Holmes 
gelesen oder auf der Bühne gesehen haben, kennen Hermann 
und Dorothea nicht. Nun haben wir seit mehr als einem 
Jahrhundert eine deutsche Literatur. Wohin wäre diese 
gelangt, wenn ihr einziges Streben der literarische Massen¬ 
artikel gewesen wäre, wenn sich die Literatur als eine 
..Branche“ betrachtet und ihre geschäftlichen Ziele 
ohne Ideale verfolgt hätte. Das grosse kraftvolle Interesse, 
das die Gebildeten aller Völker an der deutschen Literatur 
nahmen und noch nehmen, genügte aber vollständig, um den 
deutschen Buchhandel zu dem geachtetsten in der Welt zu 
machen. Die ganze deutsche Literatur geniesst in unserem 
Vaterlande und im Ausland die Anerkennung und den 
Ruhm, den sie verdient, obgleich sie heute wie vor hundert 
Jahren unfähig ist, die Masse des deutschen Volkes zu be¬ 
friedigen, d. h. deutsche Detektivromane und ähnliche gang¬ 
bare literarische Ware auf den Markt zu bringen. 

Der Kaufmann, der immer bestrebt sein wird, Bücher 
oder Film wie Brot und Wurst zu verkaufen, wird im Anfang 
immer ein gewisses Widerstreben zeigen, wenn er ein nicht 
ganz verständliches Kunstwerk kaufen und wieder ver¬ 
kaufen soll. Der deutsche Kunsthändler, der deutsche Buch¬ 
händler und Verleger hat aber gelernt, den besondern Ge¬ 


schmack und das gebildete Publikum zu schätzen und au- 
den Tollheiten und Besonderheiten der Kunst mehr finanzi 
eilen Vorteil zu ziehen als aus der allgemeinen Verstand 
lichkeit und massenhaften Beliebtheit eines Werkes. An¬ 
der deutschen Kinematographie kann aber erst etwa.- 
Deutsches werden, wenn sie die Massen Versorgung mit 
l'nterhaltungsstoff nicht mehr als ihre vornehmste Aufgabe 
betrachtet, wenn sie sich also von dem geschäftlichen Stil 
des Auslandes emanzipiert und sich zu deutscher Art 
bekennt. 

Der Idealismus des Deutschen, der uns aus allen deut 
sehen Kunstgebieten entgegenleuchtet, ist in der deutschen 
Kinematographie kaum oder gar nicht zu bemerken Es 
gibt eben noch keine deutsche Kinematographie für da.- 
gebildete Deutschland und doch wird man später nur dies« 
nennen. Gewiss hat auch der Journalismus in Bildern seine 
volle Berechtigung, sein Verdienst und seine grosse glänzend« 
Zukunft. Der dramatische Schundfilm, wie er bei uns durch 
das Ausland angeregt wurde, gehört aber dahin, wo er herkam 
auf die Kirmes. Leider gibt dieser dramatische Schundfilm 
der sich oft genug Kunstfilm nennt, in den meisten Kino 
theatern Deutschlands den Ton an. Dass daher die Dar 
biet ungen dieser Theater mit unserer deutschen modernen 
Kunst absolut nichts zu tun haben und dass sich zwischen 
diesen Kunstgebieten gar keine verwandtschaftlichen Züg« 
auffinden lassen, ist selbstverständlich Das Kinotheatei 
steht daher leider heute noch bei unseren Gebildeten in dem 
Rufe unvornehm zu sein. Ein Film, der unbedingt die Mass* 
befriedigen will und kann, mag, kaufmännisch gesprochen 
eine gute Ware sein. Mit Kunstwerken lässt sich aber mehr 
verdienen. Was wäre die deutsche Malerei, wenn sie fabrik 
massig, gewerblich und nicht nach unkaufmännischen 
künstlerischen Gesetzen betrieben würde, wenn also di« 
Nachfrage massgebend wäre und nicht der kühne Wille de- 
Künstlers. Ein Kunstgebiet ohne Idealismus ist eben keim- 
Der Gebildete wird auf eine solche Branche stets mit Ver 
achtung herabblicken. Denn andererseits kostet einer jeden 
Kunst ihr Idealismus Zeit, Mut und Geld. Und wer sich 
den Anschein gibt, als besässe er diese drei Dinge nicht, der 
braucht nicht zu befürchten, jemals für einen Aristokratei 
gehalten zu werden. 

Leider übt nun die Kinematographie auf unsere Künst 
ler nicht die geringste Anziehungskraft aus. Der Gninö 
liegt in der allzu geschäftsmäßigen Organisation, die nu’ 
Massenartikel gebrauchen kann, die verhältnismässig schlecht 
bezahlt werden. Wenn der Buchhandel alle Bücher übe’ 
einen Kamm scheren und pro Kilo 1 Mark als Ver 
kaufspreis festsetzen würde, ginge das Interesse unsere : 
Dichter und Erzähler schnell verloren. Es genügt, das- 
das Ausland Schund für die Masse liefert. Es genüg’ 
auch, dass das Ausland den Füiaschund, den mittelmässig« t 
und den besten dramatischen Film für das Millionenpubli 
kum liefert. Der Wege, durch das lebende Lichtbild zu Ruhn 
und Geld zu gelangen, gibt es noch viele. Der gutsituiert« 
berühmte Dramatiker oder Dichter oder Maler wird sh 
nicht zuerst betreten und dem Filmfaörikanten die Kast;> 
nien aus dem Feuer holen. Das Interesse ist vollständig 
auf Seiten der Filmfabrikanten. Sie müssen sich an di« 
Herren Idealisten wenden, an die Künstler und an solch 
Gebildete, die imstande sind, ihnen mit Rat und Tat au- 
dieser lebenden Kunstmisere heraus zu helfen. Dafür 
müssen sie natürlich im Anfang einige Opfer bringen 

Wenn es einmal wirklich gute Kunstfilms gibt, wird ach 
der wohlhabende Privatmann gerne einen Kinosalon anleg« i 
oder einen Kinematographen kaufen. Wie viele nicht mehr 
als wohlhabende Leute gibt es, die für 20 000 Mark Bild« ’ 
an den Wänden hängen haben! Warum sollen im Jahre 1912 
nicht Filmsammlungen modern werden. Warum sollen 
gute Kunstfilms nicht pro Meter mit 20, 30 und 50 Mark 
bezahlt werden können, wenn es einmal in der Filmkun- 1 
Boeckirne, Liebermänner, Feuerbäche und ähnliche berühmte 



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No. 159. 


Leute geben wird. Im Anfang eine« jeden smarten Ge¬ 
schäftes ist die Verrücktheit. Ks war eine'Verrücktheit vom 
Grafen Schak, Boocklins unverkäufliche Bilder zu kaufen. 
Diese Verrücktheit hat ihm aber viele Hundert tausende ein¬ 
gebracht. 

An solchen Unregelmässigkeiten, an solchen Experi¬ 
menten und künstlerischen Versuchen fehlt es uns. Die 
Künstler allein haben keine Fabrik und die Fabrikanten 
kt ine Künstler. Denn mit Ideen ist nichts getan. Ein guter 
Film muss keine literarische sondern eine kineuiatographische 
Idee zur Grundlage haben, also etwas, was man nicht gut 
schreiben, sondern nur kinematographieren kann. 

Zusammenfassend: ln der Filmproduktion für die 
Masse ist uns das Ausland überlegen und wird es in abseh¬ 
barer Zeit bleiben. Die deutsche Kinematographie muss 
sich die deutsche Bildung zu erobern versuchen, wenn sie 
im eignen Laude etwas mehr als bisher gelten will Um das 
zu können, muss sie sich irgend woher das nötige \ ertrauen 
und den nötigen Glauben an die Zukunft der Filmkunst 
holen und versuchen, befähigte Kräfte von grosszügigem 
Unternehmungsgeist für sich zu gewinnen. 


Amerikana. 

X. 190». 

Darf Kill Ihnen wan binnen I — Die Kunst gebt na h Brot. Nachteile 
der N' l FUnw. Dnutincho Vorschriften. Mucker und Wnnseralmpel. — 
Zwanzig 1'rezent für wohltätige Zwooiio. — Männchen, die dun Kragen 
hinten zuknopfeu. Dutum, dumm. dumm.'dar Ku mpel geht herum. — 
.Der .Annbhnngigon" Vilm-Not * Ade. Sohuml 1 

Die neueste Erfindung auf dem Gebiete der lebenden 
Bilder-Maschinen ist ein Blase-Apparat, der fortwährend 
kalte Luft gegen die Filmöffnung wirft und so eüi Brennen 
der Bilder absolut unmöglich macht. Man kann den Film 
stundenlang ruhig stehen lassen und das kleir*c Bildchen 
sogar als Glasbild ausgeben und kein Mensch merkt es. Dies 
ermöglicht das Zeigen einzelner Bilder, welche man bis jetzt 
erst mühesauist suchen und dann vergrössern musste. Wie 
gesagt: ein Brennen der Films ist absolut unmöglich und 
sollte der Erfinder leicht Käufer finden für seine Erfindung. 
Tatsache indes ist, dass er damit betteln geht und hierzu¬ 
lande wegen der unverbrennbaren Films keine Käufer findet. 
Ja, ja, es ist eine alte Geschichte: die Kunst geht nach Brot. 

Was übrigens die X-I-Films (un verbrenn bare Films) 
anbetrifft, so ist’s damit noch ziemlich mau. Die Films 
halten nicht, zerreissen nach kurzem Gebrauch, kratzen 
viel leichter als die alte Sorte und kosten dabei noch einen 
halben Cent per Fuss mehr. Das Ausland darf sich eigent¬ 
lich gratulieren, da* East mann keine X-l-Films dahin ver¬ 
kauft. denn man fährt nut den alten Films bedeutend besser. 
Die Klagen über den neuen Film mehren sich täglich und 
sind die hellen Köpfe der Eastmann Kodak Company 
mächtig an der Arbeit, die anerkannten Misstände zu 
beseitigen. 

Währeud die Fabrikanten daran arbeiten, die Films 
feuersicher zu machen, stehen die Behörden nicht still. 
Jede Woche erscheinen neue, drastische Verordnungen, 
die Theater lebender Bilder betreffend und scheinen sich 
die Herren Polizei-Chefs an Sehneidigkeit überbieten zu 
wollen. 

Auch die Mucker und Wassersimpel, die am Sonntag 
gerne alles hermetisch verschliessen möchten, nur die 
Kirchen ausgenommen, versuchen ihr Bestes, dem lebenden 
Bilder-Geschäft Prügel zwischen die Beine zu werfen. 
In Indianapolis, Ind. bewirkten die Herren, welche ihre 
Kragen hinten zumachen, statt vorn, die rückwärts geben, 
statt mit der Menschheit vorzuschreiten, dass Sonntags zu¬ 
gemacht wurde Auf energischen Protest machte der Ober¬ 
bürgermeister den Vorschlag, die Theater spielen zu lassen. 


unter der Bedingung, dass 20% der Sonntags-Einnahmen 
der Stadt für wohltätige Zwecke überwiesen würden. Da 
durch wäre den Armen und Kranken mancher Dollar zu 
gefallen, manche Witwe und manche Waise hätten Goti 
gedankt für unerwartete Hilfe Aber nein, die Schwarz 
rücke siegten auf der ganzen Linie und so bleiben Tränet 
ungetrocknet. Kranke ungeheilt und Arme ungefüttert 
der Kirche aber darf man sein Scherflein des Sonntags 11 

den Klingelbeutel werfen.dumm. dumm. dumm, dei 

Knüppel geht herum ..... 

Trotz aller Sch« erigkeiten blüht die Film-Industrie im 
gelobten Lande. Die Veremigten Fabrikanten bringet 
nach wie vor ihre einundzwanzig Film- Rollen per Woehe aui 
den Markt, was etwa einundzwanzigtausend Kuss ncu< 
Sujets oedeutet und nach wie vor werden diese aufgekaut' 
wie frische Semmeln. 

Dass im Lager der ..Unabhängigen“ nicht alles ist. wi« 
es sein sollte oder gewünscht würde, geht daraus hervor 
dass die unabhängigen Herren sieh mehr als je darum be 
mühen. Films der ,.Vereinigten Fabrikanten“ zu liekommen 
Daraus wird aber lüchts. Nicht nur. dass die Herren kein* 
guten Films abgeben, sie müssen jeden Monat ate Film- 
an die Fabrikanten zurückgeben und zwar genau die Meter 
zahl, die sie vor sechs Monaten kauften. Films z. B.. di* 
im Februar gekauft wurden, mussten im Monat Septembe 
den Fabrikanten zuriiekgegebeu «erden; Films, die im 
März erhalten, «änderten im Oktober zurück und so komm' 
nach und nach aller Schund aus dem Handel und Wandel 
Eine famose Idee der M. P. P. (o. 

Dr Bert hold A. Baer 


| (äSflgg: | Aus der Praxis flÜSflgg) : 

Neue Kinotheater. VV a 1 d. Das Kinematographci 
theater ist im Reichshallensaale eröffnet worden. — R i g ■ 
Ein neues Kinematographen-Theatcr wurde unter dei 
Namen „Monopol" an der Theaterstr. 10 (Elefantenspeichel 
eröffnet. — Oschatz. ln dem Grundstück vom 
..Goldenen Stern“ am Xeumarkt hat ein Herr Helling au- 
Wurzen, der dort zwei Kinematographen-Theater besitz: 
ein gleiches errichtet. — Laurahütte. Richterstr l 
wurde der Grand Kinematograph eröffnet — Glaucha 
Heinrich Friebel eröffnete dahier Marktstr 11 den Kin* 
matograph Edelbräu. — Dirschau. J E. Gandra- 
Gandrassv eröffnet« 1 hier in dem Hause Markt 11 ein stät 
diges Theater lebender Photographien. — Oelsnitz 
i. V. Albrecht Haueiss eröffpete dahier im «.Csittral-Hotel 
Wilhelmstr. 1, ein Zentral-Theater lebender Photographi* ; 
und Tonbilder. — Aalen. Bahnhofstrasse. Ecke Bein- 
strasse wurde das „Apollo“-Kinematographen-Theater er¬ 
öffnet. — Aschaffenburg. Neu eröffnet Central- 
Ki ne matographon-Theate;. 

Allenstein (Ostpr.). Die Stadt hat eine Lust bar kei 
Steuer eingeführt und zwar sollen für Kinematographen untl 
ähnliche Vorstellungen: a) für einen Tag 6 Mk.. b) für eine 
Woche 30 Mk., c) für einen Monat 100 Mk.. für 3 Monate 
200 Mk., für ein Jahr »00 Mk. erhoben werden. 

Leipzig. Wie wir erfahren, hat der in Schaustell« r- 
kreisen und unter den Kinematographenbesitzern rübm- 
lichst bekannte Direktor H. J. Fey, welcher bereits zwei der 
grössten und elegantesten Theater in Leipzig besitzt, noch 
ein drittes unter dem Namen „Wintergarten“ erbaut. Das¬ 
selbe fasst 1200 Personen und ist mit allein Komfort der 
Neuzeit ausgestattet. Der Theatersaal mit Galerie und 
herrlichem Foyer macht einen imposanten Eindruck 
Daneben liegen konzessionierte Erfrischungsräume. Eine 
eigene Kapelle sorgt für künstlerische Musikbegleitung 





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Der Klnemjtognob — Dfasddorl. 


Ein Muater-Theater im wahren Sinne de« Wortes. Zur 
gleichen Zeit hat Direktor Key eine Fabrik kineniato- 
graphischer Apparate eröffnet. Unter «lein Namen Here ule« 
ist ein Apparat in den Handel gekommen, der in Bezug auf 
Stabilität, Sicherheit und tadelloser Funktion als erst¬ 
klassig bezeichnet wird.' 

Breslau. Der Umbau und die Renovation des Elektro- 
Kinematographen-Theaters auf der Nikolaistrasse ist nun¬ 
mehr beendet. Der früher wenig aasprechende Hingang 
und die ziemlich primitive Ausstattung dieses zu den ältesten 
kinemat(»graphischen Unternehmens in Breslau zählenden 
Ktablissements entspricht nunmehr allen Ansprüchen, die 
das in Ausstattung recht verwöhnte Breslauer Publikum 
billigerweise stellen kann; trotz seiner Lage in einer nicht 
gerade zu den fashionablesten Gegenden Breslaus zählenden 
Strasse ist das Theater meist gut besucht und hält sich in 
der Auswahl seiner Films auf der Höhe. — Das neue 
Alhambra-Theater auf der Königsstrasse hat seine Vor¬ 
stellungen unter nicht gerade günstigen Auspizien begonnen; 
der Inhaber, der kein Fachmann ist, wollte durch zwei¬ 
maligen Programmwechsel pro Woche eine besondere 
Attraktion für Breslau bieten, die Spekulation wäre wohl 
auch nicht verfehlt gewesen, wenn man nicht, offenbar 
zwecks Ausgleich der durch den zweimalige!. Wechsel ent¬ 
stehenden Mehrkosten, zu recht alten und abgenutzten 
Filius gegriffen hätte, ein Defekt des Apparates, der sich 
unglücklicherweise auch noch einstellte, hatte nun zur Folge, 
dass fast jeder Film nach wenigen Metern riss, sodass die Vor¬ 
führung eines Bildes entweder nur mit grossen Unter¬ 
brechungen stattfand, oder überhaupt abgebrochen werden 
musste, schliesslich musste das Theater zur Instandsetzung 
der Maschinerie einige Tage schliessci. Bei der Wieder¬ 
eröffnung wird die Leitung hoffentlich die auch der Kasse 
empfindliche Lehre berücksichtigt haben und lieber zu Films 
greifen, bei denen trotz offenbaren Sonnenscheins nicht der 
ominöse ,,Regen" über die dargestellte Landschaft rauscht. 
— Ebenfalls eine kurze Unterbrechung erlitten kürzlich 
die Vorführungen des „Apollo"-Kinos auf der Scheitniger¬ 
strasse No. 18, und zwar war dort in den Abendstunden ein 
Schadenfeuer entstanden, dem ein grösserer Vorrat von 
Film« zum Opfer fiel; entgegen der ersten amtlichen Mel¬ 
dung, die das Feuer auf Kurzschluss zurückführte, wird 
jetzt bekannt, dass der Brand von einem gerissenen Film 
ausging, der in den Lichtbogen der Projektionslampe geriet. 

-n. 

Palast-Theater, Düsseldorf. Demnächst wird in der 
Graf Adolf - Strasse ein modernes, vornehmes Kinemato- 
graphen-Theater eröffnet, für dessen Ausstattung die Erbaue¬ 
rin, die „Theater-Betriebs-Gesellschaft m. b. H ‘\ beson¬ 
deren Geschmack entwickelt hat. Anlässlich der Eröffnung 
werden wir des Näheren darauf eingehen. Dieselbe Firma 
wird auch eine Abteilung für Verleihung der Films ein¬ 
richten. 

-1. Köln. Das Scala-Theater, in dem früher Speziali¬ 
tätenvorstellungen stattfanden, ist nunmehr auch dem Zuge 
der Zeit gefolgt und nach durchgreifender Renovierung 
seiner Räume in ein ,, Scala-Kinema-Tonbiki-Theater‘‘ 
umgewandelt worden. Dieses w urde vor einigen Tagen mit 
einem grossartigen und technisch vollendeten Programm 
eröffnet das>n seiner Art zu den besten zählt, was die kine- 
matographische Kunst in ihren neuesten Errungenschaften 
zu leisten vermag 

Mülheim (Ruhr). Das Viktoria-Theater. Bachstr. 5, 
de« Ludwig van de Loo ging an Alb. Ummelmann über 

Meiningen. Der hiesige Gemeinderat hat einen vom 
Magistrat ausgearbeiteten Entwurf eines Ortsgesetzes über 
die Veranstaltung kinematographischer Vorstellungen abge¬ 
lehnt 

-s- London. The Electric Theatres (1 »08) 
Limited verteilen jetzt eine dritte Interümsdividende 


von 10 %. Die Gesellschaft wird vor Jahresablauf siel« 
weitere Theater in Betrieb nehmen, was die Gewamtzu' 
auf 21 bringt. 

St. Die Direktion des „ Vndrassy,,-k inematograpl 
Theaters in Budapest plant für 7. November ein originell' 
Arrangement, indem sie an diesem Tage unter ihrer spez 
eilen Mitbeteiligung mit einem hiesigen Unternehmer i 
Roy-alsaale eine Kinderschünheits-Preiskonkurrenz verat 
stallet. Das eigenartige dieses Wettbewerbs besteht eigen 
lieh darin, dass nicht allein schöne Preise — insgesamt 4t 
wovon je drei goldene und silberne Medaillen sind, — a 
die schönsten Kindei verliehen werden, sondern hierat 
auch durch diese Firma von den Teilnehmern eine reizen 
arrangierte kinematographische Aufnahme gemacht wir» 
die sodann ausschliesslich in dem fashionablen elegant« 
Andrässy-Theater zur Vorführung gelangt. Es wird di« 
die erste Aufnahme dieses Genres von hiesigen Kindei 
unter sieben Jahren sein. Das Preisrichteramt haben stadt 
bekannte Maler und Bildhauer übernommen Hierin 
beweisen der Besitzer dieses Theaters, Karl Geiszier un 
dessen umsichtiger Geschäftsführer Jul. Schwarz, neu«) 
dings, dass sie unausgesetzt bestrebt sind, das neueste un< 
beste auf dem Gebiete der lebenden Photographie zu prodn 
zieren. Bei Geiszier sah man auch am 18. Oktober sehe 
Bleriot« Flug in Budapest, also einen Tag nach seinem Aut 
flug und einige Tage später dessen Flug in Wien. 

| (sS8gg) | Firmennadirlditen | (sSSBgig 

Berlin. Biophotophon-Theater-Gesellschaft m. b. 11 
Die Gesellschaft ist durch Kündigung zum 1. April l»o 
aufgelöst. Frau Martha Holz geb. Horn in Berlin ist zu> 
Liquidator bestellt. 

Zldc-Zadt jj 

Klerus und Kino-Theater. Die Nachricht, das« 
Mariazell ein Kinematographen-Theatcr errichtet werd« 
soll, hat in den dortigen klerikalen Kreisen grosse Aut 
regung hervorgerufen. Kürzlich fand, wie uns aus Maria/ 
berichtet wird, eine Versammlung mehrerer katholistli 
Vereine statt, in der erklärt wurde, dass die Bahn ohneh i 
einen grossen Zug von Touristen nach Mariazell gebrac 
habe und dass im Falle der Errichtung von Vergnügung 
etablissement« die Gefahr bestünde, dass die Touristen «1 
Gläubigen vollkommen an die Wand di ücken und die Kirc' 
nur mehr ein Museum bilden werde. Pater Abel erklär' 
dass er schon im nächsten Jahre seine Gläubigen nicht me! ' 
nach Mariazell, sondern nach Mariataferl oder ein« 1 
anderen Wallfahrtsort führen werde!' 

| | Heue Films 1 

IC'lpM. 

Christus der Retter ist da (Ein Weihnachten! 
ehen.) Weihnachten ist's und bitter bitter kalt.J Ein armes W. 'b 
sitzt mit ihrem Kinde in der ärmlichen Hütte. Kein Fttakch " 
un Ofen, das sie wirtneu könnte; kein Raun» in» LichtergUi 
Frierend schmieden sie sich Aneinander; das Unglück spricht 
ihren Blicken. Wir wollen uns die Bäume der Reichen anach iu 
M utter!! sagt die Kleine und fröstelnd irren die beiden durch «i«e 
Strassen, während rieselnder Schnee auf sie herunterfällt. Da f«U* 
durch die Fenster eines Hauses heller Lichterglanz auf die Strs — 
Mit staunenden blicken sieht das Kind den strahlenden Baum '!> r 
Reichen und die frohe Weihnachtsfeier, die glückliche Eltern ihre« 
Kindern bereiten. Heller Jubel ertönt, als jedes der Kleinen unter 
dem Baum seinen Lieblingswunsch erfüllt sieht. Da sehen d* e 
Eltern das Ueaichtchen der armen Kleineu am Fenster. Hartln-nng 
jagen sie die Aermste fort. Und weiter wandern sie, die beide« 
Armen, immer weiter, bis sie erschöpft vor der Kirchentür nieder- 





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Aus dem Reiche der Töne 



Synchronismus. 

Die l’ebereinstimmung im Gang von zwei Laufwerken 
ist ein Problem, welches die Mechanik zu manchen Zwecken 
lösen muss. Freilich ist da eine ree it schwierige Aufgabe 
gestellt, und es sind denn auch die ve-sehiedensten Systeme 
ersonnen worden, die ihrem Zwecke mehr oder weniger 
genügen. Auch in der Kinematographie spielen synchron 
arlxätende Laufwerke eine Rolle, wenn die optische Dar¬ 
stellung von einer akustischen begleitet wird, wenn also 
Kinematograph und Grammophon zugleich arbeiten sollen. 
Es ist klar, dass hier auch ein verhältnismässig kleiner Fehler 
verhängnisvoll werden kann. Es wirkt äusserst komisch 
und kann die ernstesten Darstellungen zerstören, wenn die 
Gesten des Sängers nicht mit seinem Gesang übereinstimmen, 
wenn sein (Jesicht etwa noch eine traurige Miene zeigt, wo 
seine Stimme etwas Heiteres vorträgt. Beiläufig sei ein 
Vorschlag für eine humoristische Darstellung gemacht. Man 
versetze einfach absichtlich Bild und Musik derart, dass das 
eine immer in einem bestimmten Intervall hinter der anderen 
herhinkt. Man wird damit einen ganz besonderen Effekt 
erzielen — der aber nie unbeabsichtigt eintreten sollte. 
Wir wollen uns im folgenden ein wenig auf dem Gebiet 
synchroner Laufwerke umsehen. Es soll dabei nicht aus¬ 
schliesslich an die Vorrichtungen gedacht werden, die man 
in der Kinematographie anwendet, «xl«r die man anwenden 
könnte und sollte. Es mag vielmehr allgemeinere Umschau 
gehalten werden, und es soll das interessante Problem in 
weiteren Zügen behandelt werden. 

Wenn zwei Werke synchron laufen sollen, so erscheint 
es zunächst am einfachsten, wenn vom Werk« 1 A, welches 
die Führung übernimmt, eine möglichst unmittelbare Ueber- 
tragung der Bew«‘gung auf B stattfindet, welch letzteres 
Werk also geführt winl Im Kino-Theater, wo die beiden 
Werke räumlich nicht allzu entfernt voneinander stehen, 
wird eine solche Verbindung häufig auf direkt mechanischem 
Wege durch .Stangen hergestellt, welche sich um ihr« 1 Achse 
drehen. Hauptteil ist dann ein langer Stab an der Decke, 
der an den Enden Kegelräder trägt, die wieder mit anderen 
Kegelrädern in Eingriff stehen, welche sich mit senkrecht 
angeordneten Stäben drehen, die ihrerseits wieder mit der 
Achse des Grammophons und einer Achse bei dem Kine- 
matographen verbunden sind. An sich erscheint diese Kon¬ 
struktion einfach und sicher zu sein. Aller natürlich hat 
sie auch ihre Mängel. Wo gäbe es in der Ttxhnik überhaupt 
etwas Vollkommen« 1 « ? B«*i langen Stangen macht sich doch 
immerhin die Torsion, die Zerdrehung leicht benmrkbar, und 
das ist wohl auch der Grund, warum man mit diesem Apparat 
nicht immer zufrieden ist. Es wird wohl auch nicht bestritten 
w«»rden können, dass hierbei erhebliche Massen in Bewegung 
gesetzt werden müssen, wozu selbstverständlich ein b«Ieu- 
ti-nder Krafteinsatz nötig ist. Die Gefahr, dass d« i rsell>e 
nicht immer ganz gleichmässig ausfällt, ist wohl vorhanden 
und diest r Umstand gewinnt leicht Einfluss auf den Gang 
der Werke, deren Tempo seine Regelmässigkeit verliert. 

Synchrone Laufwerke spielen in der Teh-graphie eine 
grosse Rolle und man kann wohl behaupten, dass «li« 1 Technik 
dort ihre erstem Studien gemacht und sich auch die Sporen 
verdient hat. Wohl der einfachste Apparat in diesem Sinne 
war der alte Zeig«*r-Telegraph. Am AlisendtVirt wurde mit 
der Hand ein Zeiger im Kreise über eine Skala bis zu dem 
zu übermittelnden Buchstaben geführt. Eine Kontakt- 
Mer, welche über ein Zahnrad glitt, vermittelte Strom- 
stösse in die telegraphische Leitung, und es war die Anzahl 
derselben abhängig von dem Winkel, um welchen der Zeiger 


gedreht wurde, l>ezw. von dem Buchstaben, bis zu welchem 
man ihn drehte. Die Stromstösse wirkten im Empfangsort«' 
auf einen Elektromagneten, der einen Anker anzog, bezw 
losliess. Dieser griff mit einem Haken über die Zähne eines 
Steigrades, welches Schritt für Schritt weiter gedreht wurd«' 
Mit diesem Steigrad drehte sich ebenfalls ein Zeiger über 
eine entsprechend« 1 Buchstabenskala. Beim Beginn des 
Telegraphieren« waren beide Zeiger auf einen neutralen 
Punkt eingestellt. Drehte man nun den einen langsam 
herum, so musste der andere synchron mitlaufen. Lies« 
inan den erstem Zeiger Ix-ispieLsweise auf H stehen, so ge¬ 
schah ein Gleiches im Empfangsorte, und es wurde tlieser 
Buchstabe damit als der zu üliermittelnde gekennzeichnet 
Wollte man dann etwa ein L telegraphieren, so führte man 
den Zeiger nach einer Weile auf dit l s«m Buchstaben. Sollt*- 
dann A kommen, so musste der Zeiger iilier Z weiter gefühlt 
w erden. Zum Schluss wurde er an'di« 1 Indifferenzstellc zurück¬ 
gebracht. Da» waren synchrone Laufwerke primitiver Art 

Ein anderes System, welches Siemens seiner Zeit mit 
Erfolg bei einem Telegraphen verwendete, beruhte auf dem 
Prinzip des Wagner’schen Hammers, welches auch bei der 
gewöhnlichen eiektrisclum Klingel zur Anwendung kommt 
Bei «len Details des Wagner’sclu-n Hammers wollen wir uns 
nicht aufhalten: es sei nur auf die Hauptsache kurz hing« 1 
wiesen. Es wird der Hammer vom Elektromagneten ang<- 
zogen, geht aller durch die Wirkung einer Feder sofort 
wuxler zurück weil durch seine Bewegung der Strom unter¬ 
brochen worden ist, der den Elektromagneten anregte. Ist 
d«*r Hammer in der Ruhelage zurüekgekchrt, so ist der unter 
brochene Kontakt wieder hergeste lt und es beginnt das Spi« l 
von neuem. Man denke sich nun in eine Leitung zw»i solcher 
Wagner'sehen Hämmer «ungeordnet Es sollen beide mög 
liehst gleichartig konstruiert »ein, sodass sie in Bezug aut 
Trägheit, Elastizität usw. nicht zu stark differieren. Wird 
Strom gegelx-n, so werden jetzt beide Hämmer überein¬ 
stimmend schwingen. Das ist auch leicht abzusehen 
Zunächst werden sie Ixüde angt‘Zogen werden. Da die Lei 
tung jetzt gar an zwei Stellen unterbrochen ist, kehren si< 
natürlich alsbald in die ursprüngliche Lage zurück. Sollt 
nun der eine etwas früher dort an kommen als der ander« - 
so bleibt die Leitung doch so lange stromlos, bis beide die 
Ruhelage erreicht haben. Erst tlann findet wieder eine An 
Ziehung statt, welche «ich auf beide Hämmer erstreckt 
Bringt man mit den beiden Hämmern Haken in Verbintlum: 
welche über die Steigräd«»r greifen, so können damit zwei 
Laufwerke in synchrone Bewegung gesetzt werden. 

Ein sehr gutes Mittel, um zwei oder mehr Werk« 
synchron laufen zu lassen, scheint uns der elektrisch« 
Wechselstrom zu »ein. Wir führen den Wechselstrom einem 
Wechselstrom-Motor zu. Derselbe wird sich genau im Rhyth¬ 
mus des Wechselstromes drehen. Jedt'smal. wenn ein« 
elektrische Well« 1 abgelaufen ist, hat «ich eine Drehung von 
einem bestimmten Wink«übetrage vollzogen. Der Motor 
kann jedenfalls nicht «ohheller laufen, als es der Einladung 
durch den Wechselstrom entspricht. Liefe er nämlich 
schneller, so würde er als Dynamomaschine wirken, also 
Arbeit leisten und seinen unnützen Schwung dabei als Ein 
satz opfern müssen. Auch langsamer wird er nicht laufen, 
wenn man ihn nicht unverständig überlastet. Wenn man 
nun in eine Leitung, die von einem Wechselstrom gespei-' 
wird, zwei möglichst übereinstimmende Motoren einset/t 
so werden sie sich beide im Sinne des Wechselstromes drehen, 
und damit synchron laufen müssen. 

Während die geschilderten Systeme mit einer Be¬ 
wegungsübertragung arbeiten, stellen andere Einrichtung*» 




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beide Systeme gewnssermassen selbständiger. Sie sind stens um einen ganz kleinen Betrag falsch stehen wird, r -eh 

Organismen für sich, die zunächst durch eigene Kräfte zurecht rückt, sodass der Fehler, der etwa aufgelaufen ist, 

bewegt wertlen. Nur von Zeit zu Zeit erfolgt — natürlich verschwindet. Hughes unterhält also keinen eigenen 

auf mechanischem Wege — eine Prüfung, ob der Lauf noch Korrektionsstrom, desse^ Absendung besonders besorgt >er- 

übereinstimmt und eine Korrektur, wo sie nötig ist. Es den müsste, sondern er benutzt geschickt dazu die Strom\ or- 

ist bekannt, dass Karl V. sich damit beschäftigte, zwei gänge, die sich beim Telegraphieren an sich schon abspi- >n. 

Uhren gleichgehend zu machen. Die Lösung der Aufgabe Anders arbeitet der früher bedeutsame Multiplex- 

hat er nicht gefunden — und das Problem ist auch unlösbar. Telegraph von Meyer. Hier hat der Empfangsapparat lie 

Es ist absolut unmöglich, zwei Maschinen herzustellen, die Neigung, etwas zu langsam zu laufen. Infolgedessen bl ibt 

ganz gleich gehen. Aber die gegenwärtige Technik ist doch er natürlich alsbald gegen die Wanderung des Führen 

soweit gelangt, dass die Differenz im Gang zweier Werke zurück. Nun sendet letzterer in bestimmten ZeitintervuIlen 

auf ein Minimum beschränkt wird. Es ist auch nicht mög- einen besonderen Korrektionsstroni ab. Derselbe bl- ibt 

lieh, eine absolut richtig gehende Uhr zu bauen Könnte unter Umständen ganz wirkungslos, indem er auf der and-ren 

man das ausführen, so liessen sich natürlich auch zwei richtig Station gleichsam in die Luft fällt. Ist aber der geführte 

gehende Uhren hersteilen. Und damit wäre das Problem Apparat um einen gewissen Betrag ins Hintertreffen we¬ 
gelos t, zwei absolut gleich gehende Uhren zu bauen — was kommen, so findet jener Strom einen Weg über einen Kon- 

eben nicht zu erreichen ist! Aber man kann Uhren fabri- takt zu einem Relais, welches dem Laufwerk einen >e- 

zieren, die im Jahre um nicht mehr als 90 Sekunden falsch schleunigenden Stoss erteilt, während der sonst wirksam 

gehen. Solche Werke kann man also sehr wohl sich selbst hemmende wegfällt. Uebrigens war die Einrichtung on 

überlassen und man muss nur dann etwa alle Jahre einmal Meyer ungemein verwickelt und sie wurde erst durch den er- 

eine Korrektur eintreten lassen, die wieder den richtigen dienstvollen Mechaniker «Schäffler in Wien in den 70er Jal ren 

Zustand herstellt. Uhren, welche von einer Zentrale ab- des verflossenen Jahrhunderts vereinfach: und verbes rt. 

hängen, werden auch auf mechanischem Wege korrigiert. So erkennt man, dass bereits viel Mühe darauf er- 

So gibt es z. B. Uhren, die eine Stunde lang sich selbst über- wendet worden ist, synchrone Laufwerke zu konstrui< en. 

lassen bleiben, der grosse Zeiger aber, wenn er beim Ablauf Jedenfalls wird behauptet werden dürfen, dass die Elek- 

einer vollen Stunde nicht genau auf der 12 stehen sollte, trizität wolJ als Vermittlerin zwischen beiden Werken 

durch eine Art Schere dahin gedrückt würde. empfohlen werden muss. Man kann dieselbe aus -lern 

Typisch in Bezug auf das Korrektions-System ist auch I^eitungsnetz nehmen oder durch besondere Batterien 

der Apparat von Hughes. Bei demselben werden beide erzeugen. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nach' 

Laufwerke durch eine Pendel-Regulierung auf annähernd Strom aus dem Leitungsnetz zeigt Schwankungen, b<1 

gleiches Tempo gebracht. Hughes benutzt nun den Tele- aber keiner Wartung. Batteriestrom fliesst regeln) i - 

graphierstrom, welcher bei jeder Uebermittelung eines aber man muss auf die Pflege der Elemente bedacht in 

Buchstabens ausgesendet wird, zugleich als „Korrektions- Auf diesem Gebiete lassen sich gewiss noch manche Ert >lgr 

ström“. Es wird nämlich am Empfangsorte ein Daumen erzielen und die Technik wird da noch allerhand Aufg.ilen 

in Bewegung gesetzt, welcherdas Korrektionsrad. das hoch- zu lösen haben. H. B 











































































































































































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aller in unserer Seele (psychologisch gesprochen) einen 
Affekt, eine seelische Spannung Wird diese längere 
Zeit erhalten ur.d nicht durch ein Lösungsgefühl, eine 
Beruhigung altgelöst, so'steigert sieh der Affekt zur Leiden- 
sehaft. Ich will ein Beispiel erzähtn. wobei diese verwerf¬ 
liche Kxaltatinn erreicht wurde. In Clenf sah ich im Cinema 
Pathe freres einen Kunstfilni, bethelt l’Aieul. darstellend 
eine ..geschmackvolle“ Episode aus dem deutsch-franzö¬ 
sischen Kriege. Die deutschen Soloaten. die erst den Vater 
eines Knalten erschossen haben, hängen dann diesen selbst 
an einen Telegraphenpfahl auf (!), weil er aus aufwallendem 
Patriotismus und um Rache für seinen Vater zu nehmen, 
die Telegraphendrähte zerschnitten hat. Es folgt dann 
die Darstellung, wie der Grossvater den toten Knallen ab¬ 
schneidet und nun an den Soldaten, die in seiner Hütte 
saufen und Karten spielen, in ekelhafter Weise wieder Rache 
nimmt. Diese erregenden Handlungen, die unmittelbar 
aufeinander folgten, hatten nun wirklich den Erfolg, dass 
die Affekte der Zuschauer sich zur Exaltation steigerten. 
Die teilnehmenden Rufe und Schreie, das laute Mitfiihlpn 
wurden immer lauter, bis sich am Ende des Bildes die 
Leidenschaft so gesteigert hatte, dass die Zuschauer (nicht 
nur die Jungen) in die Rufe ausbrachen: Nieder mit 
Deutschland! Es lebe Frankreich! (Ich bemerke, dass 
Genf in der Schweiz liegt!) Aus diesem Beispiel möge 
der Verfasser die zur Vorsicht mahnende Regel entnehmen 
Die Handlungen eines kinematographischen Dramas müssen 
alle auf einer mittleren Linie der Spannung gehalten werden, 
da sie an sich durch ihre Füllt schon eine stärkere Erregung 
der Seele verursachen als sonst solche Handlungen, wenn 
sie allein stehen. Es müssen auch zwischen die einzelnen 
Szenen der Handlung handlunglose Bilder oder heitere 
Szenen eingeschoben werden, um die nötige Entspannung 
oder Lösung der Seele herbeizuführen. 

Auch das ist ein wichtiger Punkt, der zum ABC des 
Verfassers von Bilddramen gehört. 

Und noch ein kleines Kunstmittel, das dem Bild¬ 
drama von Anfang an Klarheit in der Handlung verbürgt, 
und das auch meistens schon angewandt wird, wenn viel¬ 
leicht auch oft nur unbewusst. 

In jeder Handlung stehen sich zwei Kräfte gegenüber, 
die meistens durch Personen dargestellt siAd und als Spieler 
und Gegenspieler oder Partei und Gegenpartei bezeichnet 
werden. Im gesprochenen Drama wird jede auf tretende 
Person durch ihre Worte alsobald als zu dieser oder jener 
Partei gehörig erkannt. Auf der Leinwand aber können 
die Menschen eine ganze Weile heru nlaufen, ehe es uns 
klar wird, zu welcher Seite sie gehören. Welche Mittel 
hat da der Verfasser in der Hand, um von vornherein Klar¬ 
heit zu schaffen? Es müssen natürlich äussere sein, und 
dies 3 bestehen darin, dass er Stoffe wählt, bei denen Spieler 
und Gegenspieler verschiedenen Völkern oder Volksschichten, 
Ständen, Berufen usw. angehören. Sehe ich eine Menge 
von Kurgästen auf einer Strandpronienade wogen, so weiss 
ich noch nicht von selbst eine Scheidung der Menschen 
in - Parteien vorzunehmen. Sehe ich aber eine bäuerliche 
Umgebung mit lauter Dorfbewohnern, und dazwischen 
trippelt eine Weltdame herum, dann sind mir sofort Spiel 
und Gegenspiel klar. Der Verfasser des vorhin genannten 
Bildes (ich nenne ihn nicht, da sein Name verdient ver¬ 
gessen zu werden) hatte dadurch, dass er in eine französische 
Landschaft mit französischer Dorfbevölkerung einige Pickel¬ 
hauben hineinsetzte, nicht nur sofort Spiel und Gegenspieler 
klar gestellt, sondern auch die Zeit und die umgebenden 
Ereignisse waren sofort allen klar: denn es hätte da sicher 
nicht der Ankündigung auf dem Programm bedurft, dass 
es sich um eine Episode aus dem 1870er Kriege handele! 
Uniformen unter Zivilbevölkerung, modisch gekleidete 
Menschen unter Bevölkerung in alter Nationaltracht, 
vornehm gekleidete Personen unter einfach und ärmlich 


gekleideter Bevölkerung oder umgekehrt: die verschieden« n 
Berufstrachten gegeneinander gestellt. Menschen verachic- 
dener Rassen usw. usw.. es gibt eine unerschöpfliche Füll« 
von Fällen, wo man die beiden Parteien sofort unterscheid« ! 

Das sind so einige Betrachtungen, die sich ergeben 
wenn man das Wesen des gesprochenen Dramas mit den 
des im Bilde gezeigter vergleicht. Sie mögen dem Verfass« « 
von Bilddramen einige Klarheit b«‘i seiner Arbeit geben 
damit er nicht, sie vernachlässigend, auf gut Glück sein« 
Arbeit zusammenstellt. G. Kleibömer. 


Gleichstrom und Wechselstrom, 

Wenn eine Dynamomaschine •Strom gibt, so kann diese« 
von zweierlei Art sein: es kann sich nämlich um einei 
Gleichstrom oder um einen Wechselstrom handeln. Dei 
Gleichstrom fliesst, wie sein Name schon ausdrückt, ganz 
gleichmässig. wenigstens wenn all«*s ideal zugeht, und mal 
kann ihn mit einem Fluss vergleichen. <1«t immer gleit ! 
tief ist und gleich schnell fliesst. Da erscheint freilich det 
Wechselstrom ganz anders: er schwillt an. nimmt wiedei 
ab, kehrt seine Richtung um, schwillt in der neuen Richtung 
an. um auch da wieder zu verschwinden, und um das ganz« 
Spiel von neuem zu Iteginnen. Wenn man einen solche« 
Wechselstrom durch eine kleine Zeichnung veranschauliche« 
wollte, so müsste man etwa folgendermaßen verfahre« 
Man zeichnet eine wagerechte Linie, die von links nach recht 
den Fortschritt der Zeit bedeutet. Um diese muss sich ein« 
Art Schlangenlinie legen: ein Bogen geht über die Lini« 
dann einer darunter und so fort. So entstehen richtig' 
Wellen mit Berg und Tal. Die Bogen oben, also die Berg« 
bezeichnen den positiven Strom, die Täler den in entgeg'i« 
gesetzter Richtung laufenden negativen. Solche Lini«« 
wie wir sie uns eben gezeichnet haben, sind dem Physik« 
sehr wohl bekannt: die elastischen Bewegungen verlauf«« 
überhaupt so. Freilich müssen die Kurven dabei eine I» 
stimmte Form haben, die man als Sinuslinie bezeichn«! 
doch auf diese Feinheit soll es uns hier nicht apkomm«« 
Eine solche Linie würden wir übrigens auch erhalten, wenn 
wir hinter einem Uhrpendel einen breiten Streifen weiss« «« 
Papiers abw ärts bewegten und die Linse veranlasst«« 
durch einen Stift oder dergleichen ihre Tätigkeit auf/.« 
zeichnen. Freilich würde das Pendel dabei in seiner Bew < 
lichkeit recht gestört werden: alter wir wollen den Vorgang 
ja auch nur in Gedanken ausführen — und da schad« t 
die Reibung nichts. 

Der Laie wird nun vielleicht die naheliegende Fm-' 
auf werfen: was ist nun besser, Gleichstrom oder Wechsel - 
ström? Sehen wir einmal zu. 

Wir wollen den Leser ganz gewiss nicht mit der Be¬ 
schreibung einer Gleichstrommaschine aufhalten, aber wir 
müssen ihn hier mit einem sehr kritischen Teil dieses Ap- 
parates bekannt machen: wir meinen den Kollektor. Die- r 
besteht aus einer grossen Anzahl von Kupferstäben, die auf 
einem Zylinder nebeneinander liegen. Zu ihm wird <i< r 
im Anker erzeugte Strom geführt, und dann wird er durch 
sogenannte ..Bürsten“ — sie sind freilich bisweilen massiv 
— dort abgenommen. Nun ist aber die Anordnung die.-«' r 
Stäbe nicht so ganz einfach. Sie müssen hübsch geg« 
einander isoliert sein, damit der Strom nicht von einem 
zum anderen Stabe fliesst, das heisst also, sie s«tllen aus¬ 
einander rücken. Andererseits aber wieder möchten >"* 
möglichst nahe aneinander liegen, damit die Bürsten k« «ue 
zu grossen Zwischenräume zu überspringen brauchen. Nal ür- 
lieh hat man heutzutage gelernt, gut wirkende Kollektor«'" 
zu bauen, aber der Kollektor bleibt immer ein teures Stück 



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aber den zweiten Draht in beisp eisweise 10 Windungen 
herumlege, so wird natürlich jede Windung geschnitten 
und damit eine lOmal so hohe Spannung induziert. 

Die sogenannten Transformatoren können denn nun 
nach folgendem Prinzip eingerichtet sein. Der ursprüng¬ 
liche Wechselstrom wird durch eine Spule geführt, welche 
wenige und' dicke Windungen enthält. Um diese liegt 
dann eine zweite mit vielen dünnen Windungen, aus welcher 
sehr hochgespannte Ströme von geringer Stärke in massig 
dicken Drähten zu einer entfernten Arbeitsstelle geleitet 
werden. Hier werden sie gewöhnlich durch einen in um¬ 
gekehrtem Sinne wirkenden Transformator wieder auf 
diejenige Niederspannung gebracht, welche für den prak¬ 
tischen Bedarf notwendig ist. 

So hat jeder der beiden Ströme seine Aufgabe, deren 
Lösung ihm sein Kamerad nicht abnehmen kann. Die 
Galvanoplastik und die Akkumulatoren brauchen Gleich¬ 
strom, während die Transformatoren nur bei Wechselstrom 
ihren Dienst verrichten. Verhältnismässig günstig liegen 
aber die Verhältnisse bei der Beleuchtung: habe ich irgend 
eine Glühlampe, eine Osramlampe oder dergleichen, so kann 
ich dieselbe sehr wohl mit Wechselstrom betreiben, wenn 
mir der Gleichstrom nicht zur Verfügung steht. Bq. 

(Technische Beleuchtun.s-Korrespondenz.) 


| CsQflgg) | Aus der Praxis fl CäSflgg)"| 

Düsseldorf. Im hinteren Saale des Konzert- und Ball¬ 
lokals Ederer, Friedrichstrasse, wird am 20. November ein 
ständiges Theater lebender Bilder errichtet. 

obr. Dresden. Die beiden Tonbild-Theater 
in Altstadt und Neustadt, sowie der Kineraatograph auf 
dem Altmarkt erfreuen sich stets regsten Besuches. Sie 
sind die ersten der Residenz. 

St. Avold (Lothr.). Eine Kinematograpkengeaellschaft 
ist hierselbst gegründet worden und zwar sind die Gründer 
die Herren Innold, Kaufmann. Maga und Wilhelm. Das 
Unternehmen wird im Saale der „Germania “ domiziliert 

Weissenfels. In Reichardswerben explodierte im Gast¬ 
hof Thüringer Hof, wo der Fahrradhändler} Götze aus 
Weissenfels einen Kinematographen vorführte, der Benzin¬ 
behälter. In wenigen Augenblicken stand die Bühne in 
hellen Flammen. Die gesamte Bühneneinrichtung ver¬ 
brannte. 

Luzern. Eine elektrische Lichtbühne grossen Stils 
wurde hier in der Florahalle eröffnet. Unternehmer ist 
die Firma Hofmann & Meyer, Kinematographische Unter¬ 
nehmungen in Zürich. Es wird mit der Lichtbühne ein 
Tonbildtheater eingerichtet, in dem ein besonderes Haus¬ 
orchester mitwirkt. 

-s- London. The Londoner Kinemato- 
g r a p h Co. beschloss, ihr Aktienkapital von 50 000 
auf 200 000 Pfd. Sterl. zu erhöhen. Die Gesellschaft über¬ 
nimmt unter anderem die Lumiere-Rechte für England 
und die englischen Kolonien mit Ausnahme Kanadas 
zum Preise von 50 400 Pfd. Sterl. Aus den Lumtere-Rechten 
erwartet sie einen Gewinn von 23 000 Pfd. Sterl. pro Jahr. 
Das Unternehmen steht wegen der Eröffnung von 20 
Kinotheatern in Unterhandlung, aber schon bei dem jetzigen 
wesentlich kleineren Betrieb soll sich der wöchentlich 
erzielte Reingewinn auf über 4000 Mark stellen. 

St. Petersburg. Im Gebäude des verkrachten „Co¬ 
losseum“' ist ein neues Kinematograph - Theater „Oasis“ 
eröffnet worden, welches ziemlich fleissig besucht wird. 

-s- London. Die Warwick Trading Co. 
ist von dem Verband der Filmfabrikanten zurückgetreten. 
Als Grund dafür wird angegeben, dass der Verband mit den 


Filmverbrauchern nicht auf gutam Fusse steht. — Di« 
Cines Co. hat ihre Bureaus nach 18, Charing-Cross 
Road verlegt. — The International Film Co 
ist von Cecil Court naeh 46, C'haring-Cross Mansions, W. (' 
verlegt worden. 

-8- In England ist seit einiger Zeit infolge des starken 
Angebots von Films eine Praxis ins Leben getreten, die im 
Interesse der Behauptung der Preise und der Aufrecht 
erhaltung der Leistungsfähigkeit der Filmerzeuger im hoch 
sten Grad zu bedauern ist. Bekanntlich stellt sich in Eng 
land der Preis für neue gute Films auf 4 Pence pro Fus> 
und obzwar es in den Ankündigungen heisst, dass diese> 
der Nettopreis ist, fangen doch einige Firmen an, ihren 
Kunden auf diesen Preis einen Rabatt von 5—10% zu 
bewilligen. Die Klage, die unter den Filmfabrikanten 
vereinbarten Preise nicht einzuhalten, richtet sich nament 
lieh gegen ein französisches Haus. Die Mehrheit der Fabri 
kanten ist natürlich bestrebt, die Preise aufrecht zu erhalten 
ein kleiner Teil aber sucht durch Raba'tbewilligungen 
seinen Kundenkreis zu erhöhen. Es bleibt abzuwarten 
welche Partei am besten dabei fahren wird. Zur Zeit 
sind die ohne Rabatt liefernden Firmen so stark mit Auf 
trägen versehen, dass sie sich absolut weigern, besonder* 
Vergünstigungen zu bewilligen. 


1 Berlin.®" Neu eingetragen wurde die Firma” Offen« 
Handelsgesellschaft Internationales Filmatelier Döring u 
Lutze, Berlin. Gesellschafter sind die Herren Hermani 
Döring, Kaufmann, und Herr Erkner. Max Lutze. Photo 
graph in Berlin. Die Gesellschaft hat am 1. November 190! 
begonnen. 

obr. Dresden. L T eber das Vermögen der Innaberin de- 
Imperial-Kino, Moritzstrass«« 3, der Frau A. F. L. verehel 
Mucke geh. Bauermeister, Pirnaische Strasse 19, ist da 
Konkursverfahren eröffnet und Auktionator Schlechte 
Amalienstrasse 12, zum Konkursverwalter ernannt worden 
Forderungen sind bis 30. November anztimelden. 


ltsSflgg)|| Verkehrswesen ||(sglilgg)| 


Zollfakturen für die Türkei. Gemäss dem Zollreglenicn 
vom 1./14. August laufenden Jahres muss jede der Zoll 
behörde mit einer Einfuhrdeklaration übergeliene Faktur* 
im Originale vorgelegt werden und die eigenhändige Unter 
schrift der ausländischen Firma oder Fabrik tragen, die di« 
Ware verkauft und die Faktura ausgestellt hat. Die General 
direktion verlangt, dass die Unterschrift die Richtigkeit der 
Faktura folgendermassen bescheinigt: „Wir bescheinig*-'■ 
hiermit, dass obige Faktura richtig und die einzige von 
unserer Firma über die erwähnten Waren ausgestellte ist 
(Hierauf folgen Unterschrift und Datum.) Die Import 
firmen haben die genannte Bestimmung des Reglement«--* 
den ausländischen Firmen und Fabriken, von denen sic 
ihre Waren beziehen, mitzuteilen. (Handelsmuseum.) 

Mahnung zur Vorsicht: Nebenausstelluns in Buen*>— 
Aires 1910. Aus Anlass der Zentenarfeier der Unabhängig 
keit der Argentinischen Republik finden im nächsten Jahre 
in Buenos-Aires die folgenden vier offiziellen internationalen 
Ausstellungen statt: die „Internationale Eisenbahn- und 
Verkehrsmittel-Ausstellung“, die „Internationale Land¬ 
wirtschaftliche Ausstellung ", die „Internationale Kunst- 
Ausstellung““ und die „Internationale Hygiene-Ausstellung 
Daneben wird nun, wie es ähnlich bei grossen internationalen 
Ausstellungen — so vor allem bei der Weltausstellung 
Paris 1900 — der Fall war, gegenwärtig der Versuch gemacht. 
unter der Bezeichnung: „Weltausstellung in Buenos-Aires 
1910“ eine Nebenausstellung zu inszenieren, in der alle nn g 




Der Kinematograph — Düsseldorf. 


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No. 151. 


Der Klnematograoh — Düsseldorf. 


liehen Erzeugnisse zur Vorführung ir.d Medaillen aller Art 
zur Verausgabung gelangen sollen, Dt. man auch in Deutsch¬ 
land mit der Propaganda für diese Nebenausstellung be¬ 
gonnen hat. macht die „Ständige Ausstellungskommission 
für die Deutsche Industrie“ ausdrücklich auf den Vorgang 
aufmerksam, der geeignet sein muss, Verwirrung auch in 
heimischen Interessentenkreisen hervorzurufen. 


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vom Patentburoau J- Bett A Co. 

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kunft über alle Patent-, Gebrauchsmuster- und Waren- ; 
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57a. 216 236. Vorrichtung «um Zentrieren der Bilder bei Kine¬ 
matographen. hei welcher die den schrittweisen Vorschub de» Bild¬ 
bandes bewirkende Sclialttrommel in einem feststellbaren Dreh¬ 
gestell gelagert i»t. Mesatera Projeetion, CS. m. b. H-, 
Berlin. 14. 6. 08. M 53 257. 

57a. 216 237. Flachfilmpackung mit einem Filmträger aus 

zickzackförmig gefaltetem Band, auf welchem die einzelnen Films 
längs einer ihrer Kanten befestigt sind. Johann Georg Schneider 
Würzburg, Ludwigskni 17. 14. 11. 08. Sch. 31 372. 

57a. 216 320. Feuerschutz Vorrichtung für Kinematogranhen- 

hildbändor mit einer elektro-magnetisch betriebenen VerHcfiluas- 
klap|>e im Strahlengang der Beleuchtungsquelle. Eugene Louis 
Amedfä- Lertournö, Rouen, Frkr. 

Gebrauchsmuster-Eintragungen: ^ 

57a. 394 532. Bildband für Kineniatographen mit mehr als 

einer Bildreihe. Carlo Kossi, Turin. 

Patent -Anmeldungen: 

42g. F. 24 955. Schalldose für Speechmaschinen, deren Ge¬ 
häuse zwei Ansätze besitzt, in denen die mit dem Nadelträger und 
der Nadelstange verbundene, mit rundan oder teilweise runden 
Stimenden versehene Traverse geführt oder gestützt ist. Alex 
Fischer, Kensington, Engl. 


Patent-Erteilungen : 

42g. 216 499. Spreclunasclimc mit einem bohlen, schwingenden 
Schallarm, der am Trichterende in einem Kugelgelenk gelagert ist 
und durch einen federnd gelagerten Bolzen gegen das Trichterendc 
gedrückt wird. Georges Carette ft Co., Nürnberg. 28. 1. 08. 
C. 16 395. 

42g. 216 617. Einrichtung zum selbsttätigen Anhalten von 

Sprechmascliinen mit wagerecht schwingendem Schalldosenträger 
nach Beendigung des Vortragsstückes. Deutsche Grammophon 
Akt.-Gea.. Berlin. 26. 4. 08. D. 19 948. 

83a. 216 515. Uhr mit Sprechmaschine zum Ansagen der Zeit 
Franz Seelau, Berlin, Neue Hochstr. 30. 3. 7. 08. S. 26 965. 

Ntue in Frankreich zum Patent angemeldete Erfindungen. 

* f ' ■ „Kinematograph.“ 

11 033/402 322. E. Laussedat, Sicherheitskinematograpli- 

flBtS^Bfl Geschäftliches ||B[^S)B|| 

Feuerlöscher im Kino. Veranlasst durch einige in letzter Zeit 
vorgekommene Schadenfeuer in Kinematographen-Theatern wollen 
wir nicht versäumen, unsere Leser auf strengste Beobachtung der 
Polizcivorschriften aufmerksam zu machen, und namentlich auch 
eine Vntersuchung der vorhandenen Feuerlöscher eindring 
liehst zu empfehlen. Fis gibt solche Löscher, die im Lauf der Zeit 
unbrauchbar werden, und in. Falle der Not versagen. Man soll 
sich bei Anschaffung von Iwischmittel immer eine schriftliche Erklii 
rung gellen lassen, dass der betreffende Fabrikant die vollständige 
Brauchbarkeit für eine gewisse Zeit gewälu-leistet. Im letzten 
Frühjahr war in unserer llruckerei ein Schadenfeuer ausgebrochen 
und wir schafften neben unseren Hydranten noch Apparate für den 
Handgebrauch an. Unter änderet« unterzöget’ wir tlen Apparat 
K a d i k a l " einer Probe. Auf unsemi Fabrikhof wurde ein 
hoher Stoss Holzwolle, Bretter, Balken. Putzwolle, welche mit 
Terpentin, Benzin. Petroleum etc. getränkt waren, angezündet. 
und alsbald schlugen 3 Meter hohe Flammen empor. Auf einen 
Schlag auf den Knopf des Apparates entquoll diesem ein dünner 
Strahl mit Chemikalien durchmischten Wassers und in 2 bis 3 Mi 
nuten war das Feuer vollständig gelöscht. Dies glanzende Ergebnis 
veranlasst»’ uns. den „Radikal“ in den verschiedenen Räumen 
unseres Betriebes einzuführen. 



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Der Klnematograph — Düsseldorf. 





































































































No. 151. 


Der Klnematognph — Düsseldorf. 


Aus dem Reiche der Töne 


Mystikon. 

Von Max Olitzki. 

Sonnabend, den 30. Oktober 1900 war’s, als man 
sieh im Wertheimschen Prachtbau in der Leipzigerstrasse 
vom Lift in das vierte Stockwerk hinaufgleiten liess, 
um mittags zwölf Uhr den kleinen intimen, vornehm 
uiisgpstatteten Musiksaal betreten zu können. Die herbst¬ 
lichen Sonnenstrahlen beleuchteten die kleine Schar Musik¬ 
verständiger. die da kamen, um ein Wunder zu erleben, 
das ihnen von der bekannten Leipziger Fabrik Popper 
& Co. versprochen wurde. Wie oft aber wird etwas 
versprochen und wie oft wird solch Versprechen nicht ein- 
gelöst! Oder vielmehr ist der Glaube beim Erfinder stärker 
als beim Publikum, das einer neuen Sache grösstenteils 
skeptisch gegenübersteht. Ist man zwar auf dem Gebiete 
der mechanischen Musikwerke verwöhnt (man denke 
an die Reproduktionsklaviere!), so verblüffte uns diesmal 
die letzte Erfindung und das einzig dastehende Fabrikat 
der Firma Popper, das Mystikon. — 

Der Name schon deutet dahin, dass Geister ihre Hand 
im Spiele halten, denn mystisch mutet es an. hört man nur 
und sieht nichts. Man sieht keinen Menschen, man sieht 
nur ein kleines, dunkel gebeiztes im gothischen Stil gehal¬ 
tenes Orgelgehäuse und aus ihm dringt ein prachtvoll 
satter Ton an unser Ohr. Man vernimmt ihn nicht nur, 
man empfindet sogar die Wärme, die Individualität, die 
er enthält. Er muss mithin von Menschenhand gebildet 
sein, denn er tritt nüanciert auf. im Piano wie im Forte, 
mit Expression und ohne oder mit geteilter. Man hat es 
also mit einer von Künstlerhand gespielten Reproduktion 
zu tun und zwar einer auf dem Harmonium. Das Mystikon 
ist, um es kurz zu sagen, ein Reproduktions-Har¬ 
monium und zwar das einzige, das bis dato existiert 
und voraussichtlich das alleinige bleiben wird, denn es dürfte 
schwerlich überboten werden. Es kann meiner Meinung 
nach überhaupt nicht überboten werden, weil es alles wieder¬ 
gibt. was der Künstler ihm anvertraut hat und zwar mit 
einer photographischen Treue, die einfach mystisch stimmt, 
ergreifend wirkt. Man muss bei geschlossenen Augen 
das von Prof. Bie bearbeitete ..Waldweben“ gehört haben, 
um mich zu verstehen. Man muss den Choral aus den 
..Meistersingern“ „Da zu dir der Heiland kam“ mit seiner 
breiten Ausladung in dieser Mvstikon'sehen Tonfülle ver¬ 
nommen haben, um zu begreifen, dass Superlative nicht 
ausreichen, wollte man Herrn Popper für seine geniale 
Schöpfung danken. Bedenkt man. welche Schwierigkeiten 
zu überbrücken waren, um das Harmonium reproduktions- 
fähig zu machen, so muss man die hohe Intelligenz, den 
immensen Fleiss und die erfinderische Eingebung bewundern 
und dies neue Musikwerk mit Recht als Wunder bezeichnen. 

Das Mvstikon beherbergt 6*/s Spiel, 22 Zugregister, 
drei Knieschweller und doppelte Expression. Man setzt 
es in Tätigkeit ähnlich wie das Reproduktionsklavier, 
indem man di» Paniemotenrolle in den Apparat einlegt 
und auf einen Knopf drückt. Es kann an jede elektrische 
Leitung angeschlossen oder durch Akkumulatoren ange¬ 
trieben werden. Hat man durch das Reproduktionsklavier 
das Spiel der bedeutendsten Pianisten und Komponisten 
für ewige Zeiten fest gelegt, so wird man diesen Notenrollen 
die der grössten Harmoniumkünstler beigesellen müssen, 
die für die snäteren Geschlechter auflwwahrt bleiben, 
damit unsere Kindeskinder sich erfreuen können an dem 
grossartigen Spiel der einst bedeutsamsten Organisten. 
Nicht nur freuen, sondern lernen werden sie davon, wie ein 


Kämpf, Irrgang, Fischer, Stabernack und Pönitz die Re 
gister gewechselt hatten, in welch klassischen Linien ih* 
Spiel sich bewegte, wie sie einem Bach, einem Reger gerecht 
wurden. Ohne jedes manuelles Hinzutun hören sie. Durcl 
einen Druck auf ein;*n Knopf zaubern sic, zitieren sie di« 
musikalischen Geister, schwören sie eine Musikwelt herauf 
in der Sphärenklänge ertönen, in der gewaltige Tonmasscii 
sich auf sie schütten, die in ihrer dynamischen und rhythmi 
sehen Verteilung der Ebbe und Flut gleichen. Das Zukunfts¬ 
harmonium mit Ewigkeitswert ist Mystikon. 

Und heute? Wir schätzen uns glücklich noch erleb*, 
zu haben, dies Zauberwerk aus der Taufe zu heben und de 
Mitwelt von seiner Wirkung, von seiner Perfektion erzählen 
zu dürfen, denn es hinterlässt nicht nur den höchsten 
künstlerischen Genuss, sondern ist von aussergewöhnlich 
pädagogischer Bedeutung, deren Spezifizierung mit der 
Raum nicht gestattet, jtidoch darf die Kinematographi« 
nicht achtlos an diesem Reproduktionskunstwerk vorüber 
gehen. Für sie eröffnet es ganz neue Perspektiven von 
ungeahnter Schönheit, von Stimmungsmalerei, deren satt« 
Farben auf die Zuschauer und Hörer Erbauung auslösen 
werden und müssen. Gerade in dem Moment, wo die Klagen 
ül»er die beleidigende Musikbegleitung hei den einzelnen 
Bildern sich häufen und das zahlende Publikum verlangen 
darf, eine den Sujets sinnvolle Musik zu hören, wo di« 
Besucher eines Kinotheaters sich mit Recht gegen di« 
grösstenteils stüni(>erhaften musikalischen Illustrationen 
seitens eines Klavierpaukers empören, kommt uns dieser 
Apparat. Welch eine apart- Abwechselung bietet er in 
einem Ih'ogramm' Man denk«- sich in dem Dunkel unsere] 
Theater auf der Projektionsleinwand dieses einer Orgel 
ähnelnde Harmonium, davor Meister Irrgang oder Bi« 
sitzend; man s«‘he und höre, wie diese Herrscher der Re 
gistrierkunst ihre Phantasien vor uns entstehen lassen 
Oder man wähle eine ihrer Notenrollen zu einem geistliche! 
Bilde! Ist das dann nicht höchste Kunst, die das Kino 
theater bietet ? Wird in solchen Augenblicken nicht ver 
gessen werden, dass man in einem Tonbildtheater sitzt 
Die Kinobühne wird hei derartigen Vorführungen zur Kirche 
sie erhautdann und dürfte sich dadurch die Zahl ihrer Freund« 
vergrössern. Da wir mehr Anhang liedürfen, sollte man 
zum Mystikon greifen, denn dieses Werk wird Wundei 
wirken auf Zuhörer wie auf die Kasse des Theaterbesitzers 


Notizen. 

Krefeld. Drei Caruso-Abende in der 
„Ewige Lamp e“. Was man sich in Berlin, London und 
Paris leisten kann, das können wir uns hier in Krefeld auch 
leisten, nämlich Caruso-Abende. Nicht die Berliner im 
Kgl. Opernhaus allein sollen das Vergnügen haben, auch 
wir Krefelder können seinem gottbegnadeten Gesang 
lauschen, und zwar in der „Ewigen Lampe“, Ecke Ost- un«l 
Südwall. — Caruso ist bescheiden, er drängt sich nie vor. 
stellt sich nie in den Vordergrund. Deshalb ist er nicht 
allein gekommen, sondern hat die Emmy Destinn, di« 
Geraldine Farrar und andere mehr mitgebracht. Diese dni 
Sterne am Himmel des Operngesanges lassen hier ihre 
«Stimmen erschallen und sich vom Hausorchester begleiten. 
Wenn man die Augen abwendet, so glaubt man, der Welt 
grösster Tenorist, die Destinn oder Farrar, Tetrazzini oder 
Kraus selbst müssten auf dem Podium stehen, so täuschend 




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No. 151. 


Der KInematograph — Düsseldorf. 


gibt der Apparat, aus dem gesungen wird, die Stimmen 
wieder. Und das hat mit ihrem Grammophon die Firma 
Lenzen u. Co. getan. Der grosse Wto-f ist wirklich gelungen, 
der ideale Unterhaltungsapparat ist erfunden und in der 
„Ewigen Lampt “ kann -man die Probe auf das Exempel 
machen. Zwei Caruso-Abende sind vorüber, am Donnerstag 
ist der dritte, der hoffentlich ebenso gut besucht wird, wie 
die beiden ersten. 

Düsseldorf. Graramophon-Spez .tlhaus, Gesellschaft mit 
beschränkter Haftung, mit dem Sitae der Hauptnieder¬ 
lassung Berlin und Zweigniederlassung hier. Der Gesell¬ 
schaftsvertrag ist am 27. Februar 1901» errichtet Gegen¬ 
stand des Unternehmens ist der Vertrieb von Fabrikaten 
der Deutschen Grammophon-Aktien-Gesellschaft und der 
Internationalen Zonophon Co., Gesellschaft mit beschränkter 
Haftung in Berlin, die Herstellung bezw. der Vertrieb 
anderer Artikel, sowie der Erwerb von Handelsgeschäften, 
welche Sprechmaschinen und einschlägige Artikel führen. 
Das Stammkapital beträgt 100 000 Mark. Geschäftsführer 
ist Kaufmann Ludwig Berliner in Charlottenburg. Sind 
mehrere Geschäftsführer bestellt, sc« wird die Gesellschaft 
durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäfts¬ 
führer und einen Prokuristen vertreten. 

Wittlich. (Rheinland.) Die Stadt hat vom 1. Oktober 
ab eine Lustbarkeitssteuer eingerichtet, und zwar werden 
für die Aufstellung von größeren Musikautomaten jährlich 
100 Mark erhoben. 


Allenstein. (Otpreussen.) Die Stadt will eine Lust- 
1 barkeitssteuer einführen und zwar sollen für mechanische 
Musikinstrumente jährlich 36 Mark erhoben werden. 

-gw- Der Phonograph als Unruhestifter. Zu einem 
förmlichen Aufstand kam es am 19. Oktober im Vilajet 
Syrien der Türkei im Dorfe Kanittra wegen eines Phono¬ 
graphen. Die Türken sehen das Musizieren an hohen Fest¬ 
tagen religiösen Charakters nicht gern, besonders dann, 
wenn es zur Gebetsstunde geschieht. Ein Phonograph 
brachte sie al>er an diesem Tag in grosse Aufregung, weil 
er gerade zur Zeit in Funktion gestellt wurde als die Gebets- 
stunde begonnen hatte. Der Kaimakam, ein öffentlicher 
Funktionär des Ortes, hatte zum Vergnügen seiner Fa¬ 
milienangehörigen einen Phonographen, nach anderer Mel¬ 
dung ein Grammophon, so laut konzertieren lassen, dass es 
auf der Strasse gehört wurde. Eine grosse- Menschenmenge 
sammelte sich an, die, von reaktionären Leuten des alten 
Systems auf gestachelt, sich in ihren religiösen Gefühlen 
verletzt erklärte. Sie drangen wütend in das Haus ein. 
zerstörten alles, was ihnen in den Weg kam und ergriffen 
den Kaimakam, dem sie Vorwürfe wegen seines so fort¬ 
schrittlichen Denkens machten. In dem entstandenen 
Wortstreit kam es zu einer Prügelei. Die erregten Leute 
hielten auf den Kaimakam ein, den sie lebensgefährlich ver¬ 
wundeten. Das Grammophon hatte also eine förmliche 
Revolution angerichtet, die vielleicht den Tctd dieses öffent- 
ichen Funktionäre im Gefolge haben wird. 



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No. 152. Düsseldorf, 24. November 1909. Erscheint jeden Mittwoch. 


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XI. 1909. 



..Die l-P-P-C haut die F-I-T-U und die M-P-P-C 
singt Heissajuehe." (Der Vers ist von mir. Karoline, die 
Musik aber müssen Sie sich schon von Edison dazu kommen 
lassen — siehe das Kinetogram.) 

Ja, so geht es. wenn man mit Buchstaben um sich haut 

Wie die Leser des ..Kinematograph” wissen, war die 
..Internationale Projecting and Producing Company“, die 
..Unabhängigen”, das tiegengewicht der ..Motion Picture 
Patents Company", oder des „Trust". J. J. Murdock 
war der Zwerg, der den Goliath erschlagen werde, hiess 
es im Lager der Unabhängigen. Alle ausländischen Fabri¬ 
kanten wurden von der 1-P-P-C vertreten: Versprechungen 
wurden den Fabrikanten gemacht, dass diese sich bereits 
als Millionäre fühlten und Anleihen auf die kommenden 
Gelder machten. Millionen lagen in der Luft — — sie 
liegen noch dort. Bald sahen die Fabrikanten ein. dass 
man von den Millionen in der Luft keine Arbeiter bezahlen 
kann und so wachte eines schönen Morgens die 1-P-P-C 
auf und war minus Films. Die ausländischen Fabrikanten 
hatten sich einem neuen Gott zugewendet, der Film Import 
& Trading Company und die Unabhängigen bekamen 
einen heillosen Schreck. Freund Murdock setzte »ich 
schnell auf einen Dampfer, „seine Hoffnungen lagen auf 
dem Wasser“, fuhr nach Europa und telegrafierte und 
telegrafünfte und sogar telegrasechste Er hat sie. die 
andern haben sie. und nun wundert man sich hierzulande 
hat er sie. hat sie ihn. haben sie sich, hat er ihn oder 
haben sie sich gegenseitig ? 

Nein, Karoline. ich weis» nicht, wer den Nordpol ent¬ 
deckt hat: wenn ich’» so recht bedenke, glaube ich fast 
ich war's selber 

Während die Unabhängigen draussen nach guten Bildern 
suchen, schiessen die „unabhängigen“ Fabrikanten hier 


wie Pilz*- au» der Erde. trotz der Ankündigung der M-P P-i 
dass sie alle Unabhängigen sofort mausetot machen würde 
In kurzer Zeit wurden die folgenden neuen Gesellschaften 
gegründet New York Motion Picture Company. Laentrule 
The Centaur (Bayonne. N. J.), The Buck Company (Jersey 
City. N. J.). The Powers Company. The Phoenix (Chicat;- ■ 
Uls.) und die Columbia American. Ln Vorbereitung befinden 
sich Williams. Brown & Earl (Philadelphia. Pa The 
Mullin Film Service (Syraeuse. N. ¥.). Crescent Company 
( Brooklyn. N V } und Tie Tmirnam.-nt Film 1 b I 
Ohio). Wenn das so weiter geht, muss die M-P-P-C entweder 
Vorgehen oder sie blamiert sich. 

J Die Vereinigten Fabrikanten legen die Hände aber auch 
nicht in den Schoss Nachdem Selig. Vitograph. Edisoi 
Biograph ihre Fabriken vergrösserten. hat nunmehr die 
Lubin Manufacturing Company eine neue Fabrik erbaut 
die rund eine halbe Million Mark kostete 

Lubin's Films sind schon seit -fahren in Deutschland 
bekannt, Desonders der schlechten Qualität wegen Während 
die Sujets anerkannten«assen die besten aller Fabrikanten 
waren, war die Qualität der Films eine minderwertige 
Die Films hüpften über die Projektionsleinwand w ie Jungen 
die eben aus der Schule entlassen werden. Seit vier Monaten 
nun hat die Lubin Manufacturing Company die alte Firma 
S. Lubin übernommen, krempelte alles unterst zu oberst 
bauteeine up-to-dato- Fabrik, mit den neuesten Einrichtungen 
versehen, engagierte die besten Kräfte und steht so mit einem 
Schlage im Vorgrund Die Bilderder Gesellschaft sind heut, 
als die besten amerikanischen anerkannt Die Theater 
gesellschaft besteht aus 82 Künstlerinnen und Künstler' 
nur die besten Sujets werden gekauft und jährlich über 
hunderttausend Mark allein an Schriftsteller für Manu.-kr : >t - 
bezahlt. Wer hätte es geglaubt, das» jeder Film sich auf 
zehn- bis fünfundzwanzigtausend Mark stellt 7 Und doch 
wird diese Summe an jedes einzelne Sujet verwandt Ist 
es da ein Wunder, das» die Films der L-M4 1 heute den besten 
zugezählt werden? 

Ist es nicht merkwürdig, dass deutsche Fabrikanten 
sich dem amerikanischen Geschmack nicht an passen und 
für den hiesigen Markt passende Films hersteUen ? Man 
wartet hierzulande geradezu darauf Es scheint, als waren 
deutsche Kapitalisten mit dem zufrieden, was sie haben 
sonst hätte »ich sicher längst eine Film-Fabrik gegründet 
die gute Ware schaffen könnte und hätten von den Hundert 






No. 182. 


Der Kinematograph — Düsseldorf. 


tausenden von Dollars, die jährlich ins Ausland wandern, 
sich ein Teilchen gesichert. 

Gewiss. Kamlinc, Neujahr fiel in diesem Jahr auf den 
ersten Januar Eigentlich Zeit, zum aufwachen. was? 

l)r. Bert hold A. Baer 


Oer Kino Automat. 

Kit« neuer Artikel für die Kinematograph-Industrie. 

Von Ferdinand Preuss. 

Als vor einer Reihe von Jahren das Grammophon 
in vervollkommnter Ausführung auf dem Markte erschien, 
erfreuten sich die von der Industrie hergestellten, sogenannten 
„Automaten“, welche die Kigensel aft haben, dass sie 
nur nach Einwurf eines Geldstücks, in der Regel 10 Pfennig, 
in Betrieb zu setzen sind, bald einer grossem Beliebtheit. 
Eine Anzahl von Händlern, welche sich alsbald dem Ver¬ 
triebe solcher Grammophon- oder Schallplatten-Automaten 
widmete, veranlassten in kurzer Zeit eine starke Nach¬ 
frage und die Schall werke-Industrie sah sieh mehrere Jahre 
hindurch mit der Fabrikation solcher Automaten sehr 
lohnend beschäftigt. Viele Tausende derselben wurden 
von rülirigen Geschäftsleuten, welche die Zugkraft dieses 
neuen Artikels schnell erkannt hatten, in den Gastwirt¬ 
schaften in Stadt und Land untergebracht und ungezählte 
Nickel wurden vom Publikum, welches dieser neuesten 
Errungenschaft staunend geger überstand, den Automaten 
geopfert. 

Ein ganz ähnlicher Artikel bietet sich der Kmemato- 
graphen-Industrie und dürft«-, wenn die Herstellung in 
geschickter Weis«- vorgenommen wird, sich bald ebenao- 
grosser B« liebt heit erfreuen, wie s Zt. das Grammophon. 
Zu verwundern ist es, dass bisher noch niemand auf diesen 
Gedanken gekommen ist. 

Es handelt sich darum, kinematograpiüsche Apparate 
he raus teilen, »eich«- nach Kinwurf einer Münze vom Publi¬ 
kum in Betrieb gesetzt werd«-n können und welche somit 
zur Aufstellung und zum Verkauf in Gastwirtschaften 
und sonstigen öffentlichen Lokalen geeignet sind Dass 
derartige Apparate sich s«hr gut rentieren und für die Kin«-- 
matographen-lndustrie einen gut lohnenden Artikel bilden 
würden, kann in Anbetracht der günstigen Erfolge in der 
Grammophon-Industrie wohl kaum einem Zweifel unter¬ 
liegen Nicht jeder Ort hat ein Kinemat ographen-Theater 
und in kleinen Orten ist die Einrichtung eines solchen, 
weil nicht lohnend, auch ausgeschlossen, ln solchen Orten 
■/ B. in Dörfern würd«- dann der Kinematograph-Automat 
als Ersatz dienen und b«-i «ler Neuheit, welche di«- Vtirfiihrung 
leb«-n<l«-r Bilder in solchen Orten bedeut«-t, gewiss grossen 
und dauernden Zuspruch finden, zumal das Interesse daran 
durch öfteren Wechsel der Bilder sich leicht rege erhalten 
Hesse. 

W&s die Konstruktion s«>lcher Automaten anbetrifft, 
so wäre erforderlich, dieselbe so auszuführen, dass die 
Apparate ohne weiteres an jedem beliebigen Orte aufg«*stellt 
werden können Ihre Handhabung müsste so einfach 
gestaltet werden, dass jedermann, auch der beschränkteste 
lutie sie auf Grund einer kurzen, am Automat anzubringen¬ 
den < Gebrauchsanweisung mittelst weniger Handgriff«- 
v«»rn«*hmen könnte. 

Aus Gründen der Einfachheit würde es notwendig 
sein, eine besondere künstliche Lichtquelle zu vermeiden, 
da durch eine solche die Aufstellung dieser Automaten 
erschwert um! der Betrieb kompliziert gestaltet würde. 
Es ergibt sich daraus, dass als Lichtquelle allein das Tages¬ 
licht in Betracht kommen dürfte und hieraus resultiert 
wieder, dass auch von einer IVojizit-rung der Bilder auf eine 
besonders dazu hergeruhtete Fläche Abstand genommen 
werden müsste. Es bleibt demnach als einfachst«- Ausfüh- 
ruugsform eine solche zu empfehlen, vermöge welcher das 


Bild durch eine möglichst stark vergröeserte Linse gegei. 
das Tageslicht betn-chtet und das Filmband zwischen dies«-« 
Uns«- und der Tageslichtquelle in geeigneter Weise vorbei 
geführt wird. Dies wäre der Kernpunkt dt r ganzen Saeh«- 
Kr ist. wie man sieht, sehr einfach und es handelt sich in 
weiterer Ausgestaltung dt-s automatischen Betrieb«-* lediglieb 
noch darum, an di«-scn Kern zwei Konstruktionen anzu 
gluslern. nämlich eine zum Ah- und Aufrollen des Films 
und «-in«- zweite, welche den Zweck hätte, die Benutzung 
des Apparat«-s von dem Kinwurf eines G«-ldstücks abhängig 
zu machen und nach erfolgter einmaliger Benutzung da- 
Werk wieder zu sperren oder zu verseil Hessen. 

Für das Bewegen d«*s Fitmliandes (Aul- und Abrollen 
biet«-n sieh verschied«-ne Betriehsmöglichkeiten. Am ein 
fachster. könnte dies mittelst einer von der Hand des 
Bes«*hau«*rs zu drehenden Kurbel bewirkt werden. Dies«- 
Betrielwart bat Vorteik- und Nachteile. Ein Vorteil 
ist die grosse Einfachheit Ferner liegt «-s in der Macht dt-s 
Beschauers, durch schnelles odt-r langsames Drehen der 
KurU-l «lie Geschwindigkeit «ler Bildbew«-gung zu regulier»-!! 
Nachteilig ist. «lass das Filmband vor neuem Gebrauch 
jedesmal erst w i«*der aufgerollt w«-rden müsste. Ein weiterer 
Nachteil ist dass durch Ihvhcn der Kurliel iitier da* Ablaufen 
des Films hinaus leicht eir. Zem*issen desselben «»der wenn 
der Film nicht lieft-stigt wäre, ein gänzliches Abrollen 
dcsselb«-n stattfinden könnte. Um diese beiden Möglich 
keiten zu vermeiden, müsste schon eine Vorrichtung an 
gebracht werden, welche im geeigneten Momente die Kurls-1 
sperrt. — In anderer Weise könnte das Abrollen des Films 
durch ein Federlaufwerk bewerkstelUgt werden. Dieses 
müsste vor j<-desmaligem Gebrauch aufgewunden werden 
was sieh leicht mit dem Aufrollen des Films verbinden 
Hesse. 

Umgekehrt würde man auch das Laufwerk so anordn«-n 
können, dass das Aufwinden desselb«-ii während des Be 
schautms gleichzeitig mit d«-m Abrollen des Films durch 
Handkuilicl «-rfolgt«- und dass nach Loslassen der Kurbel 
das ablaufen«!«- Federwerk ein selbsttätiges Wiederaufroll.-n 
«l«-s Films liewirkt«- Statt eines Laufwerkes mit Feder- 
Antrieb könnte auch ein solches mit Gewichtsantrieb 
verwendet werden. 

Letzteres hätte den Vorteil, dass einer Reihe von Stö¬ 
rungen, welche durch Reissen d«-r Feder infolge unvor¬ 
sichtigen Aufwindens oder als Folge von Temperatur 
cinflüsscn cintreten können, von vornherein vorgebeugt 
wäre. Um jede Eintönigkeit zu vermeiden und dem Pu 
blikum die erforderliche Abwechselung zu bieten, w ürde cs 
zweckmässig sein, den Apparat mit mehreren verschiedener. 
Films auszustatten. Diese könnten entweder hinter ein«-r 
gemeinsamen Linse nach Belieben des Bes«-bau«-rs verstell 
bar augeordnet werden oder ♦*« müsste für jeden Film 
eine besondere Lins«- angebracht und die Bewegungs-Vor 
riehtung mit einer Einrichtung versehen sein, um sie zum 
Abrollen des jeweilig gewünschten Film» entsprechen« 1 
einschaltcn zu können. 

Ich kommt- jetzt zur Besprechung des zweiten auto 
manschen Bestandteils, nämlich der Einrichtung zur 
Inbetriebsetzung. Diese hätte durch Einwurf eines Gel«! 
Stücks zu erfolgen bezw. dürfte erst nach Einwurf ein«- 
solchen möglich sein und zwar kämen zwei verschieden« 
Konstruktionen in Frag«-. Entweder könnte durch den 
Einwiirf die für gewöhnlich versperrte Schau-Oeffnum: 
un«l damit das Bild zur Besichtigung freigegeben werden 
Oder es könnte durch das niederfallende Geldstück der 
Mechanismus zum Bewegen des Films in Betrieb gesetzt 
bezw. die bis dahin gesp»-rrtc Kurbel zum Drehen freigegeben 
werden Letztere Konstruktion würde den Vorzug haben, 
dass die Schau-Linse stets geöffnet bleiben und «las erste 
Bild der Filmreihe immer sichtbar sein könnte, was jeden¬ 
falls zur Animierung viel beitragen würde. Auch würde 
eine unnütze und mutwillige Benutzung der Kurbel ver¬ 
hindert, welche bei nicht gesperrtem Werk nicht ausbliebe 



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Abnutzung auch nach jahrelangem Gebrauch kaum merkbar. 

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einem halben Jahre in Betrieb und bewährt sich glänzend. Nicht 
die kleinste Störung ist bisher zu verzeichnen. Die Leistun en 
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No 152 


Der K Inematogrwnh — Düsseldorf. 


und leicht Beschädigungen verursachen könnte. Sodann 
wäre noch erforderlich eine Vorrichtung, welche nach 
Abläufen des Films den Mechanismus sellwttätig wieder 
sperrte und eine weitere Benutzu-lg erst nach Einwurf 
eines neuen (leidstiiekets gestattete Dies»- Einrichtung 
könnte so ausgebildet werden, dass sie gleichzeitig ein voll¬ 
ständiges Abrollen des Films bezw. ein Zerreissen desselben 
verhinderte. 

Als äussere Form des Kino-Automaten wäre am 
geeignetsten schmale Schrankform von ungefähr 1,50 m 
Höhe. Der Apparat könnte dann an jedem beliebigen 
Platze auf dein Fussboden vor jedem Fenster auf¬ 
gestellt werden, ohne dass erst ein Tisch oder sonstiges Möbel, 
welches zu solchem Zwecke meistens nicht gern entliehrt 
wird, als Untersatz benötigt würde Die im olleren Teil 
anzuhringende Sehau-Oeffnung würde sich dann ungefähr 
in einer Höhe liefinden. dass eine grosse Person, auf einem 
Stuhle sitzend, und eine kleine Person stehend, sie in be¬ 
quemer Augenhöhe hätte. 

Zur Unterbringung des Apparat Werkes würde aller¬ 
dings vielleicht ein niedrigerer .Sehrank genügen, doch 
würden sich dann Schwierigkeiten bei der Anbringung 
ergeben, da ein solcher Automat natürlich stets vor einem 
Fcnster s«-inen Platz erhalten müsste Auf dem Fenster¬ 
brette dürfte aber in den meisten Fällen kein genügender 
oder günstigsten Falls nur unsicherer Platz vorhanden 
sein und ein lx*sonderer Tisch als Unteraatx ist. wie schon 
bemerkt, meistens nicht übrig Aus diesem (»runde ist 
ein langer Schrank, welcher überall auf dem Fussb<ideti 
aufgestcllt werden kann vorzuziehen, obwohl «‘in solcher 
den Nachteil des unbequemeren und teureren Transportes 
hat. Sollte es jedoch nicht unbedingt nötig sein, dass der 
Apparat direkt vor dem Fenster auf gestellt wird, stillte 
vielmehr ein Standort an lieliebigem Platze, wenn auch 
nach dem Fenster zu gerichtet, eine genügende Helligkeit 
und Schärfe der Bilder ergehen, so dass der Apparat auf 
einen lieliebigen Tisch gestellt werden könnte, so würde eine 
möglichst kleine Ausführung des Schrankes zweckmässiger 
sein, wegen der grösseren Leichtigkeit des Transports, 
welche liei solchen Automaten nicht zu unterschätzen ist, 
damit diese auch nach entlegenen Plätzen ohne regelmässige 
Transport Verbindung mit jeder sieh bietenden Gelegenheit 
hingeschafft werden können. 

Besonderes Gewicht wäre darauf zu legen, dass der 
Mechanismus so stark konstruiert und so sicher eingebaut 
wird, dam ein Missbrauch oder betrügensche Benutzung 
ohne Einwurf eines Geldstücks, sowie Beschädigungen 
durch unvorsichtige Behandlung möglichst ausgeschlossen 
sind. Um die Wichtigkeit dieses Erfordernisses in ihrem 
ganzen Umfange zu erkennen, muss sich der Konstrukteur 
solcher Automaten vergegenwärtigen, dass dieselben nur in 
ganz wenigen Fällen an die Gastwirte, in deren Lokalen 
sie zur Aufstellung kommen, verkauft werden können 
und dass diese Gastwirte infolgedessen nicht dasjenige In¬ 
teresse daran haben, als wenn der Automat ihr Eigentum 
wäre. Vielmehr liegt das Geschäft meistens so. dass ein 
besonderer Unternehmer eine grössere Anzahl solcher 
Automaten kauft und diese dann in den Gastwirtschaften 
oder sonstigen öffentlichen Lokalen oft in grossem Umkreise 
und in weiter Entfernung von seinem Wohnsitz für eigene 
Rechnung aufstellt Bei eintretenden Störungen ist der 
Unternehmer deshalb oft nicht in der Lage, dieselben sofort 
zu lieseitigen und den Automat wieder betriebsfertig zu 
machen. Wenn nun eine ungenügend starke und unsichere 
Konstruktion solche Störungen öfter eintreten lässt oder 
gar eine Benutzung in betrügerischer Absicht ohne Einwurf 
eines (Feldstücks oder bei Verwendung von minderwertigen 
Münzen gestattet, so kann einem solchen Händler infolge 
de« ihm entstehenden Schadens das ganze Geschäft verleidet 
werden, was ihn dann von wetteren Anschaffungen in 
Automaten abhalten wird zum Schaden der Industrie 


Seitens der (Fast wirte ist aber, wie die Erfahrung liei den 
Grammophon-Automaten gezeigt hat. kein genügende» 
Interesse oder guter Wille vorhanden, solcher unvorsichtigen 
und ntissbräuddichen Benutzung entgegenzutreten, wenn 
sie solche nicht gar noch begünstigen 

Bei der Konstruktion des Kino-Automaten müsste 
deshalb mit allen Schlechtigkeiten der menschlichen Natur 
gerechnet werden. Alle inneren Teile des Mechanismus 
würden nicht zu schwach herzustellen und sicher zu befestigen 
sein, dagegen die äusseren Teile, welche vom Publikum 
zwecks Inlietriebsetzung zu handhaben wären, nicht allzu 
gross, eher etwas schwächer, um nicht zu allzukräftigen> 
Zugreifen zu veranhissen. Die anzubringendc Kurbel 
dürfte z. B. zweckmässig so klein gewählt werden, das» 
man sie nur mit 2 Fingern fassen könnte, dies würde schon 
ein Schutz gegen das Abdrehen eines etwa angebrachten 
Federwerks sein. Als Films für diese Kino-Automaten 
w iirden zweckmässig nicht die grossen Normal- oder Theater 
films mit einer Länge von Hunderten von Metern sondern 
kleinere Films, deren Länge zwischen 5 und 10 Metern 
betragen könnte, zu verwenden sein. Die geringeren 
Allschaffungskosten solcher kleinen Films würden eint- 
öftere Neu-Anschaffung gestatten und es wäre somit für 
einen dauernden Absatz ir» Films Veranlassung gegeben 
in ähnlicher Weise, wie die grosse Verbreitung von Schall- 
Apparaten einer, fortwährenden Btüarf in Schallplatten 
geschaffen hat 

Dies wären die hauptsächlichsten Punkte, welche hei 
Konstruktion von Kinematograpii-Autoina'.en zu berück¬ 
sichtigen sein würden. Sehr grosse Schwierigkeiten sind 
nicht mehr zu überwinden, da ein Teil der Aufgabe schon 
durch die Laufwerke der Sehaliplatten-Automaten gelöst 
ist. Ueberhaupt geben diese Herke mit einigen wenigen 
Aluinderungen schon ein fast brauchbares Modell zu einem 
Kino-Werk. Man braucht sich nur anstelle des Platten¬ 
tellers eine Filmspule angebracht zu denken und die Ide«- 
ist im grossen ganzen schon verwirklicht. 

Für den Vertrieb dieser Kino-Automaten ist. bereits 
ein Stamm eingeführter Händler vorhanden, diese haben 
s. Zt. mit den Schallplatten-Automaten ein gutes (Fcschäft 
gemacht und würden einen neuen zugkräftigen Artikel 
mit Freuden begrüssen. 


Vom neuen Ernemann Stahl-Projektor. 

Besprechungen von Neuerscheinungen auf dem Gebiete 
unseres Faches werden stets ihren Wert behalten, umso mehr 
noch, wenn sie. wie int vorliegenden Falle, eine Firma be¬ 
treffen. die durch sorgfältige Durcharbeitung ihrer Kon¬ 
struktionen bekannt ist. 

Die Firma Heinrich Ernemann. A.-G.. Dresden 
bringt ihren bisherigen Projektor II, der an »ich schon guten 
Ruf genoss, in einer neuartig«-!!, höchst beachtenswerten 
Form auf den Markt .Stahl-Projektor 1, wird 
das neue Werk genannt und damit schon durch den Namen 
seine Tendenz. Dieselb«- bezweckt möglichste Dauer 
der gesamten Funktionen, welche ein erstklassiger Kin«-- 
matograph zu leisten hat. nicht nur des Apparates selber, 
obgleich auch letztere Eigenschaft liei dem geringen Be 
t fiel »«kapital der meisten Theater wesentlich ins (Fewicht 
fällt. ln der Tat, mit Ausnahme der Objektivfassung 
und der aus zähester Phosphorbronze hergestellten Wellen 
lager, sind die unbeweglichen Teile des Apparates au» 
Eisen, die beweglichen jedoch aus bestem Silberstahl 
Angefertigt Das Maltht-serkreuz. das Filmtransportrad 
die Filmräder des Vor- und Nachwicklers, die Zahnrad¬ 
übersetzung des Antriebmechanismus. kurz alle rotierenden, 
der Abnutzung unterworfenen Teile, bestehen aus diesem 
dauerhaftesten aller Materialien. Sogar die Kufen der 



Der Klnematograpli Düsseldorf. 


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aufs feinste regulierbaren Filmpresaung im Bildfenster 
sind aus angelassenem und poliertem Stahl gefertigt. 
Vom bisherigen Modell hat man die breite, und deshalb 
äusserst genaue und stabile Lagerung aller Silberstahlwellen 
übernommen. Anstelle der Oellöehe- sind jedoch durchweg 
leicht zugängliche Oeler getreten, deren jedes Hauptlager 
sogar 2 besitzt Auch ist die gegenseitige Anordnung 
und damit des Zahnradgetriebes eine noch einfachere, 
übersichtlichere und infolgedessen z lgänglichere geworden 
und so Bequemlichkeit. Sicherheit und Schnelligkeit beim 
Rinlegen des Films in geradezu brillanter Weise heraus¬ 


gearbeitet. Doch damit nicht genug, hat man den empfind¬ 
lichsten und zugleich angestrengtesten Teil eines kine- 
matographisehen Werkes, das Maltheserkreuz in ganz be¬ 
sonders sorgfältiger Weise geschützt. Es ist ja das Erne- 
mann-Maltheserkreuz nicht nur durch sein vorzügliches 
Material, sowie durch seine genaue Teilung bekannt, sondern 
auch dem Neuling schon durch seine Grösse auffällig. 
Bei näherem Nachdenken findet man, dass grössere Kreuze 
nicht nur eine relativ genauere Teilung ermöglichen, sondern 
auch längere Dauer und grössere Filmschonung besitzen 
müssen gegenüber den kleinen. Denn da die Schlitze des 
grösseren Kreuzes bedeutend länger gemacht werden 
können, bewirkt hier der Eintritt der mit gleichbleibender 
Geschwindigkeit sich bewegenden Rolle einen langsameren 
Beginn des Kreuzantriebes und ebenso des Filmtransportes 
gegenüber denjenigen der kleinen Kreuze, sodass die Zähne 
des Transportrades schonender in die Perforation einsetzen. 


Höchst interessant ist nun die sinnreiche und wohl 
gelungene Einkapselung des gesamten Malthesergetriebe* 
in ein leicht auseinandcrschraubbares und doch vollkommen 
staubdichtes Oelbadgehäuse. Der so erreichte Schutz 
vor äusseren Beschädigungen und vor dem schleifenden 
Einfluss des Filmstaulies. sowie die von der Sorgfalt des 


Operateur unabhängigere Schmierung und Kühlung des 
Kreuzes gewährleisten zusammen mit der oben cliarak 
tcrisierten günstigen Elintrittsweise der Rolle eine ideale 
Präzision. Das Stehen an sich fixer Bilder ist infolgedessen 
auch bei dem neuen Modell in idealer Vollendung erreicht 

Ein weiterer, gleichzeitig sta^k in Anspruch gerammener 
Teil des Kinematograplien ist bekanntlich das E'ilmtrans- 
portrad. Wenngleich aus hartem Stahl, aus dem Vollen 
heraus gefräst, ist es ohne jedes Schutzmittel dem zugleich 
mechanisch und chemisch wirkenden Angriff des Zelluloid- 
films ausgesetzt; denn der Natur der Sache nach kann 
es nicht durch ein Oelbad und dergleichen geschützt werden 
Infolgedessen bleibt nichts anderes übrig, als es von Zeit 
zu Zeit auszuwechseln. Bei dem neuen Ememann-Modell 
kann diese Auswechselung vom Operateur selbst ohne 
Einsendung des Werkes im Bruchteil einer Minute durch 
blosses Lösen einer Schraube bewirkt werden, ohne dass 
dabei die Präzision des Transportes irgendwie leidet 
Dass eine solche Auswechselung infolge des vorzüglichen 
Stahlmaterials ungleich seltener notwendig wird, soll nicht 
unerwähnt bleiben. 

Weitere Vervollkommnungen betreffen noch die Bild¬ 
verstellung. Diese vermeidet jede Beeinflussung der Film 
führung im Bildfenster, sodass Zugrichtung und ßildebene 
stets unverrückbar miteinander übereinstimmen. Die son¬ 
stigen Eigenschaften des Werkes sind die gleichen geblieben, 
so die Kettenlosigkeit, die Anbringung der Blende direkt 
im Knotenpunkt des Strahlengangcs, die feuererstickenden 
E'ilmmündungcn der E'ilmkapscln u. a. m. Nur des neu 
eingeführten grossen Lampengehäuses mit seinen aussen 
gelagerten getrennt gekühlten Kondensorhnsen und seiner 
intensiven Luftzirkulation der neuen, mittelst breitgelagerter 
Scharniere angelenkten Filmkapseldeckel, sowie des nicht 
mehr durch biegsame Welle, sondern durch Zahnradkuppe¬ 
lung betätigten automatischen Feuerschutzes im Bildfenster, 
sei noch kurz gedacht. 

Dass sich diese wundervolle technische Durcharbeitung 
durch einen ganz ungewöhnlich leichten und leisen Gang 
des Werkes kennzeichnet, wird niemand überraschen. 



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Das neue Gesetz gegen den unlauteren 
Wettbewerb und das Ausstellungswesen. 

Das am 1. Oktober a'. c. in Kraft getretene neue Gesetz 
gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7. Juni 1909 sieht 
von einer speziellen Regelung des Ausstellungswesens ab. 
..Der mehrfach aufgetauchte Wunsch nach einer gesetzlichen 
Reglementierung des Ausstellungsueiens kann 4 * — wie 
es in den Motiven lautet — „innerhalb der gegenwärtigen 
Revision des Wett l>ewerbgesetzes nicht erfüllt werden . . . 
Eine derartige Regelung würde di« Zwaoke d«*r jetzigen 
Revision des Gesetzes überschreiten und daher im Falle 
des Itediirfnisses einem besonderen Gesetze vorzuInhalten 
sein.“ 

Mangels eines solchen Gesetzes muss untersucht werden 
welche Bestimmungen z. Z. auf den unlauteren Wettbewerb 
im Ausstellungswesen zur Anwendung gelangen. Es kommen 
— wie die ..Ständige Ausstellungskommission für die 
Deutsche Industrie“ in einem soeben an die Handels-, 
Gewerbe- und Handwerksvertretungen im Deutschen Reiche 
gerichteten Rundschreiben ausführt -- generelle wie 
spezielle Vorschriften in Betracht: 

A) Als generelle Bestimmung ist als nicht un¬ 
wichtige Rechtsquelle hinzugetreten die sogenannte General¬ 
klausel in § 1 des neuen Wettbewerbgesetzes. Dem schon 
in § 82ft BGB. allgemein aufgestellten Grundsatz, wonach 
gegen die guten Sitten v«rstossende vorsätzliche Handlungen 
zu Schadenersatz verpflichten, hat man eine besondere 
Richtung auf das Gebiet des unlauteren Wettbewerbs 
geben wollen: es kann — unter Ausschluss strafrechtlicher 
Verfolgung lediglich zivilrechtlich — auf Unter¬ 
lassung sowie auf Schadenersatz in Anspruch 
genommen werden: 

„wer im geschäftlichen Verkehr zu 
Zwecken des Wettbewerbes Handlun¬ 
gen vornimmt, die gegen die guten 
Sitten verstosse n“. 

Durch diese Generalklausel wird die Möglichkeit ge¬ 
schaffen, gewisse Machenschaften im Ausstellungswesen 
und solche mit Ausstellungen in ursächlichem Zusammen¬ 
hänge stehende Gebahrungen, die mit den Anschauungen 
eines ehrbaren Kaufmannes im Widerspruch stehen, zu 
verfolgen. Hinzutreten 

B) die speziellen Bestimmungen, die auf Aus¬ 
zeichnungen, also vor allem auch auf Ausstellungs-Medaillen 
und -Diplome Bezug haben. CJegen die hierbei vornehmlich 
in Frage kommende unlautere Reklame mit solchen Aus¬ 
zeichnungen, die überhaupt nicht oder die von Schwindel¬ 
ausstellungen verliehen sind, bieten bereits die übernommenen 
bezüglichen Vorschriften des bisher geltenden Wettbewerb- 
ges«-tzes eine praktische, wenn auch nicht immer ausreichende 
Handhabe. 

Diese Vorschriften richten sich gegen denjenigen, der 
„in öffentlichen Bekanntmachungen 
oder in Mitteilungen, die für einen 
grösseren Kreis von Personen be¬ 
stimmt sind, über den Besitz von 
Auszeichnungen' unrichtige Angaben 
macht“ 

Hierbei werden drei Fälle unterschieden 

Der erste] Fall (§ 3) hat lediglich ein objektives 
Moment zur Voraussetzung, nämlich dass die betreffenden 
Angaben „geeignetsind, den Anschein eines 
besonders günstigen Angebots hervor- 
zurufe n“, ohne dass es hierbei auf das subjektive 
Moment der Absichtlichkeit des Handelns ankommt. In 
diesem Falle kann der Betreffende lediglich im zivil¬ 
rechtlichen Verfahren, und zwar auf Unterlas¬ 
sung der unrichtigen Angaben, in Anspruch genommen 
werden, wobei der Unterlassungsanspruch von jedem Qe- 


wer bet reibenden, der Waren oder Ix-istungeu gleicher odei 
verwandter Art herstellt oder in geschäftlichen Verkehr 
bringt oder von Verbänden zur Förderung der gewerblichen 
Interessen, soweit diese Verbände als solche in bürgerlichen 
Rechtsstreitigkeiten klagen können, geltend gemacht werden 
kann (§ 13, Abs. 1). 

Der zweite Fall (§ 3 in Verbindung mit § 13, Abs. 2 
Z. 1) hat neben dem gleichen objektiven noch das subjektive 
Moment zur Voraussetzung, dass der Betreffende ,,d i e 
Unrichtigkeit der von ihm gemachten 
Angaben kannte oder kennen musst e“ 
In diesen» Falle kann gleichfalls nur zivilrechtlich 

— ausser wie Oben auf Unterlassung — auch auf Scha¬ 
densersatz Anspruch erhoben werden. 

Der dritte Fall (§ 4) hat ausser einem gegenüber 
§ 3 verschäften «>bjektiven Moment — dass nämlich die 
Angaben „zur Irreführung geeignet“ sind — 
noch ein weiteres subjektives Moment zur Voraus¬ 
setzung, und zwar dass die betreffenden unrichtigen 
Angalx-n nicht nur in Kenntnis ihn*r Unrichtigkeit — 
als „wissentlich unwahre“ — gemacht sind, 
sontlern auch „in der Absicht, den Anschein 
eines besonders günstigen Angebot s he r- 
vorzurufe n“. ln diesem Falle, der ein kriminelles 
Vergehen b«*griindet, tritt — unbeschadet der nämlichen 
zivilr«*chtlichen Ansprüche auf Unterlassung und Schaden¬ 
ersatz — strafrechtliche Verfolgung ein, 
jedoch nur auf Antrag. Diesen Strafantrag zu stellen 
ist jeder der oben bezeichneter. Gewerbetreibenden und 
Verbände berechtigt; er kann, ohne dass es einer vorgängigen 
Anrufung der Staatsanwaltschaft bedarf, die strafbaren 
Handlungen im Wege der Privatklage, und zwar vor dem 
Schöffengericht, verfolgen. De öffentliche Klage wir«! 
von der Staatsanwaltschaft nur dann erhoben, wenn dies 
im öffentlichen Int«-resse liegt (§ 22); doch hat u. a der 
Preussische Justizminister liereits «iurch RunilVerfügung 
ausdrücklich angeordnet, ..dass von den Staatsanwalt¬ 
schaften in Fällen des unlauteren Wettbewerbs ein öffent¬ 
liches Interesse an der Strafverfolgung im allgemeinen nur 
dann verneint werden darf, wenn die Ausschreitung leichter 
Art ist und zugleich nur das Int«-resse eines engbegrenzten 
Personenkreises berühre; bei dem Medaillenschwin- 
d e 1 treffe dies aber regelmässig nicht zu' . Für die straf¬ 
rechtliche Ahndung dieses dritten Fall«*s sieht das neue 
Gesetz eine Verschärfung vor, indem die bisherig«- Höchst - 
grenze für Geldstrafen von 1500 Mark auf 5000 Mark 
und diejenige für die alternativ oder kumulativ eintretend« 
Gefängnisstrafe von 1 auf 1 Jahr erhöht worden ist, wobei 
auf Gefängnis tx-reits erstmalig und nicht nur — wie bisher 

— im Wiederholungsfälle t-rkannt werden kann. 

Im Sinne der vorstehend w iedergegeb«*nen Vorschriften 
der §§ 3, 4 sind „den dort bezeiohneten Angaben bild¬ 
liche Darstellungen gleich zu achten, die darauf 
berechnet untl geeignet sind, solche Angaben zu ersetzen" 
(§ 5, Abs. 2). Hiernach würde also auch «lie olosse AbbUdung 
von Ausstellungs-Medaillen und -Diplomen g«-troffen werden, 
sofern diese sich als „unrichtige Angalien“ qualifizieren. 

Dass Auszeichnungen, die ohne vor¬ 
angegangenen ernsthaften Wettbewerb 
erteilt werden, Scheinauszeichnungen 
sind und dass, wer Diplome oder Me¬ 
daillen dieser Art zu Reklamezwecken 
benutzt, über den Besitz einer Aus¬ 
zeichnung unrichtige Angaben im Sinn«- 
der vorgenannten Bestimmungen macht, 
haben die Gerichte wiederholt, und zwar bereits auf Grund 
des bisherigen Gesetzes, entschieden. 

Für eine über die vorstehenden Bestimmungen hinaus 
gehende spezialgesetzliche Reglementie 
rung des Ausstellungs wesens sind den zu¬ 
ständigen Behörden von der „Ständigen Aus- 



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No. 152. 


Der Kinematograph — Düsseldorf. 


s t e 1 1 u n g 8 k o m m i s s i o n für di? Deutsche 
Industrie“ auf Grund der Verhandlungen und Be¬ 
schlüsse der Internationalen Auas 5 eMungwkonfcrvnz.cn in 
Paris und Brüssel 1907/1908 bereits eingehende Vorlagen 
gemacht worden, die, da den einsc’.üägigen Fragen zu in 
grossen Teil erhebliche international-' Bedeutung zukommt. 
auch die für Berlin in Aussicht genommene Internationale 
Diplomatische Ausstellungskonferen». beschäftigen sollen 


Seid einig, einig, einig! 

Der Kampf ums Dasein wird von Tag zu 'lag schwerer, 
und es gibt viele Leute, die in diesem Kampfe in der Wahl 
der Waffen, teils aus Verzweiflung üImt das eigene fruchtlose 
Streben, teils aus Neid über den vom Glück mehr Begün¬ 
stigten nicht vorsichtig sind, ln unserer noch jungen 
kinematographischeu Branche scheint das besonders der 
Fall zu sein. Es ist ja leicht zu verstehen, dass in einem 
Erwerbszweig, der in seiner Zusammensetzung, sowohl 
lieziiglich der darin Tätigen als au:h der von derselben 
Abhängigen so mannigfaltig ist, und dabei auf verhältnis¬ 
mässig wenig Erfahrung ziirückhlicken kann, noch eine 
ziemliche Zeit vergehen wird, bis der grössere Teil ei »sehen 
lernt, dass nur gemeinsames Arbeiten dem einzelnen 
Vorteile bringen kann. Wenn wir die Faehzeitungen 
der letzten Monate lesen, so finden wir nelien «len zur 
stehenden Rubrik gewordenen Klagen »!>er Verfügungen 
und Anordnungen der verschiedensten Behörden und ihrer 
Organe, gegen die anzukämpfen Sache aller wäre, eine an- 
dauernde Fehde einzelner Branchoangehörigen gegenein¬ 
ander. Ueberlegt man denn nicht, dass gerade durch diese 
Reibereien und gegenseitig«>n Herabsetzungen den Feinden 
der Projektionsbranche der Rücken gestärkt wird ? Alle 
Satzungen der Fachvereine nennen unter dem Paragraph«'», 
«lei von dem Zweck der Vereinigung hand«-lt, als solch«'» 
..Hebung der Brauch«'" Wird denn die Braneh«> durch 
Nörgeleien und Krakeelereien gehoben T Man begrabe 
endlich den Zwist und wart«' einmal «'inige Zeit ab, bis «In¬ 
verse hitKienen neu ins Lehen gerufenen Vereinigungen 
sich in sieh und nach aussen hin geklärt und «lurch Bekannt¬ 
gabe ihrer Satzung«*». Wahl ihrer Vorstände usw. ein Urteil 
ermöglichen, und «len W«*g, «len sie gehen wollen und müss«-n. 
erkennen lassen. Eines ist gewiss, alle, wie sie da sintl. 
können nur etwas erreichen, wenn sie am letzten End«' 
sich zusammenfinden und gemeinsam als „Brancheangc- 
hörige“ sich fühlen und danach liandeln. Wir alle kennen 
Moltkes berühmtes Wort: .Getrennt marschi«*ren und 

vereint schlagen" 

Skieben versendet der V«>rstand des „Zweckverband 
Deutscher Kinematographen-Interessenten" eine Einladung 
zur Generalversammlung am 15. Deaember in Berlin. 

Eis ist zu hoffen und zu erwarten, dass die Aussprache 
unter den diesem Verband bereits ungehörige» Finnen, 
Vereinen und Einzelmitgliedem dasjenige Maas von Einsicht 
und Begeisterung für den Gedank«*» gemeinschaftlichen 
Wirkens aller E'achgenossen erwecke und auch mehr als 
seither in die Provinz hinaustrage, welches «*rforderlich ist 
um etwas Ganzes zu erreichen. Mancher wird. sich die 
Frage stellen, ob er in den Zweckverband gehör«' «>der ob 
er sich einer besonderen Vereinigung anschliessen s«>ll, 
die die l*flege der Beziehungen unter den engeren E'arhge- 
nossen sich zur Aufgabe macht. Diese Frag«' lässt sieh am 
lausten beantworten, wenn wir einen Fall lietrachten. in 
welchem die geschlossene Arbeit einer Branche einen 
hervorragenth'ii Erfolg zeitigte. Als im vorigen Jahre 

dem Reichstage das ber. Steuerbukett vorgelegt 

wurde, befand sich auch eine Reklanu'steuer darunter, 
die alle Anzeig«'», Plakate und wer weiss was s«mst noch 
alles besteuern sollte, was der Geschäftsmann aufwendet, 
um sein Geschäft, seine Ware, sein Etablissement usw. 


bekannt zu machen. Dass diese Steuer auf Ausgabe» 
die vorderhand noch nichts einbringen, sond«>rn nur erst 
dem InteressenU-n von dem Kunde geben sollen, was det 
Geschäftsmann anzubieten hat. eine ganz unübersehbar- 
Schädigung aller Erwerbt reibenden mit sich geführt hätte 
war allen Einsichtigen klar, aber auch, dass in der Buch 
gewerbebranche unzählige Existenzcm direkt vernichtet 
worden wären. Wer sollte nun hiergegen angeben ? Di* 
Zeitung»-Verlegerf die Drucker? Die Geschäftsleute? All* 
waren zur Stelle, rissen ander«' mit fort und die Vorlage ward* 
ohne Sang und Klang zu Grabe gctragt'ii Zuerst machtet 
die Tages- un«l Fachzeitungen m«»bil. letztere ohne Aus 
nähme. Buchhändler. Zeitungsbesitz«'i\ Lithographische An 
staltcn, Papierverarbeiter, sie fand«-» Unterstützung an de» 
Geschäftsleuten, welche die Reklame gebrauche», un«l hi¬ 
hi alle Schichte» «1er Bevölkerung liegriff man. dass es gelt* 
eine ungeheuerliche Sache abzutiin. Dass die Arbeiter 
Vereinigungen nicht hi letzter Reihe standen, ist selbst 
verständlich. Mit Ausnahme einiger geheimer un«! 

nicht geheimer Kommerzienräte, die unter Anderem 
auch Papierfabriken ihr eigen nennen, vermutlich abci 
nicht wissen, was mit ihrem Erzeugnis gemach' wird 
waren alle liemüht, dem Unheil vorzubeugen, und es 
gelang Heute wird keiner von allen sagen, d«'i 
Protest d«>r Zeitungsbesitzer. der Druckereiarbeiter 

d«*r Buchhändler, der Sohriftgieeser, der Steindrucker 
der Papierhändier oder sonst irgend einer Sonderver 
cinigung hab«> Erfolg gehabt, nein alle waren zu einem 
Zweck v<*rbund«'» und erreichten das Gewellte, ohne dass 
irgend einer der Sondervereine einen Nachteil gehabt hat»*- 
Wir halien jetzt in Deutschland einige Tausend Kinemat» 
graphentheater. Hunderte Varietes und Zirkusse, die all* 
den Kinematograph als Teil ihres Programme» benutzen 
Apparate- und E'iLm-Fabrikanten und Fabriken von Roh 
material für die Branche. Die Releuehtungsartikt‘1, Elekti > 
motore, Objektive, Kohlensäur«. Karbid, K«*l»le», Fach 
/.eitungen. dann aber auch Angestellte, alle sollten in einem 
Interessenten - Verband vertreten sein und Männer de 
Wissenschaft, die den Kinematograph für Unterricht- 
zwecke benutze», worden sieh gewiss anschliessen. Wo 
es dem Einzelnen 'nicht möglich ist, müssen die Sparte» 
vereine als korporative Mitglieder dem Zweckverband hei 
treten. Die Aufgabe, die der Zweckverband lösen soll, 
wenn anders er Zweckverband für deutsche 
|Kinematographen-lnteressenten sein will. 
verlangt die Unterstützung aller. 

Und wahrlich, es gibt genug zu tun 1 Keine Woche 
vergeht, ohne dass die Fachblätter zu berichten hab«'» 
über ungerechte Sonderbesteucrung. Uebergriffe dt*r Zensur 
EViertagsspielverböte und einig«' Dutzend anderer E'üraorg*' 
beweise, welche geeignet sind, dem Kinotheater in erste r 
Linie, damit al>er allen Lieferant«>n des Kino ebenfall' 
das Dasein zu erschweren. Von den im Reichstag auf d«'r 
rechten Seite sitzenden Herren könnte» wir allmählich 
gi'h-rnt Italien, dass vieles Schreien un«l Lärmen hilft; j*' 
mehr beisammen sind zum Schreien, desto eher wird da s 
Rufen nach Recht und Gerechtigkeit Gehör finden. 

A. Lechleder 


| «aESBSs&l | Aus de« Praxis ] ESfleaj 

Neue Kino-Theater. Strassburg i. Eis. Die 
Direktoren Lacroix & Haler eröffnen demnächst unter 
dem Namen ..Thalia-Theater“ ein Kinematographen-Thea- 
t«'r. — Oelsnitz. Neu eröffnet Centraltheater. - 

Gevelsberg. Dahier wird im Hause des Restaurant* 
,.Kais«>rhof‘' ein Kinematographentheat« r eröffnet. — S» - 
g a n. Unter der Direktion Erdmann Mothes wurde dahier 
im Konzerthaus zur Flora ein ständiges Metropol-Theater 




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No. 182. 


Per Klnematogroph — WMridori. 


ersten Ranges errichtet. — Ohligs Ein neuer Kine- 
matograph unter dem Namen ..Ohligser Theater lebender 
Photographien“ wurde im Lokale des Herrn Peter Krämer, 
Düsseldorferstrasse 86, eröffnet. — Stade. Herr Herrn. 
Tress eröffnete im Hotel .»Norddeutscher Hof“ den „Elektro- 
Salon-Kinematograph“. — Ahlen Aug. Dröge eröffnete 
ein Kinenfatographentheater. — Aarau Hen- O. Brunner 
richtete dahier ein ständiges' Kinematographentheater im 
Hause der Frau Stahel-Emst am Sc.ilossplatz-Hammer ein. 

— Insterburg. V. Widera eröffnete Königsbergerstr. 
10 ein Elektro-Theater. — Königs hütte, Kaiser¬ 
strasse 16 wurde der Metropol-Kinematograph eröffnet. 

— Luzern. In der Grossen Halle des Floragarten 
fand die Eröffnung der Elektr. Licht bühne statt. — Bre¬ 
men. Nordstrasse 212/14 wurde das Victoria-Theater 
lebender Photographien eröffnet. — Köln. Herr J. 
Hansberger eröffnete Herzogstrasse 9 das Scala-Cinema- 
Theater. Geschäftsführer ist Herr J. Springer. — Eise¬ 
nach. Dahier Georgenstrasse 5 wurde da« Edison- 
Tonbild-Theater eröffnet. — Pössnock Ein ständiger 
Kinematograph wurde im ..Rittergarten“ eröffnet. 

-1 Dortmund. Die kürzlich von den städtischen Kol¬ 
legien beschlossenen Abänderungen zur Billett- und Lust¬ 
barkeitssteuer-Ordnung der Stadt Dortmund sind von den 
zuständigen Behörden genehmigt worden. Die neue Steuer¬ 
ordnung trat am 13. November in Kraft. Die wesentliche 
Aenderung der Steuerordnung gegenüber der jetzt gültigen 
besteht darin, dass für Kinematographen-Vorstellungen 
von jeder besuchenden Person ohne Rücksicht auf die 
Grösse des Raumes, in dem die Vorstellungen stattfinden 
und ohne Rücksicht auf die Höhe des Eintrittspreis«»« 
6 Pfg. Billettsteuer zu zahlen sind. 

-1 Dortmund. Der Westenhellweg wird nun auch 
ein Kinematographentheater erhalten. Der Kaufmann 
Mark aus Berlin hat von dem Kaufmann Krick das Erd¬ 
geschoss des Gebäudes Westenhellweg 82a auf längere 
Zeit gemietet, um daselbst in nächster Zeit ein Kinemato¬ 
graphentheater zu eröffnen. 

Nürnberg. Herr Franz Marienfeld hat beim Magistrat 
die Genehmigung eingeholt. Königsstrasse 102 ein Kine- 
matographentheater mit Restaurationsbetrieb eröffnen zu 
dürfen. 

London. In der Aktionärversammlung der Lon¬ 
don Cinematograph Company, Limited 
wurde der Antrag der Verwaltung, das Aktienkapital 
von 60 000 auf 200 (K)0 Pfd. Sterl. zu erhöhen, einstimmig 
angenommen. Neben der Ausdehnung des Filmgeschäftes 
soll len in den Provinzen mehrere Kinotheater in Betrieb 
genommen werden und zwar zunächst in L*?«?ds, Halifax, 
Newcastle, Manchester und Dublin. Die Lumiere-Rechte 
sind bereits erworben worden und wenn die Kinematographen- 
Vorlage vom Parlament angenommen wird, wird die Gesell¬ 
schaft in der Lage sein, einen nicht-entzündbaren Film 
liefern zu können. 

-s- London. Mit einem Aktienkapital von 100 000 
Pfd. Sterl. (in 1 Pfd. Sterl.-Aktien) ist hier die Gesell¬ 
schaft Provincial Cinematograph Thea- 
t r e s ,* Limited gegründet worden. Von dem Aktien¬ 
kapital wurden am 20. November 70 000 Aktien zur Zeich¬ 
nung aufgelegt. Die Gesellschaft beabsichtigt, in den 
englischen Provinzstädten Kinotheater zu eröffnen und 
zwar wird sic mit 10 einen Anfang machen Sie veran¬ 
schlagt den Reingewinn des ersten Jahres auf 63 875 Pfd. 
Sterl. und hofft nach Vornahme grösserer Rückstellungen 
eine Jahresdividende von 50% verteilen zu können Das 
Londoner Bureau der Gesellschaft befindet sich im Clarenee 
House, Martin’s Lane, Cannon Street, E. C. 

-s- Birmingham. Die Londoner Gesellschaft Electric 
Theatres, Limited lässt hier das fünfte ihr gehörige Kino¬ 
theater errichten. 

-s- Rom. In Italien macht die Filmfabrikation seit 
einiger Zeit bedeutende Fortschritte. Der Vertreter eines 


ausländischen Hauses in Mailand ist jetzt dazu übergegangen 
eigene Films an den Markt zu bringen. Eine andere neu* 
Filmgesellschaft ist die Cinema Bresciana 

-s- Xewyork. Vor kurzem geriet die Consolidated 
Film Company, hierselbst, in Konkurs. Der Konkurs 
Verwalter beanstandet, dass die*Gesellschaft ihre sämtlichen 
Aktiva« im Werte von 24000 Dollar an die Film Import an«! 
Trading Company für »000 Dollar verkaufte und der Um¬ 
stand. dass die Lokalitäten und die Direktoren der letzteren 
Gesellschaft mit der erst«»n identisch sind, wird als Schiebung 
zur Schädigung der Gläubiger aufgefasst. 



Düsseldorf. Neu eingetragen wurde di<» Firma Düss«*l 
dorfer Film-Manufaktur Ludwig Gottschalk und als ■ In 
haber der Kaufmann Herr Ludwig Gottschalk, liier. 

Kattowitz (Preussen). Die Firma Elektrische Lieht 
bühne, Gesellschaft mit l>e«chränkter Haftung in Kattowitz. 
eingetragen im Handelsregister «l*»s Kgl. Amtsgerichte« 
daselbst, den 3. Mai 1909, hat in Zürich eine Zweignieder 
lassung errichtet Geschäftsführer der Gesellschaft sind 
Herren August Leber. Elektrotechniker und Robert Völk«»l 
Kaufmann, beide in Basel 

Essen-Kuht. Mit 21 000 Mk. Stammkapital hat sich 
liier die Firma Essener Kinematographen-Gesell Schaft mit 
beschränkter Haftung gebildet. Gegenstand des Unter 
nehmens ist die Uebemahme und Weit<»rführung des von 
den Gesellschaftern bisher betriebenen Kinematographen 
Theaters, Central-Theater in Lüdenscheid, die Errichtung 
der An- und Verkauf sowie Führung und Leitung von 
Kinematographeiitheatern, Beteiligung an anderen Unt«»r 
nehmen verwandter Art und Führung aller damit ver 
bunden«»n Geschäfte. Geschäftsführer sind die Herten 
Kaufmann Aloys Felderhoff zu Essen-Rüttens«»la»id. und 
der Kaufmann Franz ßruekmann daselbst. 


-fh- Jubiläum des Kaiser-Panoramas. Dreissig Jahr« 
sind vergangen, seit eins der populärsten photographischen 
Institute der Reichshauptstadt, das Kaiser-Panorama 
eröffnet wurde. Der Begründer des Unternehmens. Herr 
Hoflieferant A. Fuhrmann, hat durch planmässigc Vor 
führung stereoskopischer Aufnahmen zuerst auf die holt«- 
Bedeutung hingewiesen, welche die Glas-Stereophotographi« 
als vornehmstes Hilfsmittel für den Anschauungsunterricht 
lx»sitzt. Nur wenige Eingeweihte hallen Kenntnis von dem 
interessanten Lager des Kaiser-Panoramas, das über 100 0 <»o 
vorzügliche Glasstereos umfasst, zu denen die Aufnahm«-n 
aus der ganzen Welt zusaiamengetragen wurden, um in 
geordneten Reise- und Städtezyklen vorgelührt zu werden 
Bei den allwöchentlich wechselnden Vorführungen er 
scheinen die Bilder durch das binokulare Sehen und durch 
sinnreiche Beleuchtungsvorriclitungen in prächtiger Plastik 
Perspektive und Natur Wahrheit, welch«» s«»lbst da« vei 
wöhnteste Auge befriedig«»n Es ist daht»r auch erklärlit h 
dass sich Behörden und bedeut«»nde Pädagogen in höchst 
anerkennender Weise über die Leistungen des Institut« 
aussprechen. Die grossen Erfolge «les Unternehmen« 
kommen am besten darin zum Ausdruck, dass die Vorführung 
des Kaiser-Panoramas schon in mehr als 200 Städt«»n 
des ln- und Auslandes alljälirlich von ül«er 7 OOO 0O0 In 
teressenten besucht wurden. Mehrfach sind von dein 
Besitzer des Kaiser-Panoramas im Aufträge d«»s deutschen 
Kaisers Stereo-Aufnahmen von besonderen Ereignis«*'" 
und Szenen gemacht worden. Ebenso haben Regierungen 
Eisenbahngesellschaften. Verkehrs vereine die schönsten G « 1 
genden ihm» Landes eigens stemiskopisch für das Kaiser- 




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No. 182. 


Der Klnematograph — Düsseldorf. 


Panorama aufnehmen lassen, in der richtigen Erkenntnis, 
dass es kein besseres Mittel gibt, um die Schönheiten 
eines Landes dem grossen Publikum bekannt zu machen. 

* Kino und Wissenschaft. Das Federal Departement 
of Agriculture (der nordamerikanischen Union) hat einen 
Beamten nach Ithatm mit dem Auftrag gesandt, dort lebende 
Bilder von einer Geflügelfarm aufzunehmen, die vom 
New York State College of Agriculture unterhalten wird. 
Die Aufnahmen fanden zu dem Zwecke statt, dem Unterricht 
zu dienen, und diesen Winter werden höhere Schüler in 
vielen Staaten der Union Gelegenheit haben, den Betrieb 
moderner, wissenschaftlich geleiteter Geflügelfarmen kennen 
zu lernen. Wie man sich denken kann, ist auf dieser Farm 
alles nach neuesten Methoden bestens eingerichtet. Die 
Brütung geschieht in Brutofen; was aber vielleicht noch 
interessanter erscheint, das ist die nach wissenschaftlichen 
Grundsätzen durchgeführte Desinfektion der sämtlichen 
Betriebsräume. Man verspricht sich von diesen Aufnahmen 
namentlich in Landgegenden sehr viel Erfolg und hofft 
damit den Interessen des ganzen Landes zu dienen. — 
In Paris wurden Ende Oktober in der Akademie der Wissen¬ 
schaften Kino-Experimente von grösstem Interesse für 
Mediziner durchgeführt. Dr. Comandon hat einen Apparat 
erfunden, der sich dadurch kennzeichnet, dass ein Ultra- 
Mikroskop mit dem Kino verbunden ist. Damit sind 
Projektionen ausgeführt worden, in denen man ersehen 
kann, wie der menschliche Organismus gegen die Mikroben 
zu kämpfen hat. Mit dem Apparat ist es möglich geworden, 
Unsichtbarestzu projizieren. Man erkennt und unterscheidet 
voneinander die weissen und die roten Blutkügelchen 
in einer so starken Vergrösserung, dass man sogar ihre 
Struktur unterscheidet. Aber nicht genug damit, man 
sieht die Blutkügelchen sich im Sorum bewegen. Was das 
wissenschaftliche Auditorium am meisten interessierte, 
waren einige von Mikroben infizierte Tropfen Blut. Man 
sah die Mikroben sich zwischen den Blutkügelchen bewegen 
und sich einmal auf die weissen, das andere Mal auf die roten 
werfen. Die Aufnahme geschah in 32 Sekunden, die mit 
dem Apparat erzielbare Vergrösserung wird zwischen 
10 000 und 20 000 Durchmesser angegeben. Der berühmte 
Professor Roux, der den Vorführungen auch beiwohnte, 
beglückwünschte den Erfinder und nahm diesem das 
Versprechen ab, dieselben Experimente möglichst bald 
am Pasteur’schen Institut zu wiederholen. Man hofft, 
mit Hilfe des Apparates verschiedene physiologische Fragen 
zu lösen, die bisher noch nicht gelöst werden konnten, 
deren Schwierigkeiten aber, wie man hofft, durch den neuen 
Apparat leicht überwunden werden können. Wenn es einmal 
gelingt, und es wird hoffentlich nicht mehr lange Zeit 
bis dahin vergehen, solche Bilder dem grossen Publikum 
zur Verfügung zu stellen, dann wird die Kino-Industrie 
zweifellos grossen Nutzen davon haben, nicht nur. was die 
KassenertTägnisse. sondern auch was das Ansehen des 
Beruf«» an betrifft. 

-s- Kinematograph und Politik. Es kann kaum über¬ 
raschen, dass man sich angesichts der bevorstehenden 
Parlamentsauflösung in England für Wahlzwecke den 
Kinematographen dienstbar macht. In einer von der 
unionistischen Partei im Südosten Londons einberufenen 
Wahlversammlung suchte man die Besucher von den 
Schattenseiten des Freihandels durch den Film zu über¬ 
zeugen. Man erblickte auf dem weissen Vorhang ein im 
Themsehafen Güter ausladendes Schiff, Güter, die natürlich 
sämtlich aus dem Auslande stammten und zwar sowohl 
Zement, Papier, Roheiseh, Fertigeisen und schier zahllose 
Kisten und Ballen, die alle die Aufschrift „Made inGermany“ 
trugen. Der nächste Film zeigte einen Arbeiter, für den 
sein Brotherr nicht mehr Beschäftigung finden konnte, 
weil vom Auslande die Waren billiger hereinkommen, 
als man sie in England herstellen kann. Der Arbeitslose 
gibt sich dann auf die Suche nach einer neuen Stelle, doch 
wird er überall abgewiesen, natürlich, weil das Ausland 


dem englischen Arbeiter das Brot fortnimmt. Schliesslich 
zeigt uns der Film den Arbeiter, der inzwischen sichtlich 
abgemagert ist, wie er seine Handwerksgeräte zum Pfand¬ 
haus bringt, um für seine Kinder Brot kaufen zu können 



-gh- Beleuchtungskohlen. Die Beleuchtungxkohlen ab eigent¬ 
liche Lichtträger <ler Bogenlampen liaben in «lor letzten Zeit eben¬ 
falls wesentliche Verbesserungen erfahren. Mau ist bestrebt gewesen, 
den Kindruck des mondsehein- und geisterluiften vollständig zu 
beseitigen, dadurch, dass man den Wirkungsgrad der Beleuchtungs¬ 
kohlen durch Verwendung gewisser, den Leuchtbogen färbender 
Bestandteile wesentlich verlieaserte. um nach den Wünschen der 
Konsumenten jeden verlangten Farbenton vom Weins durch Geh» 
zum Hot zu erzielen. Die früheren sogenannten „chemischen 
Lichter“ hatten den Nachteil, dass sie beim Verbrennen lästigen 
Hauch und schädliche Dünste entwickelten und deshalb weniger 
Verwendung finden konnten. Dieser Uebektand ist nunmehr durch 
die Kohlen mit I^euchtzusätzen. „Effekt-Kohlen“ genannt, l>eseitigi 
worden. Die Leuchtzusätze sind so gewählt, dass ausser grösserer 
Lichtausbeute auch ein angenehmerer Farlienton erzielt wird, 
auch kann man die damit präparierten Kohlen : n geschlossenen 
Kimmen verwenden, ohne üble Wirkungen Iw-fürchten zu müssen. 
Bei Effekt-Kohlen-Beleuehtung kann man alle Farbentöne genau 
wie bei Sonnenlicht gut voneinander unterscheiden, denn die ganze 
Farbonskala des Spektnuns vom Kot bis zum Violett erscheint un¬ 
verändert bei dem Lichte der Effekt-Kohlen; aus diesem Grunde 
sind auch lediglich gelbe Strahlen, hei denen die GesichtsfarU- 
fahl und krankhaft erscheint, ausgeschlossen. Beleuchtung* 
kohlen mit Leucht Zusätzen werden in drei Marken: Gelb, Hot und 
Edelweiss hergestellt. Für Schauf>-nsterboleu« htung verwendet 
man je nach Art der zu beleuchtenden Waren und für starke Licht 
Wirkungen Gelb oder Edelweiss, womit man einen angenehmen 
warmen und lebendigen Faruenton erzielt. In den Fällen, wo es 
speziell auf gute Farben Wiedergabe ankommt, ist Edelweiss vorzu¬ 
ziehen. Da Effektkohlen im allgemeinen zur Erzeugung eines 
möglichst ruhigen Lichtes verhältnismässig dünn hergpsteUt werden, 
so müssten durch die gleichzeitige Forderung einer langen Brenn¬ 
dauer die Kohlenstäbe eine ziemliche Länge haben. Damit würde 
aber der Widerstand und somit auch der Spannungsvor'.ust in den 
Stäben über das zulässige Maas wachsen, so dass sich deren Herab 
ininderung durch Einziehen von Metalldrähten in die Kohlen 
nötig macht. Dies ist nicht nötig, sofern die Lampen, in denen 
lange Kohlen zur Verwendung kommen, Vorrichtungen besitzen, 
um den Kohlen den Strom erst in der Näh«- der Brennenden zuzu 
führen, oder ein Ueberziehen der Kohlen mit Metall den erwähnten 
Vebelstand beseitigt. Für Licht heilzwecke, sogenannte Bogenlichl 
bäder, gibt es besondere Kohlenstäbe für das intensiv wirkende 
..Eisenlicht“. Diese Eisenkohlen werden vielfach auch für da- 
phot «graphische Kopiorverfahren verwendet. Zu beachten ist 
hierbei allerdings, dass alle Kohlen, welche photographisch sehr 
wirksame Strahlen erzeugen, auf das ungeschützte menschliche Aug« 
schädliche Einflüsse ausüben und schmerzhafte Bindehautentzün 
düngen hervorrufen können. 


Meuten Protektion, 8. m. b. H„ Berlin SW. 48, Frisdrlch- 

strasse 16. Und vergib uns unsere Schuld. Dem 
Tagelöhner Werner ist die Frau gestorben. Mit seinem achtjährigen 
Sohn Fritz geht er hinaus auf den Friedhof, um seinem Weibe 
die letzte Ehre zu erweisen. Dann kehrt et mit dem Jungen wieder 
heim in seine ärmliche Hütte und gibt dem Kinde, das hungrig 
ist, das letzte Stückchen Brot. Der Knabe geht noch ein wenig 
in den nahen Wa d und Werner bleibt allein in «1er armseligen 
Behausung. Was soll er tun ! Kein Geld, kein Brot, keine Aus¬ 
sicht auf verdienst .... ist’s ein Verbrechen, wenn er in der 
höchsten Not seine Flinte aus dem Bettatroh h«>rvorsucht, um heim 
lieh im Forst ein Stück Wild zu erlegen ? Die Gelegenheit ist günstig ’ 
Ein prächtiger Rohbock kommt ihm in den Schuss, doch wie er 
das Tier ausweiden will, überrascht ihn der Förster und jetzt kan" 
er dem Los de« Wilderers nicht mehr entrinnen. Er muss die 
Jagdbeute auf die Schulter nehmen und als verhafteter Wilddieb 
ins Dorf wandern. Au einem Abgrund führt der Weg vorüber . ■ 
von Verzweiflung und Wut gcptwkt, wirft sich Werner plötzlich 
auf den Förster. Ein erbittertes Handgemenge entspinnt sich zwi¬ 
schen den beiden Männern, der Förster gleitet aus und stürzt mit 
e nem Aufschrei in die Tiefe. Nur einen Gedanken kennt Werne 
jetzt noch: sich nicht nur an «lern Förster zu rächen, der ihn ins 
Gefängnis bringen wollte, sondern auch des Försters Weib fürs 
Leben unglücklich zu machen und das Liebste zu töten, was »i« 
besitzt, ihr kleines, blondlockiges Töchterchen. Schnell eilt er heim, 
ergreift ein Beil, verschliesst die Tür seiner Hütte und schleicht 






Der Kinematograph — Düsseldorf 


Hon ist sich einig, 


dass unsere 


Original Vitascope 

W die einzig flimmerfreiesten 
Kinematographen sind. 


Hon zueOelt nicht mehr 


dass unsere neuesten 


o V 

'V 'o 




V-f V 


Synchron-Apparote 


bei allen Fachleuten die grösste 
Sensation heruorrufen. 


Deutsche Uitoscope-Desellschuft m. b. H. 


Berlin SW. 48, Friedrichstr. 22 







Die Unterzeichneten, in * Berlin vertretenen Filmfabriken 
weinen die Annahme, dann dieser Film von ihnen herrühren könnte, 
mit Entrüstung zurück und erklären gleichzeitig, «lass sie derartige 
Films, die geeignet sind, das 1 >eutschtuin im Anslande lierabzusetzen. 
und das Xatinnalempfinden irgend einer anderen Nation zu ver 
letzen, elienso aufs heftigste verdammen, wie dieses wohl auch von 
der gesamten gebildeten Welt getan wird. laut Kousulatsbericht 
ist dieser Film tatsächlich vorgeführt worden 
der, grössten französischem Filmfabriken her. 


ind rührt von e 


BnefkasterTII | 


* A. F. 

Publikum vo 
Behörde hiergegen 


i .Sie die Programme an die Besucher oder an da- 
1 Eingänge unentgeltlich altgeben, so kann die 
nichts einwenden. Wenn alter die Pritgramnte 


als Eintrittsanswcis'dienen. so würden 


Mit Hochachtung 

Ouskes Kincmatograph.-n und Film-Fabriken. Ctesellseliaft mit 
besehränkter Haftung: Uttn Gaumont: Edison - f ieaellschaft 
m. h. H.; „Eclipse ". Kincmatographcn- und Film - Fabrik; 
Messters Projektion, Ges. mit beschränkter Haftung: Societä 
Italiana „eines“, Filiale Berlin: Le Lion. Continental Cooenliagen 
Theatro Film, Paris; Kaleigh & Kotiert, Paris; Nordische Films-Co , 
Berlin SW.. Friedriohstr. 23: Itala-Film: The Vitagraph C.. 


Zweckverband Deutscher 
Kinematographen-Interessenten. 

Einladung zur 


HoeiM des Film« „Eclair**; Film» und Kiiictiiatograplien „Lux“. 


General-Versammlung 



















































Der Kinematograpb — Düsseldorf. 



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No. 152. 


Der Klnematograph — Dflsteldorl. 



Aus dem Reiche der Töne 


Sprechmasdiine und Volksbildung. 

Von Friedrieh Webcr-Kobim*. 

Wir leben unzweifelhaft in einer »ehr interessanten 
Z«'it. Auf der einen Seite der ungeahnte Aufschwung in 
der Technik, auf der anderen die daraus sieh entwickelnden 
(lärmigen im sozialen Leben. Diese Art neuer Schöpfungs- 
|>criode stellt di«- Menschheit natürlich vor grosse Aufgaben, 
gleiehgross im Gebiete des praktischen wie idealen Leliens. 
Wie aller iilierall sieh Ausgleiche vollziehen, so fordert auch 
das Innenleben solche, aus welchem Bedürfnis heraus 
auch diese» ein wichtiger Gegenstand der Pflege geworden 
ist Sind schon die neuzeitlichen Reform liestrebungen 
der Körperkultur ähnlichen Dingen dienstbar geniueht 
worden, so trifft dies in gleichem Masse für die Pflege von 
Geist und Gemüt, sagen wir also für die gesamte Volks¬ 
bildung zu. Nicht nur die einzelnen hierzu durch ihre 
l.elicnsstrllung Berufenen entfalten eine rege Tätigkeit, 
sondern es sind sogar grosse, einflussreiche Köriiersohaftcn 
ins I/elien getreten, deren wohlorganisierte Tätigkeit schon 
viel Segen gestiftet hat. Doch darin gibt es für den Kenner 
zwei Parteien, von denen eine wirklich das Gute will, die 
andere aller unter einem Deckmantel viele Uclx-l züchtet. 
Dass darunter das Gute leidet, ist selbstverständlich, denn 
mit der Unterseheidungskunst der breiten Volksmassen 
ist es nicht weit her. Wo konnte man die Uebel verfehlter 
S|M'kulationcn wohl mehr beobachten als tp dem stetig 
wuchernden Gebiete der Sprechmaschinen ? Als der Gegen¬ 
stand auf der Bildfläche erschien, war man erstaunt, ja 
entzückt über die erfinderische Intelligenz. Dann dehnte 
sieh die gewerbliche Auslieutung beträchtlich aus. es ging 
damit, wie mit allen liahnbrechenden Erschein ungrn. 
das wilde Kor|>s der Glücksjäger fiel dariilier her, teils in 
aller Rücksichtslosigkeit gegen die höheren Interessen der 
Kultur, teils in K|x'kulation auf die niederen Triebe der 
Masse. Die Folge davon war, dass das Schreien von allen 
Ecken und Enden nach der Polizei anging. Nicht nur die 
Organe öffentlicher Ordnung, nein auch die Kriminalpolizei 
hatte bald Ursache zur Einmischung, als man eine Ver¬ 
bindung zwischen Nprechmasehine und Kinematographen 
zum Gegenstand thc*aterartiger Schaustellungen machte. 
Kinematograpbentheater und Rummelplätze traten gegen 
die Lobensinteressen der rasch aufblühenden Industrie 
unter schärfere Bewachung, leider nicht ohne genügenden 
Anlass. Diese Vergnügungsstätten sind in zahlreichen, 
erwiesenen Fällen die Ursachen unzüchtigen Getriebes 
von jungen Burschen und Schulmädchen geworden, wobei 
di«- Verdunkelung der Räume begünstigend wirkte. Das 
wäre indes nicht auf das Konto «h*r Sache zu s«'tzen. wenn 
nicht die Veranstalter selbst ein gut Teil dazu beigetragen 
hätten Noch liedauerücher erscheint mir die andere Folge 
hieraus, nämlich dass die zuständigen Polizeipräsidenten 
sieh an die Schulbehörde wenden mussten, um Lehrer und 
Schüler von derlei Veranstaltungen zu warnen, statt dass 
sie Anlass hatten, zum Besuche aufzumuntern. Da komme 
ich alx*r wieder zur Unterscheidungskraft der breiten Masse, 
1 km der selbst Gebildete nicht liesonders viel davon besitzen. 
Die Sucht der Verallgemeinerung ist eine Zeitkrankheit. 
Begeht ein Angehöriger eines Standes ein Verbrechen, 
so sag«*n di<- Lä»tennäul«*r in der Regel, dieser Stand tauge 
nichts. Und regt ein Familienmitglied den Besuch eines 
Kinematographenthcaters an, dann sagt die alte Tante 
entrüstet: ..Auf keinen Fall, ihr sehr doch, wie es da 

zugeht Man ist bei der Untersuchung schliesslich bis 
zur M«'thod<‘ der Umfrage vorgedrungen, wobei die Ermit¬ 
tlungen ergaben, dass die Kintlcr kaum Zeit zum Mittag- 


«*ssen hatten, um ja nicht die «*rwähnten Vorführungen 
zu versäumen. Wie gross un«l schön wäre di«*scr Erfolg 
im Rahmen guter Ziel«'' Heute ist das B«*diirfnis des An¬ 
schau ungsunterrichtm <• n so gross«-» geworden, die Ver¬ 
bindung der Spreehmaschincn mit Lichtbildi-rn eine so 
wirkungsvolle, dass di<* Industrie nichts (ö-fährlicbercs 
tun kann, als unwürd’gcn S|x>ku!nntcn das hier offen«' 
Feld d«*r Volksbildung zu iilx«rlaxscn. Sie s«‘ll»»t hat Macht 
und Mittel die Bahn«'ii vorzusehreiben und tausend freudige. 
kün»tl«*ris«h gebildete Kräft«' werden sich ihr widmen 
um ihre Erzeugnisse g«*gen Missbrauch zu schützen, indem 
sie durch gute Leistungen auf die Masse einwirken und da¬ 
durch die an «ler Volksbildungsarlxit interessierten Kreis«' 
aufmuntern. Wie wertvoll wäre «*s für di*- Industrie, eine 
Organisation wie die Gesellschaft zur Verbreitung von 
Volksbildung zu gewinnen. Dieselbe hat vor mehreren 
.Jahren schon einmal zu den Veranstaltungen der Kinemato- 
graphentheater. in «leren Rahmen alx-r die Sprcchniaxchine 
ein bedeutender Faktor ist. Stellung genommen Ni«> 
vertrat «len Standpunkt, «lass die wirtschaftliclien Effekt« 
ein«*r aufblühend<-n Industrie wohl zu begrümen wären, 
dix’h könnten dalei ethische Momente und auch di«- ästhe¬ 
tischen nicht ganz ausgeschaltet «erden. Diesem Stand 
punkt kann man in j«*n«'ii Zweigen am wenigsten wider- 
sprechen, wo unmittelbare Beziehungen zu höheren Kultur 
fragen bestehen. Diese finilet man Ixü der Spre«dimaschin<'n 
Musikinstrumenten- und Lichtbildrrüidustrie d<H'h unzweifei 
haft vor. Nichts, alx*r auch nichts wüsste ich g«‘gen die 
Spreehmaschine als Hilfsmittel der Volksbildung un«l auch 
Volkskunst einzuwenden, nur gegen das Wie ihrer Auslxui 
tung lässt sich vieles sagen, nicht wenig«*r auch gegen «li<- 
Auslx'uter im Zwischenhandel und g«*g«'n «li«- WranstalW-r 
öffentlicher Vorführungen. Die genannte Geselhx-haft 
sagt ferner mit Recht, «lass«'» mühevoller, jahrelanger Arlx-it 
einsichtiger Männer und Krauen gelang, «lic Verbreitung der 
Hintrrtrrp|>enlektüre Is t rächt lieh einzudäminen und als 
sie sieh eben in guten Hoffnungen zu wiegen begann, da 
kamen schlaue Unternehmer «ler mechanischen Kunst 
und Ix'ganncn von neuem sfK'zicll di«* halbwüchsig«' Jugend 
der Arlieiterklassen mit Sensationen. Bluttaten. Greuel¬ 
szenen und ich sag«* dazu ..unter Begleitung trivialster 
Phonographenmusik " zu reizen und zu vergiften. Mau 
erkennt überall an. dass alle d«>rartigen Veranstaltungen, 
wenn sie von gutem Geiste geleitet sind, grösseren Wert 
halx'ii. als manche Bücher pädagogischen und sonstig«*n 
gelehrigen Inhalt«*». Dies«- Auffassung von thun Werte 
der jungen Industrie hat der Gesellschaft für Verbreitung 
von Volksbildung schliesslich Veranlassung g«*gelx*n. Er 
hebungen anzustellen, deren interessant«*» Ergebnis hk*r 
kurz Ix'leuchtet s«'i. Schon v«>r 2 Jahnui hat man in Deutsch 
land etwa 600 Unternehmungen unter «lern Sammelnamen 
Kino-Theater festgestellt, mit «l«*m Hauptzwecke 
des Getränkeausschank«*» Dann sollen Leute aus der 
Konfektion gekommen s«*in. di«' ein wenig dekorativ nach¬ 
halfen. In dritter Periode erscheint das Leihsystem. Auch 
die damals festgestellten Zahlenangaben über Rentabilität 
dürften den geschätzten Leserkreis interexsi«‘ren. B«-i 
kleineren Geschäften ist eine Einnahme d. h. ein Reingewinn 
von 4—5000 Mk. nachweisbar; grössere reihen sich in 
entsprechender .Steigerung an. Die Mieten schwanken 
zwischen 5—20 00O Mk. pro Jahr, Beleuchtungskostcn 
bei Verwendung elektrischen .Stromes 3—600 Mk. pro 
Monat. Die Tageseinnahmen schwanken an gewöhnlichen 
Tagen zwischen 25 und 120, an .Sonntagen zwischen HO bis 
800 Mk. Montag soll d«*r beste Wochentag sein, Donnerstag 
der schlecht«*st«'. Die Zuschauerräume umfassen in d«*r 














































































































No. 162. 


Der Klnematogrsph - Düsseldorf. 


Kegel 80—1000 Personell, doeh hat man in Hamburg 
ähnliche Unternehmungen mit einer Fassungszahl von 
<i--8000 Zuschauern und 25 dann starkem Orchester. 
Wenn man hier noch in Erwägung z.ieht, dass die grösste 
Filmfabrik einen jährlichen Keingewinn von t> Millionen 
Frs. Ix*i 3 Millionen ßctricltskapital erzielt uimI etwa 200°„ 
Dividende verteilt, dann ist es n clit schwer, sieh ein Bild 
von der Verbreitung des Gegenstandes, ferner von der 
Bedeutung der mit ihm und mit den Sprechmaschinen 
verbundenen Veranstaltungen im Dienste der Volksbildung 
zu machen. Alter zunächst sind noch Viele berufen, doch nur 
Wenige auserwählt, trotzdem in ■'ladt und l-suid noch ein 
ungeheures Feld offen steht. Solange aber nicht gründ¬ 
licher Wandel von massgebenden Industriestätten aus 
geschaffen wird, fehlt die Hauptsache, das Interesse der 
Bildungsorgane. Ich möchte hier /.ur weiteren Beleuchtung 
der Verhältnisse, die sich der Kenntnis der meisten Fabri¬ 
kanten entziehen, noch einen anderen Fall berühren. Mit 
der Frage der erwähnten Schaustellungen lteschäftigte 
sieh auch der Presseausschuss des Dresdener Lehrervereins 
in einer Zuschrift an Zeitungen, in welcher die moralische 
Gemeingefährlichkeit vieler derartiger Ih-triel«* mit dem 
Einwand«-, dass die Jugend zum Phantastischen, Geheimnis¬ 
vollen und Verbotenen verführt würde, gegeisselt wird. 
Man stellte es als Gift für das jugendliche Gemüt hin 
und schiimm genug, dass die dortige Bezirksschulinspektion 
einen Erlass an die Lehrerschaft erliess. in welchem an diese 
die Forderung ergeht, die Kinder vom Besuch dieser Theater 
abzuhalten. Bald darauf nahm die Stadt verordnet en- 
versanimlung in Leipeig in ähnlicher Weise zur Frage Stel¬ 
lung. Natürlich erheben di * Veranstalter dann ein Kriegs¬ 
geschrei gegen die behördliche Erschwerung des Existenz¬ 
kampfes. Die Naivität der Ankläger kann gar nicht genug 
an den Pranger gestellt werden, nachdem sic sieh nicht 
entblödeten, in so gröblicher und schmutziger Weise einen 
anständigen Gewerliezweig zu schädigen. Damit die be¬ 
teiligten Industriekreise alter ein Bild von der Auffassung 
der unter guten Verhältnissen stets hilfsbereiten Bildungs¬ 
organe von diesen Dingen gewinnen, möchte ich hier den 
Standpunkt der leipziger Stadtverordnetenversammlung, 
den alle einsichtigen Volksbildner auch vertreten werden, 
einmal darlegen. Es könnten diese Unternehmungen 
recht erfolgreich wirken, wenn die Leiter derselben sich 
in den Dienst guter Jugenderziehung stellen und für be¬ 
sondere Kindervorstellungen etwas Gutes. Lehrreiches, 
Vorbildliches bieten wollten. Dieser Gedanke wurde cha¬ 
rakterisiert durch Beispiele, als solche Darstellungen aus 
dem reichen Industrieleben unserer Tage, von der Lebens- 
weise fremder Völker, von heiteren Kinderszenen, Nächsten¬ 
liebe, Indien der Tiere genannt wurden. Ungeschickt wäre 
es geradezu, wollten intelligente Kräfte diesen offiziellen 
Kurs nicht mit Anspannung alles Könnens ausnutzen, 
flenn die neue Bahn zum Gedanken- wie Empfindungsleben 
fies Kindes würde an jenen Stellen liegeisterste Aufnahme 
finden welche in der Sache so Vieles beitragen könnte. 
Und die Kprechmaschine ? Man will mir doch nicht etwa 
entgegenhalten, dass das, was ich hier erörtert halte, eine 
spezielle Angelegenheit der Kinos sei. Das war wohl früher 
einmal. In den Maximen der Sprechmaschinen-Veran¬ 
staltungen hat man es auch bald dazu gebracht gehabt, 
dass Hinz und Kunz fluchte ülter den Uirm und gebildete 
Kreise sich mit Abscheu von der trivialen Musik der Phono¬ 
graphen abwandten. In tiefster Seele kann es einem leid 
tun. wenn man Schund dort hört, wo die lauschenden Uhren 
auch das Gute aufnähmen Es ist nicht nötig, dass die in 
täglicher Berufsarlteit erregten Nerven unbedingt mit 
klassischer Musik beruhigt ftder erholt werden sollen, 
denn auch die heitere Muse hat ihre Existenzberechtigung. 
Der goldene Mittelweg dürfte auch hier das Richtige treffen. 
Die Volksseele ist st» überaus empfänglich für das Gute, 
es kommt nur auf eine gewisse diplomatische Geschicklich¬ 
keit bei der Wahl an. Die Uebergänge zu gestalten, den 


Wechsel im Charakter der Bilder nicht schroff vor/.unehmen. 
das sind Wegweiser zum Herzen der Hörer. Und dann 
eine andere wichtig«* Frage Die Schundware! Was haben 
gewisse Produzenten da gesündigt, nur um Massenschleudcr 

Solide Beschaffenheit, angemessener Preis, in gewissen 
Fällen erleichterte Zahlungsltedingungcn Wahl guter V«»r- 
tragsstoffe und gross organisierte Veranstaltungen unter 
unablässiger Heranziehung der \olkshildenden Kreise, das 
sind die echten Fundamente für die Höherentwicklung 
einer zu grossen Hoffnungen lierrchtigten Industrie. Zur 
Frage der Ausführung werde ich in einem folgenden Kapitel 
eingehend Stellung nehmen. denn ich w>-iss sehr gut, dass 
es noch mehr Kenner lind Freunde der Volksbildung gibt, 
die eine Menge Worte der Kritik iilier die herrschenden 
Verhältnisse auf Lager halten, wenn es alter zur Tat geht, 
dann schweigt d«*s Sängers Höflichkeit. Nein, nein - 
der Sänger wird nicht schweigen! 


Der neue Apparat der Thorogesellschaft. 

Seit Erfindung der Kinematographen hat die fort¬ 
schreitende Technik unausgesetzt dahin gestrebt, den 
Vorgängen, die leitend vorgeführt werden, auch die Sprache 
hinziizufügen — leitende, sprechende Bilder zu schaffen. 
Durch die Erfindung d«*s Grammophons schien das Probien« 
gi'löst. F^s stellte sieh jedoch die Schwierigkeit heraus, 
einen Synchronismus herzustellen. 

Nach jahrelangen Bemühungen ist es der Thoro-G. in. 
I». H. gelungen, einen Apparat herzustellen, bei dem ein«* 
zwangsläufige Verbindung zwischen Kincmatograph und 
Spreehmasehine unter allen Umständen bestehen muss 
Vor einigen Tagen hatten w ir Gelegenheit, einer Separat- 
Vorstellung beizuwohnen und konnten feststellen, dass Is-i 
den Vorführungen des 'Ilutro-Apparates Kör|terl»cw’cgiiiig 
und Gesang oder Hede so minutiös genau zusammenfielen. 
wie «*s in Wirklichkeit geschieht. 

Uelter die V«trziige der Thoro-Apparatc Modell S K G I 
heisst es u. a. in einem Prospekt: 

Der Antrieb d«*s Sprccliapparatcs wie des Kinemato 
grapheu erfolgt durch Motoren. Die Anwendung von Ak¬ 
kumulatoren. die schwer mul unhandlich sind, ist nicht 
erforderlich. Der elektrische Strom kann aus einer Lieht- 
«tder Kraftleitung entnommen werden (Maschinenstrom 
von einer elektrischen — städtischen oder privaten 
Zentrale). Spannimgsscliwankungcn in der elektrischen 
lx*itung halten keinen Fünfluss auf d>m Gang des den Kinc 
matographen antreibenden Elektromotors, der «lah«*r nicht 
bald schneller, bald langsamer läuft. sondern dauernd 
mit grosser Präzision eine absolut gleiche Geschwindigkeit 
entwickelt. Der Gang beider Apparate erfolgt daher 
gleiehsehnell und auch gleichmässig zueinander. Die 
einer solchen Gleichlauf-Vorrichtung angetriebenen Auf¬ 
nahme- bezw. Wicdcrgal«' Apparate bieten infolge dessen 
Gewähr, dass die Aufnahmen alisolut genau wiedergegels n 
werden, wie sie aufgenommen sind. Der motorische An 
trieb beider Apparate macht die exakte Vorführung unal> 
hängig von der Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit 
des Bedienungs-Personals der Apparat«. Der Operateur 
kann seine Tätigkeit anssehlit'Hslieh der Projektion widmen 
und lichtscharfe, klare Bilder erzeugen. Eine Bedienung 
«l«‘r Apparate ist während des synchronen Betrielies nicht 
erford«*rlieh. Störungen in der Üebcrcinstimmung zwischen 
Ton und ßihl werden niemals durch die Th«m»apparat<- 
verursacht. Die Vorführung sprechender lebender Bild«-r 
erfolgt künstlerisch in vollendetster Form hinsichtlich der 
Tonlage wie der Ueliereinstimmung zwischen T«tn und Bild 
Die Aufstellung d«'r Apparat«' ist leicht und schnell Itewirkt 
Jeder Operateur kann die Thoroapparate ohne weiter«*» 



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No. 152. 


Der Kinematograph — Düsseldorf. 


mit der vorhandenen Kinematograph- Anlage in Verlandung 
bringen. Eine Betriebsunterbreehi ng des täglichen Vor- 
führungsgeschäftes in einem Theater findet nicht statt, 
da die Einsendung des Kineimit« graphcn sich erübrigt. 
’ Die Thoro-Apparate sind das Vollendetste, was die 
(legenwart bietet! 


K fiir einige Augenblicke zu verändern, bis die Ueberein 
Stimmung wieder herbeigeführt ist, worauf die Schraul* 
K in ihre frühere I^age zurückgebracht wird. Der Vorführer 
hat also mit dem Antrieb, bezw. mit der Ueberwachung 
des (ileiehlaufes «ler Apparate nichts zu tun. Seine Tätig 
keit beschränkt sieh lediglich darauf, den Beginn der 



Die Thoro-Apparate sind unerreicht in ihrer Leistungs- 
fähigkeit ’ 

Die Thoro-Anlage besteht aus wenigen Teilen, ist daher 
übersichtlich in der Anordnung und Wirkungsweise der 
Teile, einfach in der Handhabung, sowie in «1er Aufstellung 
derselben. 

In dem Gehäuse A sind iler Sprechapparat B. sowie 
eine, den Gleichlauf veranlassende Vorri<*htung (' eingebaut 
Letztere ist durch ein Kabel 1) mit dem Elektromotor E 
verbunden, der auf einer an «lern Ständer verstellbaren 
Platte F ruht und mit dem Kinematographen G mittels 
einer biegsamen Welle H gekuppelt ist. Bei Inbetriebsetzung 
ist es nur nötig, nachdem der elektrische Strom eingeschaltet 
ist. den Hebel I hervorzuziehen Der Sprechapparat 
sowie der ^inematograph setzen sich darauf sofort derart 
maschinell in Bewegung, dass Sprechplatte und Bildband 
gleichschnell und gleichförmig bewegt werden und «lass 
ohne weiteres eine dauernde rebereinstimmung zwischen 
Ton und Bild bewirkt wird Nur bei Eintritt einer Störung 
zwischen Ton^und Bild wird die Tätigkeit des Vorführers 
beansprucht. Er hat dann nur «lie Stellung «1er Schraube 


Vorführung zu veranlassen, sowie ausnahmsweise zweck' 
Beseitigung einer Störung zwischen Ton und Bil«l «lie Stcl 
hing einer Schraube zu verändern. 

Durch Zurückschielien «les Hebels I und Ahachaltcn 
des Stromes wird die Gleichlaufvorrichtung auiwer_Betriel> 
gesetzt. 

Es ist ferner noch «lie Einrichtung getroffen, dass d«-r 
Elektromotor E als gewöhnlicher Gleichstrom-Motor arheit«-" 
kann und den Kinematographen G ant reiht fiir Vorführungen 
sog. einfacher leliender Bilder. -nn. 


Notizen. 

Berlin. Pathe Freres. «lie Pariser Firma kinemato- 
grapliischer und photographischer Berühmtheit, hals*'* 
nunmehr auch in der deutschen Reichshauptstadt eine Filiale 
für ihre Nprechmaschinen errichtet und in der Friedrich 
strasse 187 einen Detailverkauf für ihr „Pathephon" er¬ 
öffnet. 



Der Kinematograph — Düsseldorf. 


No. 152. 




SYMPHONION- 

SCHALLPLATTEN 

mit Saphirstift, also ohne Nadelwechsel spiel¬ 
bar, vom Rande aus anfangend. Doppelseitig be¬ 
spielt, 25 cm groß. Nach Auswechslung den 
Schalldose auf allen Sprechapparaten, bei 
Automaten nach Abänderung des Schallarms 
und der Auslösevorrichtung zu verwenden. 

■w In jeder einschlägigen Handlung zu haben. 
Bezugsquellen weist nach die 

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anderen Kalender überflüssig; im 2. und Haupt teil 
Besprechung aller Neuerungen auf dem Gebiete der 
Kinematographie und praktische Winke. — Das Orts¬ 
verzeichnis wurde dadurch wesentlich verbessert, «lass 
bei sämtlichen Städten von annähernd 15 000 Ein- 
W'ohneren angegeben ist, oh elektrischer Anschluss 
vorhanden, von welcher Stromart und Spannung und 
womöglich der Strompreis. Das wirklich praktische 
Jahrbuch kostet trotz, vermehrten Inhalts wie bisher 
Mk. 2.20, wird aber den Abonnenten des Kine¬ 
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Th. Fleischmann, Welt . Theater, Meissen, 

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Riehls». 78. 

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Otto Hlualer, Pasaagt-KlDematogt, Danzig 


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Dessau, Kavaliers». 

Fridolin Hascher. Cemral-Tbeater leb. Photo- 


Hermann A Hummel, Passage - Theater, 
Bielefeld, Niederns». II. 

Paul Holtmann. Corao-Theater, Zürich. 

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Max KUnger Well ■ Theater. Dresdeo-A. 

Rings», Ecks Moritz«». 

H Knauth. Adr. Klnemstogrsph. 

Carl Knebel, Kinematographen - Theater 
-Apollo", Font 1. Lass. 




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ter. Königsberg LP., Vor«. Vorstadt Sa 



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Prag, Weinberge, Halekatra.se 88 

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Hamburg, Dtedertchaatr ta, H. t. 

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Otto^ Lindemann, Operateur, Beritn O., 

Otto Luntak, Operateur. Brünn (Mähren), 
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Ad. Marx, Operat. n. Mcchan., at Adr. 


W. Neumann. Oper, am Edison Theater, 
Leipzig, Peteraatr. No. aa, Anfg. B, II. 

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Q. Renz. OperaL, Stuttgart, Mozartatr. *0. 
Anton Reuter, Operateur, r. Zt. Apollo- 


Herm^SchulM, Operateur und 

Wilhelm ScbulUe, Operateur, 
Theater, Zittau i. S. 

Jona Schwebe, Vor!., TheaterOrfl 
Leipzig-Liudenau. 

Fritz Sebastian, Oper. Berlin N. 4 


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P. Teach, operat.. Elberfeld, Kleeblatt 8. 
Job. Thelen, Operateur des Apollo-Theaters 
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Walhalla-Theater 

A. Thurian, Techniker a. Operateur, at Adr 


D. Baker, Chicago, llllncis. 

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Ludwig Wilhelm, Operateur. Stuttgart. 


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Aug. Sinzig, Geachlflafuhr 





























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Dos Ideal der Kino-Phonosraahle! 



Endlich erreicht! 

Wer wirklich Wert auf eine tadellose Vorfahrung V ■ a 

sprechender lebender Bilder legt, aberzeuge sich 1 nni*n3lin3r3fp 
von der unübertroffenen Leistungsfähigkeit der ■ Ulti 

Maschineller Synchronbetrieb der Apparate, daher Vorführung völlig unab¬ 
hängig von der Tätigkeit des Operateurs (kein Handbetrieb). 

Dauernd absolut genaue Uebereinstimmung zwischen Ton und 

Bild. 

Künstlerische und formvollendete Vorführung der Tonbilder. 

Jeder einzelne Apparat ist in seiner Laufgeschwindigkeit regulierbar. 

Keine Tonschwankungen des Sprechapparates. 

Die Thoroapparate können mit jedem vorhandenen Kinematographen verbunden 
werden. 

Vorhandene Starktonmaschinen werden ohne Preisaufschlagumgebaut 

Thorogesellschaft m.b.H., Hamburg 15 

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Scanned from the collection of the 
Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse 
in coUaboration with 

Michael Cowan and the Department of Film 
Studies, University of St Andrews 


Coordinated and sponsored by 


NEDl A 

hiS TORY 



Co-sponsored by the Moving Image Research 
Laboratory (Montreal)